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Streß

Stress homöopathisch abbauen

Streß homöopathisch abbauen

Mit dem Begriff Streß werden physische und psychische Reaktionen von Lebewesen auf äußere Reize verbunden. Streß wird subjektiv empfunden, ist nicht einheitlich verstanden. So gibt es verschiedene Begriffsdefinitionen. Unter anderem wird Streß verstanden als ein „Zustand der Alarmbereitschaft des Organismus, der sich auf eine erhöhte Leistungsbereitschaft einstellt“, als „die anhaltende körperliche (und seelische) Belastung durch Überbeanspruchung oder schädliche Reize, durch nicht ausgetragenen Konflikt verursachter seelischer Druck“ (Quelle: www.wissen.de). Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz schreibt zu Streß: „Menschen leiden unter Streß, wenn sie wahrnehmen, daß zwischen den Anforderungen, die an sie gestellt werden, und den Mitteln, die ihnen zur Bewältigung dieser Anforderungen zur Verfügung stehen, ein Ungleichgewicht besteht“ (Quelle: http://osha.europa.eu, European Agency for Safety and Health at Work).

Wie dem auch sei, Streß ist stets eine psychologische Belastung, die sich bei jedem Organismus, Mensch wie Tier, auch auf die körperliche Gesundheit auswirken kann. Im modernen Alltag ist Streß fast zu einer geläufigen Erscheinung geworden. Mediziner beschreiben Streß als eine Ganzheit von Symptomen, die im Gehirn beginnen. Von dort wird die Freisetzung des Streßhormons Cortisol gesteuert. Gibt das Gehirn den Befehl der Produktion von Cortisol, machen sich die Nebennieren ans Werk und schütten unter dem Einfluß des Hypothalamus)’ und der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) Glucocorticoide, darunter eben Cortisol, aus. Dieses wiederum aktiviert Rezeptoren im Großhirn und Hippocampus. Beiden genannten Gehirnzonen kommt in diesem Funktionskreis eine wesentliche Rolle zu: Das Großhirn antwortet auf Streß und bestimmt Reaktionen (Vorbereitung auf Angriff, Flucht, Stillstehen…), der Hippocampus ist das Zentrum, welches den Anforderungen, dem Stimulus entgegenwirkt, ihn reguliert. Fehlsteuerungen durch Hypothalamus und Hirnanhangsdrüse können bewirken, daß zu viel oder zu wenig Cortisol freigesetzt wird, so daß es zu einem Überschuß bzw. Mangel dieses Aktivitätshormons kommt. Amygdala, Hippocampus und Cortex praefrontalis/cingularis schließen den Kreislauf – Nervosität und Unruhe, Gefühle und Emotionen werden sichtbar.

Wie man Streß erkennt

Streß kann durch vielfältige körperliche und seelische Reize (Stressoren) ausgelöst werden: Wärme, Kälte, Lärm, Verletzungen, Infektionen, Probleme in der Partnerschaft, Überforderung im Beruf, Verlust eines geliebten Menschen… Unabhängig von der Art der Stressoren kommt es zu körperlichen Anpassungsreaktionen, dem sogenannten Adaptationssyndrom. Jeder Organismus reagiert aber anders auf Streß. Generell kann man die Symptome in vier Kategorien aufgliedern: körperliche Reaktionen, kognitive (mentale) Reaktionen, emotionale Reaktionen und Verhaltensreaktionen. Körperliche Anzeichen von Streß sind Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen, Muskelverspannungen, Kurzatmigkeit, Schwindelanfälle, Bluthochdruck, geschwächte Immunabwehr, Magengeschwüre… Auf der Ebene der mentalen Reaktionen stehen Konzentrationsschwierigkeiten, nachlassendes Erinnerungsvermögen, mangelnde Lernfähigkeit und Entscheidungsfindung.

Zu den Anzeichen, die im Kontakt mit seinem Umfeld zuerst sichtbar werden, gehören die emotionalen und Verhaltensreaktionen. Gestreßte Menschen sind besonders leicht reizbar, ihnen fehlt das Selbstvertrauen, sie sind von Natur aus beunruhigt, ängstlich und schweigsam, sexuelle Lust ist bei ihnen ausgeschaltet. Sie sind desorganisiert, sind mit ihren Gedanken stets woanders. Ihr ständiger Pessimismus veranlaßt sie sich zu isolieren, sich von der Außenwelt abzukapseln, die Kontakte mit dem sozialen Umfeld sind gestört oder fehlen. Zwanghaftes Verlangen nach Tabak, Alkohol und anderen Drogen, Schokolade, Süßigkeiten, Kaffee und dergleichen ist ein Hinweis darauf, daß Streßfaktoren im Spiel sind.

Permanentem Streß entgegenwirken

Je nachdem, wie der Streß geartet und wodurch er bewirkt ist, kann man für die Bewältigung der Situation homöopathische Mittel einsetzen. Wer ständig “unter Strom” steht, ein hektisches Leben hat und daneben oft unter Verdauungsstörungen leidet, findet in Argentum nitricum das geeignete Homöopathikum.. Typen, die von Natur aus eher nervös sind und von innerlicher Unruhe getrieben, die hyperaktiv und dann ganz plötzlich völlig übermüdet sind, greifen eher zu Phosphorus. Sepia paßt sehr gut zu dem Perfektionisten, zum Menschen mit ausgeprägtem Pflichtbewußtsein, viel Scharfsinn, Ehrgeiz und Gewissenhaftigkeit, der aber insgesamt eher ängstlich ist. Durch Minderwertigkeitskomplexe, mangelndem Selbstbewußtsein und fehlendem Selbstvertrauen bewirktem Streß läßt sich mit Ambra grisea begegnen. Bei einem Dasein unter ständigem Druck, einem Leben mit viel Ärger, das zu großem Verdruß führt, ist Ignatia das geeignete Heilmittel.

Vorübergehendem Streß entgegenwirken

Streß steht nicht nur mit dem eigenen Lebensrhythmus und den Beziehungen zu seinem Umfeld in Zusammenhang. Es gibt viele Streßfaktoren (sog. Stressoren), bestimmte Ereignisse oder Situationen. Vor einer wichtigen Prüfung kann es zu Prüfungsangst kommen, nach einem traumatischen, schweren Erlebnis (Verlust eines lieben Wesens, Scheidung usw.) kann die Streßbelastbarkeit deutlich sinken. Homöopathische Arzneimittel sind ideal, um solche vorübergehenden, aber dennoch häufig unangenehmen Streßsituationen zu bewältigen. Gegen Prüfungsängste hilft zum Beispiel Gelsemium sempervirens am besten. Starker emotionaler Schmerz wird am ehesten mit Hilfe von Arnica montana abgebaut. Steht dem schüchternen Streßtyp eine besonders schwierige Situation bevor, z. B. eine Rede vor einer großen Menschenmenge, können ihm Ambra grisea oder die dreimalige Einnahme von zwei Globuli Staphisagria C9 helfen, besser mit der Aufgabe klar zu kommen.

Assoziierte Einzelmittel und Indikationen – “Streß”

Assoziierte Einzelmittel

  • Ambra grisea
  • Argentum nitricum
  • Arnica montana
  • Gelsemium sempervirens
  • Ignatia amara
  • Phosphorus
  • Delphinium staphisagria

Indikationen

  • Angst, Panik
  • Ängstlichkeit, Beklemmung
  • Asthenie, Schwäche, Kraftlosigkeit
  • Kopfschmerz, Kephalgie (Cephalgie)
  • Körperliche Aktivität
  • Migräne
  • Überlastung, Überanstrengung
  • Verhaltensauffälligkeiten
 

Gut zu wissen: Homöopathische Heilmittel eignen sich hervorragend, um Streß abzubauen. Sie wirken ursächlich auf das Krankheitsbild. Jede Therapie kann dem Streßtyp und der Persönlichkeit individuell angepaßt werden. So wirkt beispielsweise Gelsemium sempervirens Ängsten entgegen, Phosphorus nimmt dem Patienten seine Nervosität und innerliche Unruhe.

 

 

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Pathologie und Homöopathie sind zwei fest miteinander verbundene Wissenschaften. Während die medizinische Disziplin "Pathologie" die Lehre von den abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper und deren Ursachen (Krankheitslehre) beschreibt, versteht sich die Homöopathie als eine sanfte Methode zur Heilung von Krankheiten. Die klassische Homöopathie ist eine auf dem Ähnlichkeitsprinzip fußende, ganzheitliche Heilmethode (Similia similibus curentur oder „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“), die den Patienten in seiner Gesamtheit betrachtet. Jede Krankheit findet so ihre eigene, auf den Patienten abgestimmte Therapieform.