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Schuppenflechte, Psoriasis

Schuppenflechte homöopathisch behandeln

Die Schuppenflechte oder Psoriasis ist eine chronisch-entzündliche, aber nicht ansteckende Hautkrankheit. Die Haut ist gerötet und entzündet, sie verändert sich schubweise an verschiedenen Stellen und bildet Schuppen. Von der Schuppenflechte sind rund 4 % der westlichen Bevölkerung betroffen. An Psoriasis erkranken hauptsächlich Menschen kaukasischen Ursprungs, am häufigsten betroffen sind jüngere Menschen um die 30, Frauen und Männer gleichermaßen. Psoriasis oder Schuppenflechte gehört zu den multifaktoriell bedingten Erkrankungen: Genetische Veranlagung spielt eine Rolle, daneben gibt es aber noch weitere – physische, psychische und biologische – Risikofaktoren, die zum Ausbruch dieser chronischen Hauterkrankung führen können. Dazu gehören bestimmte Infektionskrankheiten wie etwa Röteln, Windpocken, Gürtelrose, Aids, hormonale Einflüsse wie Streß, Medikamente, Übergewicht, aber auch klimatische Einflüsse. Menschen, die an Schuppenflechte erkranken, zeigen häufig auch eine Herz-Gefäß-Erkrankung oder Diabetes mellitus Typ 2.

Was ist Schuppenflechte?

Psoriasis oder Schuppenflechte bezeichnet eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung der Haut, eine durch plaqueförmigen und schuppenden Ausschlag gekennzeichnete Dermatose. Zu Schuppenflechte kann es am ganzen Körper kommen, am häufigsten betroffen sind die Knie und Ellbogen. Der Ausschlag kann aber auch an den Fußsohlen, Handinnenflächen und Fingernägeln auftreten. Psoriaris ist für den Patienten extrem belastend, auch in psychischer Hinsicht. Die Krankheit verläuft in Schüben, die Haut zeigt zyklisch mehr oder weniger große ekzembedingt gerötete Hautareale. Obwohl die Krankheit nicht ansteckend ist, erfahren viele Betroffene aufgrund des auffälligen Aussehens eine starke Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität. Sie fühlen sich von ihrer Umwelt nicht akzeptiert und leiden vielfach unter mangelndem Selbstbewußtsein.

Psoriasis ist vererbbar. Es gibt für die Erkrankung aber auch exogene Auslöser, d. h. sie kann durch äußere Einflüsse ausgelöst werden. Dazu gehören etwa Medikamente, Krankheit, chirurgische Eingriffe, Streß… Auch Angststörungen, Müdigkeit und nervöse Erschöpfung können dazu führen, daß man eine Schuppenflechte entwickelt. Zu den Risikofaktoren für Psoriasis gehören schließlich und endlich bakterielle Infekte, wie z.B. eine bakteriell bedingte Pharyngitis oder Erkältung.

Symptome

Zu einer Schuppenflechte kommt es, wenn sich die Zellen der Oberhaut (Epidermis) anormal schnell erneuern. Die Oberhaut des gesunden Menschen braucht im Schnitt 28 Tagen, um sich zu erneuern. Bei Psoriasiskranken ist dieser Zeitraum auf drei bis sechs Tage verkürzt. Die betroffenen Hautareale erneuern sich rapide schnell und exzessiv. Dies führt zu Schuppenbildung, zu einer Verhornung und Ansammlung abgestoßener Hautzellen in Form von plaqueförmigen, dicken Krusten. Durch das schnelle Wachstum der Hautzellen und ihre Abstoßung kommt es zu einer intensiven Durchblutung der unteren Hautschicht, der Lederhaut (Dermis), die dadurch stark gerötet erscheint. Die Symptome halten ungefähr drei bis vier Monate an, bevor sie bei einigen Patienten abklingen oder ganz zum Stillstand kommen. Manchmal tritt Psoriasis nur einmal im Leben auf, in anderen Fällen zeigen sich Phasen verstärkter und geringerer Aktivität, bei wieder anderen Patienten kommt die Erkrankung nach einem Schub mehrere Jahre zum Stillstand, bevor sie erneut ausbricht. In Verbindung mit der Schuppenflechte kann es zu rheumatisch-entzündlichen Gelenkbeschwerden (“Psoriasisarthritis”) kommen. Typisch sind ein asymmetrisches Anschwellen von einzelnen Gelenken, Sehnen und Bändern, Gelenksteifigkeit und Schmerzen in den Gelenken.

Plaque-Psoriasis (Psoriasis vulgaris) ist die häufigste Form der Schuppenflechte. Man erkennt sie an scharf begrenzten und stark geröteten Flecken, häufig an Knien, Ellbogen, am Gesäß und auf dem Kopf. Diese ekzematösen Herde (Plaques) sind münz- bis handtellergroß und voller silbrig-weißer Schuppen, die dicke Krusten auf der Haut bilden. Nagelpsoriasis erkennt man an verdickten und weiß verfärbten Finger- und Fußnägeln. Durch das anormal schnelle Wachstum der Hautzellen verdickt sich der Nagel, er kann brüchig oder rissig werden, in manchen Fällen löst sich die Nagelplatte (Onycholyse). Psoriasis am Kopf oder Kopfhautpsoriasis entsteht zumeist im behaarten Bereich des Kopfes. Es bilden sich großflächige Ekzeme voller silbriger Schuppen, an den betroffenen Stellen fallen die Haare aus. Daneben gibt es noch weitere, weniger häufige Psoriasisformen, die nach ihrem Aussehen und ihrer Lokalisierung unterschieden werden: Die Psoriasis inversa betrifft die Beugen der großen Gelenke (Ellen- und Kniebeugen), die Psoriasis intertriginosa entsteht durch Wärme an Körperfalten (Achselhöhlen, unter der Brust, in den Leisten, in der Gesäßfalte, an den Geschlechtsorganen), bei der Psoriasis guttata bilden sich punktförmige Flecken an Armen, Beinen und Rumpf, die Psoriasis pustulosa ist eine pustulöse Form von Psoriasis vornehmlich an Händen und Füßen. Eine besonders seltene und schwere Form der Schuppenflechte ist die Psoriasis erythrodermica. Fast der ganze Körper ist von juckenden, entzündlichen Hautveränderungen überzogen, die zu starker Hautrötung führen, aber nur wenig schuppen.

Behandlung

Psoriasis kann gegenwärtig nicht geheilt werden, die Behandlung ist vielmehr symptomatisch. Je nachdem, welche Auslöser die Erkrankung hat und wie sie verläuft, können die Symptome mit Hilfe der Homöopathie sehr gut gelindert werden. Kopfhautpsoriasis wird mit Natrium muriaticum C4 bis C5 (zweimal täglich zu nehmen) behandelt werden. Wer sich auf eine wöchentliche Gabe beschränken möchte, greift zu Natrium muriaticum C9 bis C15.

Psoriasis im Gesicht, im Schambereich, an Körperfalten und Finger- und Fußnägeln, bei denen bräunlich verfärbte Hautläsionen entstehen, wird mit Sepia C4 oder C5 (zweimal täglich) oder Sepia C9 bis C15 (einmal wöchentlich) behandelt. Bildet die Erkrankung rissige Krusten, die zu bluten beginnen, kann Phosphorus in den Potenzstufen C4 oder C5 (zweimal täglich) bzw. C9 bis C15 (einmal wöchentlich) helfen. Alternativ kann Petroleum gewählt werden, ein Mittel mit vergleichbarer Heilwirkung.

Bei anderen Begleitbeschweren haben sich Berberis aquifolium (die Haut ist trocken und spröde, sie fühlt sich wie ein Reibeisen an), Calcium carbonicum (die Haut ist schlaff, nach dem Waschen reißt sie leicht) und Hydrocotyle asiatica (die Haut ist verhärtet und juckt) bewährt.

Wann einen Arzt aufsuchen?

Sobald der Verdacht auf Psoriasis besteht, sollte man einen Allgemeinmediziner oder Hautarzt aufsuchen. Bei bereits bestehender Psoriasis-Diagnose sollte ein Arzt dann aufgesucht werden, wenn ungewöhnliche Symptome auftreten, etwa Schmerzen, Fieber oder eine bakterienbedingte Infektion.

Assoziierte Einzelmittel und Indikationen – “Schuppenflechte, Psoriasis”

Assoziierte Einzelmittel

  • Arsenicum album
  • Arsenicum jodatum
  • Berberis vulgaris
  • Kalium arsenicosum
  • Luesinum
  • Sepia officinalis

Indikationen

  • Verhaltensauffälligkeiten

 

Gut zu wissen: Homöopathische Heilmittel behandeln die Schuppenflechte in Abhängigkeit ihrer Symptome: Ignatia amara C9 bis C15 verschafft Linderung, wenn die Hautveränderungen den Betroffenen emotionell extrem stark belasten oder wenn sich der Ausschlag verletzungsbedingt verschlimmert hat. Teucrium C5 hilft bei Schuppenflechte an den Ohren, Phosphorus C9 bei Schuppenflechte an den Augenbrauen.

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Pathologie und Homöopathie sind zwei fest miteinander verbundene Wissenschaften. Während die medizinische Disziplin "Pathologie" die Lehre von den abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper und deren Ursachen (Krankheitslehre) beschreibt, versteht sich die Homöopathie als eine sanfte Methode zur Heilung von Krankheiten. Die klassische Homöopathie ist eine auf dem Ähnlichkeitsprinzip fußende, ganzheitliche Heilmethode (Similia similibus curentur oder „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“), die den Patienten in seiner Gesamtheit betrachtet. Jede Krankheit findet so ihre eigene, auf den Patienten abgestimmte Therapieform.