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Reizdarmsyndrom (RDS)

Die Symptome des Reizdarmsyndroms homöopathisch behandeln

Der Reizdarm oder das Reizdarmsyndrom bezeichnet eine Gruppe funktioneller Darmstörungen ohne organische Ursache. Es stellt als solches kein ernstes Krankheitsgeschehen dar, sondern ist ein chronisches Syndrom, das sich im Gastrointestinaltrakt abspielt und sich für die Betroffenen oft als extrem behindernd erweist. Ursache für das Reizdarmsyndrom (RDS), von den Medizinern auch spastisches Kolon (Colon spasticum) genannt, ist eine gestörte Mobilität im Bereich des Dickdarms: Die Verdauung ist verkürzt oder eher träge, der Darminhalt wird zu schnell oder zu langsam transportiert – als Folge davon kommt es zu Durchfall oder eben umgekehrt zu Verstopfung.

Symptome des Reizdarmsyndroms

Bei Patienten, die unter einem Reizdarmsyndrom leiden, reagiert der Magen-Darm-Trakt besonders empfindlich auf Reize, der Darmtransit ist gestört. Ist die Verdauung zu langsam und träge, leidet der Betroffene unter Verstopfung oder “falschem Durchfall”. Zu diesem kommt es, wenn die Verstopfung derart heftig ist, daß es um die harten Stuhlklumpen zu Überlauf und Schleimüberzug kommt. Wird die die Nahrung dagegen nicht richtig verarbeitet, so daß sie zu kurz im Dickdarm verbleibt, leidet der Betroffene unter Durchfällen, die sich verschiedentlich äußern können. Daneben kann es vielfach zu Blähungen, Flatulenzen und Bauchschmerzen kommen. Im Zusammenhang mit dem Reizdarmsyndrom oder spastischen Kolon sollte darauf hingewiesen werden, daß die damit verbundenen Störungen weder auf dauernde Ermüdung noch starken Gewichtsverlust zurückzuführen sind.

Schmerzlinderung

Um die während einer Krise möglicherweise auftretenden Bauchschmerzen zu lindern, kann man alle 30 Minuten zu 5 Globuli Chamomilla vulgaris C15 greifen, bis die Symptome allmählich nachlassen. Auch Dioscorea villosa C5 kann bei Schmerzen helfen, am ehesten solchen, die bei Streckung des Körpers nachlassen. Die Dosierung erfolgt wie weiter oben beschrieben. Magnesium phosphoricum C5 und Colocynthis C5 sind angezeigt, wenn die Schmerzen in gekrümmter Körperhaltung erträglicher werden. Auch in diesem Fall werden alle 30 Minuten 5 Globuli genommen.

Nervösen Durchfall stoppen

Reizdarmpatienten mit Durchfall sollten am ehesten zu China officinalis C7 oder Carbo vegetabilis C5 greifen. China officinalis wird genommen, wenn die Durchfälle nach dem Verzehr von Obst und Früchten auftreten. Am ersten Tag der Behandlung gilt die stündliche Einnahme einer Gabe als besonders hilfreich. An den Tagen darauf sollte die Dosierung der Symptomenstärke angepaßt werden. Eine mindestens zweimalige Einnahme täglich bis zur deutlichen Besserung des körperlichen Befindens ist ratsam. Carbo vegetabilis ist angezeigt, wenn die Durchfälle mit Völlegefühl, Blähungen und Schmerzen im Bauchraum einhergehen. Für optimale therapeutische Wirksamkeit muß dieses Mittel stündlich genommen werden.

Verstopfung entgegenwirken

Um Verstopfung entgegenzuwirken, sollte der Betroffene dreimal täglich fünf Globuli Nux vomica C5 nehmen. Stuhl, der sich nur unter größten Mühen und extrem schwer absetzen läßt, wird besser mit dreimal täglich fünf Globuli Magnesium C5 behandelt. Ist die Verstopfung derart stark, daß der Betroffene keinerlei Stuhldrang verspürt, sollte er Bryonia alba C5 (5 Globuli) nehmen. Besonders wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (Wasser). Scheitern alle anderen Behandlungsformen, sollte zu Opium C5 (5 Globuli) im 12-Stunden-Abstand gegriffen werden.

Wann einen Arzt aufsuchen?

Um eine krankhafte Funktionsstörung im Magen-Darm-Trakt auszuschließen, die nämlich ganz ähnliche Symptome haben kann, sollte die ärztliche Untersuchung nicht gescheut werden. Nur der Mediziner kann eine exakte Diagnose stellen. Im Gegensatz zu anderen Krankheitsbildern kennzeichnet sich das Reizdarmsyndrom dadurch aus, daß es keine Verschlechterung des körperlichen Befindens des Betroffenen mit sich bringt. Die Diagnose wird anhand eines Fragebogens gestellt, im Zweifelsfall kann die ärztliche Untersuchung das Bild vervollständigen helfen. Um eine Diagnose stellen zu können, müssen die Symptome des Reizdarmsyndroms mindestens drei Monate lang im Jahr auftreten. Eine dauerhafte Heilung des Reizdarmsyndroms ist nur schwer möglich, vielmehr besteht die Therapie in der dauerhaften Linderung der Beschwerden. Ist der Störfaktor korrekt identifiziert, kann man durch Anpassung seiner Ernährungsgewohnheiten Besserung erfahren. Medikamente gegen Verstopfung oder Durchfall können unterstützend genommen werden. Die Behandlung kann keine dauerhafte Heilung versprechen, die Lebensqualität des Betroffenen aber deutlich steigern.

Assoziierte Einzelmittel und Indikationen – “Reizdarmsyndrom”

Assoziierte Einzelmittel

  • Bryonia alba
  • Carbo vegetabilis
  • Chamomilla vulgaris
  • China officinalis
  • Colocynthis
  • Dioscorea villosa
  • Magnesium phosphoricum
  • Nux vomica
  • Opium

 

Gut zu wissen: Die Schulmedizin kennt keine definitive Behandlung für die funktionelle Kolopathie. Sie bietet aber Lösungen, um die unangenehmsten Symptome zu erleichtern. In der Homöopathie mit ihren unzähligen Mitteln findet der Patient eine ganze Reihe von natürlichen Substanzen, um seine Lebensqualität dauerhaft zu verbessern.

 

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Pathologie und Homöopathie sind zwei fest miteinander verbundene Wissenschaften. Während die medizinische Disziplin "Pathologie" die Lehre von den abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper und deren Ursachen (Krankheitslehre) beschreibt, versteht sich die Homöopathie als eine sanfte Methode zur Heilung von Krankheiten. Die klassische Homöopathie ist eine auf dem Ähnlichkeitsprinzip fußende, ganzheitliche Heilmethode (Similia similibus curentur oder „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“), die den Patienten in seiner Gesamtheit betrachtet. Jede Krankheit findet so ihre eigene, auf den Patienten abgestimmte Therapieform.