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Verstopfung, Obstipation

Verstopfung homöopathisch lösen

Als Verstopfung oder Darmträgheit bezeichnet man eine zu seltene und schmerzhafte Stuhlentleerung bzw. die Schwierigkeit der regelmäßigen Entleerung des Darms. Für diese Verdauungsstörung kennt die Medizin zahlreiche Begriffe, darunter Obstipation, Konstipation, Koprostase, Obstructio alvi, Retentio alvi… Genau genommen gibt es zwei Formen des Verdauungsproblems Obstipation: So ist Verstopfung in der Schwangerschaft keine Seltenheit. Die andere Form ist chronischer Art, bei ihr besteht die Darmträgheit  seit mindestens sechs Monaten. Wie häufig die Darmentleerung stattfindet, ist übrigens von einer Person zur anderen unterschiedlich. Während für den einen drei tägliche Stuhlgänge normal sind, scheidet der andere gerade dreimal pro Woche Kot aus. Von Verstopfung wird aber erst dann gesprochen, wenn der Stuhl hart und trocken ist, wenn die Entleerung des Darms nur unter heftigem Drücken gelingt und Schmerzen am After verursacht.  Streß, Angst, Hämorrhoiden, aber auch zu wenig Bewegung können Ursachen dafür sein, daß der Darm streikt und seine Entleerung Probleme bereitet. Je nachdem, welche Erkrankung zugrunde liegt, kann die Homöopathie, die für ihre nebenwirkungsfreie Therapieform bekannt ist, von dem Problem der Verstopfung befreien.

Die Konsultation eines Homöopathen

Es kommt nicht selten vor, daß sich der Betroffene einer Verstopfung erst drei, manchmal sogar sechs Monate nach Bestehen des Problems dazu durchringt, einen Arzt oder Homöopathen zu konsultieren. Bevor der Homöopath ein Arzneimittel verschreibt, wird er sich im Patientengespräch bemühen, detailliertes Wissen über die Beschwerden des Betroffenen einzuholen. Der behandelnde Homöopath wird eine Analyse der Ernährungsgewohnheiten und einer eventuell bereits bestehenden Medikation seines Patienten vornehmen, um den eigentlichen Ursachen der diagnostizierten Obstipation auf den Grund zu gehen. Bei seiner Suche nach dem richtigen Arzneimittel sind für ihn nicht nur die Symptome wichtig, auch die seelische und geistige Verfassung des Betroffenen, sein Arbeitsumfeld und seine familiäre Situation spielen eine wichtige Rolle. Drei Kriterien sollten den Betroffenen systematisch alarmieren: 1. die Tatsache, über einen relativ langen Zeitraum hinweg keinen Stuhlgang zu haben; 2. das Bedürfnis nach Stuhlgang, ohne daß sich der Darm entleert und 3. die Entleerung des Darms unter großen Mühen und teils auch Schmerzen. In Abhängigkeit dieser Faktoren wird der Homöopath am ehesten in der Lage sein, eine angemessene Behandlung zu planen.

Verstopfung und erzwungener Abgang

Das sichtbarste Symptom einer Verstopfung sind wohl die Anstrengungen, die der Betroffene zur Darmentleerung aufbringen muß: Der Stuhlgang wird durch trockenen und harten Stuhl erheblich erschwert und die Kotausscheidung ist nur durch starkes Pressen möglich. In einer solchen Situation empfiehlt die klassische Homöopathie den Griff zu Anacardium, Alumina oder Lycopodium. Diese drei homöopathischen Heilmittel beugen einer Austrocknung des Darminhalts im Colon (Grimmdarm) vor und unterstützen somit die Darmtätigkeit. Trockener und harter Kot kann ferner ein Anzeichen für Trägheit der Leberfunktion sein. Homöopathische Heilmittel auf Basis von Lycopodium stimulieren die Leber und wirken somit der Obstipation entgegen.

Verstopfung und mit ihr verbundene Schmerzen

Sammelt sich der Darminhalt im Colon, weil es zu keiner Entleerung kommt, sind mehr oder weniger starke Schmerzen im rektalen Bereich die Folge. Diese Anhäufung bewirkt ein Austrocknen des Kots und Schmerzen in der Analregion, manchmal auch Hämorrhoiden während der Darmentleerung. Ferner bilden sich Analfissuren, die die Schmerzen bei jedem Stuhlgang neu aufleben lassen. Zur Behandlung solch chronischer Verstopfung gibt es Ignatia oder Hydrastis, die beide die Eigenschaft zeigen, die Schmerzen im rektalen Bereich zu lindern. Dem Patienten, der zusätzlich zu zähem und hartem Stuhl Hämorrhoiden und Analfissuren zeigt, wird die Einnahme von Graphit C5 verschrieben. Das Mittel sollte täglich dreimal genommen werden.

Verstopfung und unregelmäßiger Stuhlgang

Es kann vorkommen, daß der Verstopfungspatient das häufige Bedürfnis verspürt, zur Toilette zu gehen, ohne allerdings seinen Darm entleeren zu können. Liegt ein solches Mißverhältnis vor, ist womöglich die Stuhlbeförderung durch das Colon gestört, was im weiteren zu einem unregelmäßigen Stuhlgang führen kann. In einem solchen Fall helfen drei tägliche Dosen Nux vomica C5 die Darmfunktion in Kürze wiederherzustellen. Je nachdem, welche Form der Obstipation letztendlich vorliegt, kann der behandelnde Homöopath Nux vomica auch durch Magnesium ersetzen.

Verstopfung und Dehydrierung

Dehydrierung ist der Auslöser für Verstopfung und Darmträgheit insofern, als durch die Flüssigkeitsunterversorgung die Körperorgane nicht mehr ausreichend versorgt werden, was in der Folge dazu führt, daß die Schleimhäute und Stuhl nach und nach austrocknen. Mit Hilfe einer homöopathischen Therapie wird nicht nur der Problematik harten Stuhls entgegengewirkt, sondern auch die tieferliegende Störung der ausreichenden Versorgung mit Flüssigkeit behandelt. Zunächst ist es notwendig, daß der Patient genügend Flüssigkeit zu sich nimmt. Eineinhalb Liter Wasser täglich sind die gängige Ernährungsempfehlung. Der Homöopath für seinen Teil wird Bryonia alba C5 verschreiben, damit sich die trockenen Schleimhäute regenerieren können. Die Einnahme sollte in drei täglichen Dosen erfolgen. Sind die Kotportionen spärlich und der Kot feinkrümelig und trocken, erfolgt die Behandlung am ehesten mit Causticum. Opium C9 dagegen wird verschrieben, wenn der Betroffene kein Bedürfnis nach Stuhlgang verspürt oder wenn die ausgeschiedenen Stuhlmengen gering und bleistiftdünn sind.

Assoziierte Einzelmittel und Indikationen – “Verstopfung, Obstipation”

Assoziierte Einzelmittel

 

Gut zu wissen: Im Falle von Verstopfung kann die Homöopathie die normale Stuhlfrequenz wiederherstellen. Homöopathische Arzneimittel zeigen in allen Fällen von Verstopfung Wirkung, weil sie direkt auf die in ihrer Funktion gestörten Organe (z. B. die Leber oder die Schleimhäute) wirken.

 

 

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2 Beiträge zu “Verstopfung, Obstipation

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Pathologie und Homöopathie sind zwei fest miteinander verbundene Wissenschaften. Während die medizinische Disziplin "Pathologie" die Lehre von den abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper und deren Ursachen (Krankheitslehre) beschreibt, versteht sich die Homöopathie als eine sanfte Methode zur Heilung von Krankheiten. Die klassische Homöopathie ist eine auf dem Ähnlichkeitsprinzip fußende, ganzheitliche Heilmethode (Similia similibus curentur oder „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“), die den Patienten in seiner Gesamtheit betrachtet. Jede Krankheit findet so ihre eigene, auf den Patienten abgestimmte Therapieform.