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Periarthritis

Die Periarthritis mit Hilfe der Homöopathie lindern

Wenn der Fachmann von einer Periarthritis oder Periarthrose spricht, dann meint er eine Reizung oder Entzündung der Gewebe und Knorpel im Bereich eines Gelenks, kurz Gelenkentzündung. Es handelt sich dabei also nicht um eine rheumatische Erkrankung, sondern um eine Schmerzen verursachende Erkrankung im Bereich der weichen Gelenkteile (Sehnen und Sehnenansätze, Muskeln, Schleimbeutel). Fast jede Sehnenentzündung ist auch eine Periarthritis. Beide Begriffe werden angeführt, um Schmerzen im Bereich der Gelenke zu definieren. In den meisten Fällen sind von der Periarthritis die Schultergelenke betroffen. Man spricht dann auch von der Periarthritis humeroscapularis (PHS), der “schmerzhaften Schultersteife” oder “Frozen shoulder”.  Konkret handelt es sich um eine entzündliche, degenerative Veränderung der Gelenkkapsel und ihrer umliegenden Weichteile. Nicht selten strahlen die Schmerzen bis in den Hals, Nacken und Rücken aus. Die Ursachen der Periarthritis des Schultergelenks sind vielfältig – die Erkrankung kann als Folge auf eine Unfallverletzung entstehen,  nach einem operativen Eingriff auftreten oder schlicht durch Altern des Körpers.

Symptome

Die Periarthritis hat die unangenehme Eigenschaft, sich stets dann besonders schmerzhaft zu äußern, wenn das betroffene Gelenk bewegt wird. Zu Beginn der Erkrankung ist der Schmerz noch erträglich und schränkt den Patienten kaum in seiner Bewegungsfreiheit ein. Durch Bewegung und Belastung aber sind die Gelenke ständiger Reibung und permanentem Druck ausgesetzt, so daß die Periarthritis mit der Zeit zu einem akuten Schmerz führt, sobald der Betroffene das erkrankte Gelenk in Anspruch nimmt. In einem späteren Stadium der Erkrankung kann das Gelenk selbst in der Ruheposition stark schmerzen. Ohne Behandlung kann sich dann eine chronische Entzündung bilden. In besonders schweren Fällen kann die Periarthritis der Schulter zu einem echten Handicap für den Betroffenen werden. Die Schmerzen sind dann so stark, daß sie den Patienten z.B. am Schlafen hindern und selbst geringste Bewegungen nicht mehr zulassen.

Behandlung der Periarthritis der Schulter

Je nachdem, welche Symptome die Periarthritis humeroscapularis zeigt und an welchem Gelenk sie auftritt, kann man an verschiedene Medikamente denken, um die Symptome zu behandeln. Wenn der Schmerz die rechte Schulter betrifft, nimmt man drei- oder viermal täglich 5 Globuli Sanguinaria C6. Dieses Mittel wird in der gleichen Dosierung verschrieben, wenn die Periarthritisschübe vor allem nachts auftreten. Wenn der Schmerz die linke Schulter betrifft, kann man dreimal pro Tag 5 Globuli Ferrum metallicum C6 nehmen. Schmerzen beide Schultern zum selben Zeitpunkt, ist Lycopodium C6 das geeignete Mittel (drei Einnahmen, dreimal täglich). Zeigt die Diagnose einen Verdacht auf Kalzifikation bzw. Verkalkung des Gelenks, wird zur täglichen Einnahme von 5 Globs. Solanum malacoxylon C6 geraten.

Akuter Belastungsschmerz

Bei der Periarthritis kommt es meistens im Zusammenhang mit Bewegung zu Schmerzen. Welche Therapie verschrieben wird, hängt in erster Linie davon ab, wie stark die Schmerzen in Muskeln und Sehnen sind, wie oft sie auftreten und wie lange sie anhalten. Bei oberflächlichen Schmerzen, die bei Bewegung bzw. Belastung auftreten, sind Arnica montana C5 , Symphytum C5 und Ruta graveolens C5 angezeigt. Das betroffene Gelenk sollte für die Dauer der Behandlung möglichst ruhig gestellt werden. Zwei Globuli eines der aufgeführten Heilmittel, stündlich eingenommen, genügen und werden genommen, bis die Schmerzen nachlassen. Treten die Schmerzen bei Belastung auf und halten noch dann an, wenn das betroffene Gelenk nicht mehr bewegt wird, wird Rhus toxicodendron C5 empfohlen (drei- oder viermal pro Tag 3 Globuli). Die gleichen Dosierungsempfehlungen, aber mit Bryonia alba C5 und Hypericum C5, werden ausgesprochen, wenn die Periarthritisschübe mehrere Tage anhalten.

Die Periarthritis mit Ödem

In manchen Fällen bildet sich zusätzlich zu der Periarthritis ein schmerzhaftes Ödem. Verschiedene Faktoren wie Kälte, Wärme oder Bewegung können dabei die Schmerzen verringern oder ganz im Gegenteil verschlimmern. Damit die Behandlung möglichst erfolgreich sein kann, muß sie auch die Begleitsymptome und eine Ödembildung berücksichtigen. Bei pochendem oder stechendem Schmerz und sich lila verfärbendem Ödem sind ein bis zwei tägliche Gaben Aconitum C7 bis C15 richtig. Verschlimmert sich der Schmerz durch Bewegung oder Belastung des Gelenks, kann man Belladonna C9 nehmen, bis man Besserung feststellt. Gelingt es, die ödembedingten Schmerzen durch Kälte zu lindern, wird die wiederholte Einnahme von Apis C5 bis C7 empfohlen. Verschlimmern sich dagegen die Schmerzen bei Kälte, wird mehrmals zu Arsenicum album C5 gegriffen.

Wann einen Arzt aufsuchen?

In den meisten Fällen ist eine sichere Diagnose der Periarthritis ohne Arthroskopie, Gelenkspiegelung oder Magnetresonanztomographie (MRT) nicht möglich. Sicheren Aufschluß über die richtige Behandlung kann also nur die eingehende ärztliche Untersuchung bringen. Personen, die besonders schmerzempfänglich sind, sollten besser einen Arzt aufsuchen. Wenn sich eine Behandlung als wirkungslos erweist oder wenn sich die Schmerzen verschlimmern, sollte man sich ebenfalls nicht scheuen, einen Arzt zu Rate zu ziehen.

Assoziierte Einzelmittel und Indikationen – “Periarthritis”

Assoziierte Einzelmittel

  • Ferrum metallicum
  • Ruta graveolens
  • Solanum malacoxylon

 

Gut zu wissen: In der Behandlung der Periarthritis hat sich die Homöopathie insbesondere im Kontext mit der Schmerzlinderung bewährt. Phytolacca C5 ist zum Beispiel bei Schmerzen wirksam, die sich in Richtung des Ellbogens ausbreiten.

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Bewertung: 2.4 ( 87 Stimmen)
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1 Beitrag zu “Periarthritis

  1. Hallo –
    der erste Abschnitt des Artikels hat mir sehr gut gefallen, aber dann gibt es ein paar wichtige Detailinfos die fehlen. Zug und Druck (besonders durch Sport) sind auch bei solchen Erkrankungen ganz besonders wichtig- und Aufgabe eines Gelenkes egal ob in Schulter , Knie oder Hüfte.Dadurch baut sich der Knorpel, der sich übrigens in regelmäßigen Abständen selbst erneuert wieder auf.
    Fatal ist eine Ruhigstellung des schmerzenden Gelenkes, da dann auch keine lebensnotwendigen Feuchtigkeit mehr in den Knorpel transportiert werden kann! der ärztlich gewollte Teufelskreis ist perfekt.
    Der Körper verfügt über gute Selbstheilungsmechanismen die meist aber mit Kortison u.ä. chemischen Medikationen ausgebremst werden.
    Mit freundlichen Grüßen S.Morgenstern

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Pathologie und Homöopathie sind zwei fest miteinander verbundene Wissenschaften. Während die medizinische Disziplin "Pathologie" die Lehre von den abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper und deren Ursachen (Krankheitslehre) beschreibt, versteht sich die Homöopathie als eine sanfte Methode zur Heilung von Krankheiten. Die klassische Homöopathie ist eine auf dem Ähnlichkeitsprinzip fußende, ganzheitliche Heilmethode (Similia similibus curentur oder „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“), die den Patienten in seiner Gesamtheit betrachtet. Jede Krankheit findet so ihre eigene, auf den Patienten abgestimmte Therapieform.