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Somnambulismus

Homöopathika gegen Schlafwandeln

Das Schlafwandeln ist eine neurobiologische Störung, primär eine Parasomnie des Kindes- und Jugendalters. Der Schlafwandler wird im Schlaf plötzlich aktiv und kann mehrere Minuten andauernde, von ihm aber nicht bewußt wahrgenommene, psychomotorische Aktivitäten ausführen (Umhergehen, Aufräumen, Autofahren…). In seltenen Fällen kann der Schlafwandler gewalttätig gegenüber jenen werden, die versuchen ihn zu wecken. Streß oder Alkoholmißbrauch sind erschwerende Faktoren des Schlafwandelns, die Ursachen sind aber nur schwer definierbar. Manche Patienten haben eine genetische Veranlagung für diese Störung. In Europa leiden 10-20% der Bevölkerung unter Somnambulismus, dem Schlafwandeln, auch Mondsucht genannt. In einigen Ländern wie Schweden erreicht die Somnambulismus-Rate sogar 40%.

Somnambulismus – Formen

Das Schlafwandeln tritt während des ersten Drittels des Schlafzyklus‘ ein, also in der Tiefschlafphase. Es ist damit nicht gleichzusetzen mit der REM-Schlafstörung, zu der es während des paradoxen oder REM-Schlafs (Traum-Schlaf) kommt. In den Traumphasen schläft man fest, das Gehirn dagegen ist noch aktiv. Bei Schlafwandlern dagegen ist das Gehirn wie abgeschaltet, der Körper agiert, ohne daß sich der Betroffene im Nachhinein an das Geschehen erinnert. Wissenschaftlich-medizinisch gesehen gibt es verschiedene Formen von Schlafwandeln. Dabei wird nach dem Schweregrad unterschieden. Bei der unvollkommenen oder abortiven Form beschränkt sich das Schlafwandeln auf kurzfristige und manchmal auf nur wenige Sekunden beschränkte Aktionen. Der Betroffene setzt sich im Bett auf, schaut um sich herum und spricht unverständlich. Ihm gestellte Fragen kann er mit Ja oder Nein beantworten. Das voll ausgeprägte Schlafwandeln zeigt ein ähnliches klinisches Bild, dauert aber mitunter bis zu 20 Minuten und länger und kann zusätzlich mögliche Verletzungsfolgen für den Betroffenen selbst bergen. Es sind sogar Fälle bekannt, bei denen Schlafwandler einen Fenstersturz erlitten haben. Bei der relativ seltenen, aggressiven Form des Schlafwandelns kann der Schlafwandler gefährlich werden, mit scharfen oder stumpfen Gegenständen hantieren oder kann gegenüber Personen, die seinen Weg kreuzen, gewalttätig werden.

Bei kleineren Kindern im Alter von fünf bis zehn Jahren kommt es in Verbindung mit fiebrigen Erkrankungen, Streß, ungenügendem Schlaf oder einfach auch Nachtängsten häufig zu Somnambulismus. In der Tat sind Nachtängste die häufigste Ursache für Schlafwandeln beim Kind. Sie führen zu Angstträumen, das Kind erwacht scheinbar, schaut mit starrem Blick um sich oder weint, wirft sich im Bett unruhig hin und her oder verläßt das Bett. Der kleine Patient kann unter Unwohlsein leiden und Schreie ausstoßen

Somnambulismus – Homöopathische Behandlungsmöglichkeiten

Schlafwandeln kann durch äußere Faktoren wie Streß, Rauchen, Alkohol- oder Drogenmißbrauch begünstigt werden. Um den Ursachen der Störung auf den Grund zu gehen, sollte man einen Mediziner, Psychologen oder Homöopathen konsultieren. Hypnosesitzungen bringen meist gute Ergebnisse und erlauben die Krisen zu vermindern. Zu den am häufigsten verschriebenen homöopathischen Heilmitteln gehören Kalium bromatum C9, Natrium muriaticum C9 und Silicea C9. Vor dem Schlafengehen sollte der Patient von allen drei Mitteln je 3 Globuli nehmen. Beruhigende Kräutertees wie Kamille oder Passiflora/Passionsblume können dem Patienten helfen, da sie streßmindernde Wirkung besitzen. Homöopathische Präparate bringen dem Patienten einen geruhsameren Schlaf, seine Krisen werden progressiv zurückgehen. Um schwere Fälle von Schlafwandeln in Verbindung mit Ängsten zu behandeln, kann der Homöopath eine sechsmonatige Kur mit Natrium muriaticum verschreiben.

Assoziierte Einzelmittel und Indikationen – “Somnambulismus”

Assoziierte Einzelmittel

  • Cina, Artemisia cina
  • Kalium bromatum
  • Silicea

Gut zu wissen: Somnambulismus beim Kind kann mit nächtlichem Urinieren (Einnässen) und obszönem Verhalten einhergehen. Schlafwandeln kann an verschiedene Pathologien gebunden sein, darunter das Tourette-Syndrom.

 

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Pathologie und Homöopathie sind zwei fest miteinander verbundene Wissenschaften. Während die medizinische Disziplin "Pathologie" die Lehre von den abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper und deren Ursachen (Krankheitslehre) beschreibt, versteht sich die Homöopathie als eine sanfte Methode zur Heilung von Krankheiten. Die klassische Homöopathie ist eine auf dem Ähnlichkeitsprinzip fußende, ganzheitliche Heilmethode (Similia similibus curentur oder „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“), die den Patienten in seiner Gesamtheit betrachtet. Jede Krankheit findet so ihre eigene, auf den Patienten abgestimmte Therapieform.