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Übergewicht

Übergewicht homöopathisch reduzieren

Stoffwechselstörungen wie Übergewicht und Fettsucht sind eine häufige Ursache für Komplexe der Betroffenen bezüglich ihres Aussehens. Um Übergewicht, Fettsucht oder “Adipositas”, wie Mediziner auch sagen, den Kampf anzusagen, gibt es unzählige Behandlungsmethoden, Diätprogramme und Schlankheitskuren. Wer sich für eine homöopathische Behandlung entscheidet, braucht nicht fürchten, daß sich nach der Diät eine neuerliche Gewichtszunahme einstellt. Die Homöopathie nämlich stellt mit ihrem ganzheitlichen Ansatz das Individuum in den Mittelpunkt der Heilung. Der Betroffene wird in seiner Ganzheit betrachtet, um die wirklichen Ursachen der Erkrankung zu ermitteln, die Behandlung erfolgt auf ihn persönlich zugeschnitten. So werden echte Behandlungserfolge erzielt, der Körper erfährt Heilung, und der gefürchtete Jojo-Effekt bleibt aus.

In der homöopathischen Anamnese werden heute vier große miasmatische Diathesen – laut Hahnemann die “ererbte Unvollkommenheit”, die Anfälligkeit des Lebewesens für Krankheiten bzw. seine Neigung, bestimmte Erkrankungen zu entwickeln – unterschieden:

  • die psorische oder lymphatische Diathese
  • die sykotische oder lithämische Diathese (Sykose)
  • die dyskratische, luetische/syphilinische oder destruktive Diathese (Dyskrasie, Syphilinie)
  • die tuberkuline Diathese (Tuberkulinie, Pseudo-Psora).

Sie bilden den Boden für die meisten Krankheiten und bestimmen die Schwächeanlagen und die Krankheitsbereitschaft des Patienten. Geht man ihren Ursachen auf den Grund, kann man den Organismus heilen, ohne daß ein späterer Rückfall zu fürchten ist.

Übergewicht – Symptome

Bei dem psorisch geprägten Menschen ist das Übergewicht auf eine Störung in der Eliminierung der Schlacken und Toxine sowie auf eine chronische Vergiftung durch ungesunde und unausgewogene Ernährung zurückzuführen. Übertriebener Verzehr von Zucker, Fleisch und Alkohol sind charakteristisch für diesen Typ. Es kommt zur Einlagerung von Fetten im Körper und damit zu Übergewicht. Chronisches Rheuma, Nieren- und Blasenprobleme, Hypersensibilität, Asthma, Migräne, Depression, Nachlassen der geistigen Leistungsfähigkeit und Ermüdung sind die Folge.

Übergewichtigkeit bei dem sykotischen Typ hat verschiedene Auslöser, etwa einen chirurgischen Eingriff, extrem unausgewogene Ernährung, einen psychologischen Schock (Depression). Sein Zustand sieht sich durch Wassersucht verschlimmert. Der übergewichtige sykotische Mensch schwitzt stark. Es ist ein blasser Typ mit einer Neigung zu Pickeln und Warzen. Er gilt als besonders reaktiv auf medikamentöse Behandlung mit Antidepressiva oder Kortikoiden. In der Regel kommt es ab Herbst bis gegen Ende Winter zur Gewichtszunahme.

Bei der luetischen oder syphilitischen Konstitution ist das Übergewicht erblich bedingt. Zu dieser Gruppe gehörende Babys zeigen bei ihrer Geburt bereits ein Gewicht von über vier Kilo. Andere nehmen rapide zu, alle üblichen Diätkuren bleiben bei ihnen völlig wirkungslos. In manchen Fällen ist die luetische Krankheitsneigung eine Folge des syphilitischen Stadiums. Die Syphilis zählt zu den stark ansteckenden Geschlechtskrankheiten. Sie wird durch das Bakterium Treponema pallidum übertragen. Es kann aber auch während der Schwangerschaft zur Infektion des Fötus kommen, dann ist die Syphilis angeboren (Lues connata). Häufig kommt es zu Frühgeburten, Fehlgeburten, Totgeburten. Charakteristisch sind psychische Störungen, Hyperaktivität, Ungeduld, unlogische und irrationelle Verhaltensmuster.

Gesteigerte Nervosität und Unruhe sowie ständige Müdigkeit sind die typischen Diathesen des tuberkulinen Menschen und führen ebenfalls zu Übergewicht. Seine Symptome sind vielgestaltig, reichen von Kälteempfindlichkeit über Verstopfung bis hin zu Gefäßstörungen, häufigen Erkrankungen des HNO-Bereichs und Anfälligkeit für Atemwegserkrankungen und Lungenleiden.

Therapien gegen Übergewicht beim psorischen und sykotischen Übergewichtigen

Bei psorischer Tendenz müssen verschiedene homöopathische Heilmittel kombiniert werden, um effizient gegen die Faktoren zu kämpfen, die zu Übergewicht führen. Zur Grundbehandlung gehören Graphites, Sulfur, Lycopodium, Psorinum und Sepia. Wie sie verordnet werden, hängt ganz vom Patientenprofil ab. Graphites zum Beispiel wird bei Kälteempfindlichkeit und häufiger Verstopfung verschrieben. Sulfur ist geeignet, wenn der Patient unter ständiger Müdigkeit und permanentem Heißhunger leidet. Lycopodium wird bei hepatischer Neigung ohne Harnwegsbeschwerden empfohlen, Psorinum ist angezeigt, wenn das Übergewicht auf Ermüdung und Erkrankungen zurückzuführen ist, deren Symptome sich mit der Aufnahme von Nahrung verbessern. Sepia wird gerne Patienten verschrieben, bei denen sich ein Nachlassen der geistigen Leistungsfähigkeit und physischer Erschöpfungszustand manifestiert. Als therapeutische Ergänzung dieser Grundmittel verschreiben erfahrene Homöopathen Petroleum und Acidum phosphoricum für die schnellere Ausleitung der Schlacke und Toxine sowie Hepar sulfuris für mehr Spannkraft und Vitalität.

Dem sykotischen Typ bieten sich verschiedene Heilmittel, je nach Schweregrad der Symptome. Zur Behandlung von Ödemen bzw. Wassersucht sind Natrium sulfuricum et Thuja am ehesten geeignet. Ist die Gewichtszunahme dagegen auf Erkrankungen wie z. B. Harnwegsinfekte, entzündliche Veränderungen der Geschlechtsorgane oder auch Hormonstörungen zurückzuführen, gilt Causticum als das richtige Mittel. Dulcamara paßt am ehesten zu Menschen, bei denen das Körpergewicht im Herbst in die Höhe schnellt. Kommt es zu Zysten, Polypen, Akne,  und Warzen, ist Thuja in Verbindung mit Acidum nitricum am wirkungsvollsten.

Therapien gegen Übergewicht bei luetischer oder tuberkuliner Tendenz

Zur Gewichtsreduzierung bei luetischen Tendenzen sind Calcium fluoratum, Barium carbonicum und Aurum metallicum in Assoziierung mit anderen, individuell auf den Betroffenen abgestimmten Heilmitteln angezeigt. Bei entzündlichen Prozessen wirken z. B. Argentum nitricum (nervöse Störungen) und Mercurius sehr gut. Sie werden mit Mezereum, Kalium bichromicum und Hydrastis kombiniert. Übergewicht in Verbindung mit Gefäßleiden kann man am ehesten mit Barium carbonicum und Aurum metallicum in den Griff bekommen.

Je nachdem, welche Folgen Übergewicht für den tuberkulinen Organismus hat, muß die homöopathische Behandlung angepaßt werden. In der Regel werden Silicea, Natrium muriaticum und Sulfur jodatum empfohlen. Zur Vervollständigung der Therapie können Sepia, Pulsatilla, Natrium phosphoricum, Kalium phosphoricum, Calcium phosphoricum hinzukommen.

Assoziierte Einzelmittel und Indikationen – “Übergewicht, Adipositas”

Einzelmittel

  • Calcium carbonicum Hahnemanni, Calcarea carbonica, Calcium ostrearum
  • Foenum graecum

Gut zu wissen: Um Übergewicht reduzieren zu können, müssen homöopathische Arzneimittel und ihre Einnahmedauer präzise auf die genetische Veranlagung des Patienten abgestimmt sein. Verordnet werden in der Regel nur Hochpotenzen (C15 oder C30) oder progressiv dynamisierte Dilutionen (ab C9, bis C30).

 

 

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Pathologie und Homöopathie sind zwei fest miteinander verbundene Wissenschaften. Während die medizinische Disziplin "Pathologie" die Lehre von den abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper und deren Ursachen (Krankheitslehre) beschreibt, versteht sich die Homöopathie als eine sanfte Methode zur Heilung von Krankheiten. Die klassische Homöopathie ist eine auf dem Ähnlichkeitsprinzip fußende, ganzheitliche Heilmethode (Similia similibus curentur oder „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“), die den Patienten in seiner Gesamtheit betrachtet. Jede Krankheit findet so ihre eigene, auf den Patienten abgestimmte Therapieform.