Retrouvez-nous
Homéopathie Facebook Homéopathie Twitter
Werbung

Nasenschleimhautentzündung, Rhinitis

Allergische und infektiöse Rhinitis in der Homöopathie

Die Rhinitis, auch Nasenkatarrh genannt, ist eine akute oder chronische Entzündung der Nasenschleimhaut. Eine solche Entzündung macht sich schlicht als Schnupfen oder Erkältung bemerkbar und sieht sich durch diverse Faktoren beeinflußt. Für die allergische Rhinitis sind Allergene verantwortlich, also Substanzen, die im Organismus Abwehrreaktionen hervorrufen und zu allergischen Reaktionen führen, die akute Rhinitis dagegen ist eine infektiöse Erkrankung, die von Krankheitserregern wie Viren oder Bakterien hervorgerufen wird. Interessant ist zu wissen, daß die allergische Rhinitis stark verbreitet ist und weitaus häufiger auftritt als die infektiöse Rhinitis. Sie kann saisonal bedingt auftreten, ist aber leider oft bleibend und führt unter Umständen zu einer deutlichen Beeinträchtigung der Lebensqualität des Betroffenen. Die saisonale allergische Rhinitis (auch Rhinitis allergica oder allergischer Schnupfen, speziell für pollenbedingte allergische Rhinitis Heuschnupfen oder Pollinose), wird von Pollen, insbesondere Gräserpollen, verursacht.

Anders sieht es mit der perennialen allergischen Rhinitis aus. Für sie kann eine Vielzahl allergener Substanzen verantwortlich sein, wie etwa Staub, Tierhaare, Hausstaubmilben oder auch Verschmutzung. Diese Schnupfenform wird auch als persistierend oder bleibend bezeichnet, weil anders als bei der saisonal auftretenden Rhinitis der Kontakt zum Allergen das ganze Jahr hindurch in der unmittelbaren Umgebung hergestellt werden kann. Aus Gründen, die der Medizin bisher noch kaum bekannt sind, entwickelt ein allergieanfälliger Organismus in einem Erstkontakt mit einer ihm fremden, aber augenscheinlich harmlosen Substanz eine Überempfindlichkeit, Sensibilisierung genannt. Um diese Überempfindlichkeit zu bekämpfen, geht das Abwehrsystem in Feindstellung und löst eine sofortige Reaktion des Organismus’ aus. Die entstandene Intoleranz gegenüber der Fremdsubstanz zeigt sich dann zum Beispiel in Form einer Rhinitis.

Obwohl die allergische Rhinitis im Prinzip harmlos ist scheint es, daß sie auf Dauer Atemwegserkrankungen wie z. B. Asthma begünstigt. Vor allem im frühen Kindesalter sollten die Symptome der Allergie folglich nicht ignoriert, sondern vielmehr zielgerichtet behandelt werden. In der Schulmedizin wird die allergische Rhinitis zumeist mit Antihistaminika und Nasenspray oder -tropfen zum Abschwellen der Nasenschleimhaut behandelt. Die Behandlung der durch Viren- oder Bakterienangriffe ausgelösten infektiösen Rhinitis dagegen zielt vielmehr darauf ab, den für die Erkrankung verantwortlichen Erreger zu vernichten.

Die Homöopathie erhebt auf gar keinen Fall den Anspruch der Heilung von Rhinitis. Sie kann aber eine Therapie-Option sein, um die Symptome zu verringern und sie kann dem Betroffenen in signifikanter Weise Linderung bringen. Eine homöopathische Behandlung ist frei von Nebenwirkungen und deutlich sanfter als die konventionellen Behandlungsmethoden, die manchmal Schläfrigkeit und andere unerwünschte Nebenwirkungen zur Folge haben. Wissenschaftliche Untersuchungen zum Wirksamkeitsnachweis der Homöopathie haben eindeutig gezeigt, daß die untersuchten Substanzen eine Desensibilisierung (Hyposensibilisierung) – eine Therapieform zur Verringerung der Überempfindlichkeit des Immunsystems auf das Allergen – der Betroffenen begünstigen können.

Symptome

Die auftretende Entzündung ist stets von einer mehr oder weniger stark verstopften Nase, von Niesreiz und wiederholtem Niesen sowie von oft dünnflüssigem Nasensekret begleitet. Bei bestimmten Formen von allergischer Rhinitis können diese Symptome mit brennendem Schmerz in den Nasenhöhlen sowie Juckreiz am Gaumen und intensiv tränenden Augen einher gehen. Die persistente Form der allergischen Rhinitis hat oftmals ein Nachlassen der Konzentrationsfähigkeit der Betroffenen zur Folge. Symptome der infektiösen Rhinitis sind vor allem häufiges Niesen und wässrige oder schleimartige Absonderungen, die aus den Nasenlöchern laufen. Dazu kann ein Gefühl einer verstopften Nase auftreten, manchmal treten Schmerzen im Oberkiefer und Stirnbein auf. In manchen Fällen kann die infektiöse Rhinitis zu einer Sinusitis führen.

Die Behandlung der saisonalen oder perennialen allergischen Rhinitis

Um die Schwellung der Nasenschleimhäute und unangenehmen Nasenabfluß zu stoppen, werden 3x täglich je 5 Globs. Apis mellifica C15 und Arsenicum album C9 eingenommen. Die Behandlung wird begonnen, sobald sich die ersten Anzeichen von Niesen und Abfluß bemerkbar machen.

Sind die Nasenverstopfung und die Absonderung von Sekret mit Juckreiz am Gaumen begleitet, beträgt die empfohlene Dosis dreimal täglich 5 Globs. Sabadilla C15, beginnend mit der Erkrankung. Sollte sich der Juckreiz ausbreiten und z. B. auch die Ohren betreffen, lautet die Empfehlung dreimal täglich 5 Globs. Arundo donax C5, sobald die ersten Symptome auftreten.

Bei der saisonalen (unterbrochenen) allergischen Rhinitis wird empfohlen, zweimal täglich 5 Globs. Histaminum C9 oder 5 Globs. Poumon hisamine (Lungenhistamin) C9 zu schlucken, beginnend mit der Jahreszeit, in der die Allergie gewöhnlich ausgelöst wird. In einigen Fällen ist auch die Einnahme von 5 Globs. Pollen C30 in einer einmaligen Gabe möglich, und zwar für die gesamte Dauer der die Allergie auslösenden Jahreszeit. Unter diesen Umständen sollte es allerdings dem behandelnden Homöopathen oder ausgebildeten Heilpraktiker überlassen werden, die Diagnose zu erstellen und eine passende Therapie anzubieten.

Je nachdem, mit welchen Beschwerden die saisonale oder perenniale (persistierende, bleibende) allergische Rhinitis einhergeht, können sich Therapien mit Allium cepa, Ambrosia artemisiaefolia, Kalium jodatum oder auch Naphtalinum als nötig erweisen.

Rückfälle der allergischen Rhinitis vermeiden

Saisonale und perenniale allergische Rhinitis, ist sie erst symptomatisch, läßt sich nur extrem schwer und so gut wie nicht definitiv heilen. Allerdings ist es möglich, die Intensität der Symptome und die Rückfallhäufigkeit mit der homöopathischen Heilmedizin deutlich zu verringern. Zur Vorbeugung eignen sich am ehesten Mittel wie Lachesis mutus, Lycopodium clavatum, Natrium muriaticum, Nux vomica, Psorinum, Pulsatilla pratensis, Sulfur, Sulfur jodatum und Tuberculinum. Aber noch einmal: Auf gar keinen Fall darf man vergessen, daß es dem ausgebildeten Homöopathen überlassen bleiben sollte, in Abhängigkeit der Form und Häufigkeit der Symptome die richtige Diagnose zu stellen und eine Therapie zu planen.

Behandlung von infektiöser Rhinitis mit wässrigem Sekret

Bei wässrigem Nasenausfluß sowie tränenden und brennenden Augen wird empfohlen, stündlich 5 Globs. Allium cepa C9 einzunehmen. Sobald die Symptome abklingen, kann man die Dosis progressiv herabsetzen, bis eine vollständige Besserung eingetreten ist.

Gehen die Absonderungen mit einer Obstruktion der Nase einher, nimmt man besser stündlich 5 Globs. Ammonium muriaticum C5, bis die Verstopfung nachläßt. Bei brennendem Nasenausfluß und schmerzendem Oberkiefer und Stirnbein wird geraten, stündlich 5 Globs. Arsenicum album C9 oder Kalium jodatum C9 einzunehmen. In allen Fällen wird die Einnahme progressiv herabgesetzt, um sie den abklingenden Symptomen anzupassen.

Behandlung von infektiöser Rhinitis mit dickflüssigem Sekret

Bei infektiöser Rhinitis mit dickflüssiger Absonderung werden dreimal täglich 5 Globs. Kalium bichromicum C9 eingenommen, bis die Sekretabsonderung nachläßt. In den ersten vier Tagen nimmt man zusätzlich täglich eine Gabe Hepar sulfuris calcareum C30. Sobald die Symptome abklingen, muß die Einnahme von Kalium bichronicum seltener erfolgen.

In einzelnen Fällen können Ammonium carbonicum, Aralia racemosa, Arsenicum jodatum, Badiaga, Magnesium muriaticum oder Sambucus nigra zu der Therapie gehören. Allerdings sollte es auch in diesem Fall dem Arzt überlassen bleiben darüber zu befinden, welche Therapie am ehesten geeignet ist. Er wird seine Diagnose nach gründlicher Abwägung unter Einbeziehung verschiedener Kriterien stellen.

Rückfälle der infektiösen Rhinitis vermeiden

Die geeigneten Mittel zur vorbeugenden Behandlung der infektiösen Rhinitis entsprechen im Prinzip denen, die auch präventiv für die allergische Rhinitis empfohlen werden. Dementsprechend kann die Therapie auf Basis von Ausgangsstoffen wie Lachesis mutus, Lycopodium clavatum, Natrium muriaticum, Nux vomica, Psorinum, Pulsatilla pratensis, Sulfur, Sulfur jodatum und Tuberculinum geplant werden.

Wann einen Arzt aufsuchen?

Liegen der Rhinitis Krankheitserreger zugrunde und ist sie von eitrigem Nasenausfluß begleitet, sollte unverzüglich ein Arzt konsultiert werden, damit dieser eine korrekte Therapie planen kann. Bei einer infektiösen Rhinitis kann die Homöopathie nämlich nur in Ergänzung zu der verschriebenen allopathischen Behandlung erfolgen.

Ist die Rhinitis auf eine Allergie zurückzuführen, sollte ein Arzt konsultiert werden, sobald Anzeichen eines Rückfalls erkennbar sind. In diesem Fall muß herausgefunden werden, welche Fremdsubstanzen zu der allergischen Reaktion geführt haben. Auch wenn die mit der Erkrankung verbundenen Symptome durch den Betroffenen nur schwer zu ertragen sind oder wenn sie eine Häufung verschiedener Beschwerden zur Folge haben, sollte er unbedingt medizinischen Rat einholen.

Schließlich und endlich sollte man mit besonders jungen Patienten (Säuglinge, Kleinkinder unter zwei Jahren, Kinder im Vorschulalter) grundsätzlich umgehend einen Arzt aufsuchen. Gerade sie sind für Erkrankungen besonders empfänglich und könnten unter Umständen Atemwegserkrankungen wie Asthma oder andere ernst zu nehmende Krankheitsbilder entwickeln.

 

Assoziierte Einzelmittel und Indikationen – “Rhinitis”

Assoziierte Einzelmittel

Indikationen

 

Gut zu wissen: Um bestimmte Formen der allergischen Rhinitis zu behandeln, befürwortet die etablierte Schulmedizin die gezielte Hyposensibilisierung, bei der die allergische Reaktion durch progressive Anhebung der Toleranz des Organismus’ gegenüber dem Allergen abgeschwächt wird. Verschiedene Untersuchungen zeigen, daß es der Homöopathie inzwischen möglich ist, vergleichbare Ergebnisse zu erhalten.

 

VN:F [1.9.11_1134]
Bewertung: 5.0 ( 1 Stimmen)
Nasenschleimhautentzündung, Rhinitis, 5.0 out of 5 based on 1 rating

4 Beiträge zu “Nasenschleimhautentzündung, Rhinitis

  1. Pingback: Poumon histamine | Homöopathiewelt

  2. Pingback: Laches mutus, die Buschmeisterschlange in der Homöopathie | Homöopathiewelt

  3. Pingback: Homöopathikum Sulfur jodatum, Iodum sulfuratum, Schwefeljodid | Homöopathiewelt

  4. Pingback: Natrium muriaticum, Natriumchlorid in der Homöopathie | Homöopathiewelt

Eine Antwort abgeben

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht Pflichtfelder sind mit * markiert.

*

Sie können folgende HTML-Tags und Attribute benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Pollenfluganzeige
Pollenflugkalender
Werbung
Aktuelle Kommentare
Copyright © 2011 - 2014 Homöopathie - Alle Rechte vorbehalten | Linkpartner | Impressum - Kontakt
Pathologie und Homöopathie sind zwei fest miteinander verbundene Wissenschaften. Während die medizinische Disziplin "Pathologie" die Lehre von den abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper und deren Ursachen (Krankheitslehre) beschreibt, versteht sich die Homöopathie als eine sanfte Methode zur Heilung von Krankheiten. Die klassische Homöopathie ist eine auf dem Ähnlichkeitsprinzip fußende, ganzheitliche Heilmethode (Similia similibus curentur oder „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“), die den Patienten in seiner Gesamtheit betrachtet. Jede Krankheit findet so ihre eigene, auf den Patienten abgestimmte Therapieform.