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Nierenkolik

Nierenkoliken homöopathisch erleichtern

Nierenkoliken verursachen krampfartige Schmerzen auf Höhe der Nieren und in der Lendengegend. Auslöser sind Nierensteine (Uretersteine) oder Nierengries in den Harnleitern (Ureter). Zu den Aufgaben der Nieren gehört unter anderem die Ausscheidung von Stoffwechselendprodukten über den Urin. Wenn diese Funktion gestört ist, kann es passieren, daß dieses Material nicht mehr richtig abgeht. Es verfestigt sich dann und setzt sich an verschiedenen Stellen im Harntrakt fest und verstopft die Harnleiterabgänge. Bei der Bildung von Nierensteinen, fachsprachlich Lithiasis genannt, können verschiedene chemische Zusammensetzungen eine Rolle spielen. So gibt es Calciumoxalat-Steine, Calciumphosphat-Steine, Urat-Steine (Harnsäure-Steine), Struvit-Steine (Magnesiumammoniumphosphat-Steine), Cystinsteine und Xanthinsteine. Nierenkoliken kann man homöopathisch behandeln. Dabei läßt sich unterscheiden zwischen der Akutbehandlung und der langfristigen Behandlung, mit der verhindert werden soll, daß sich nach dem Abgang über die Harnleiter neue Steine bilden.

Die Nierenkolik – Symptome

Nierenkoliken erkennt man an krampfartigen  Schmerzen im Lendenbereich. Der Schmerzanfall kommt so plötzlich, daß der Patient nicht die Zeit hat, sich darauf einzustellen und zu reagieren. Grund für den Schmerz bei der Nierenkolik ist der steigende Druck, den der produzierte Urin auf die Niere ausübt. Die Urinmenge steigt, kann aber nicht korrekt abfließen, weil ihr ein Hindernis den Weg versperrt. Manche Steine bilden sich innerhalb weniger Stunden, andere dagegen wachsen langsam und allmählich und führen erst, wenn sie eine kritische Größe erreicht haben, zu akuten Schmerzen.

Blutvermischter Urin und Schwierigkeiten beim Urinieren sind Vorzeichen für Nierensteine bzw. Harnleitersteine und damit eine Nierenkolik. Ein im Harntrakt präsenter Stein führt spätestens dann zu der unvermeidlichen Kolik, wenn der Betroffene mit dem Motorrad oder zu Pferd unterwegs ist. Durch die rhythmische Bewegung löst sich der Stein aus dem Nierenbecken und verschließt urplötzlich den Harnleiter. Wie aus dem heiteren Himmel kommt es dann zu einem scharfen, stechenden Schmerz, der vom Bauchraum zum Genitaltrakt ausstrahlt. In manchen Fällen ist die Kolik derart heftig, daß es dem Betroffenen nicht mehr möglich ist, auch nur noch einen Fuß vor den anderen zu setzen.

Nierenkoliken homöopathisch vorbeugen

Der Patient, der seinen Organismus anfällig für die Bildung von Harnleitersteinen weiß, wird sich gerne homöopathisch helfen. Denn er weiß auch, daß Homöopathie Nierenkoliken verhindern kann. Homöopathika gegen Nierenkoliken helfen nicht, um den Schmerz zu lindern. Dann ist es zu spät, der Stein ist gebildet und sitzt fest. Werden sie dagegen im Rahmen einer Konstitutionsbehandlung genommen, erweisen sie sich als wirklich nützlich. Sie unterstützen nämlich die Nierenfunktion und helfen so verhindern, daß Nierensteine überhaupt entstehen können.

Zur Verhinderung von Nierensteinen (Uretersteinen), deren steinbildende Substanzen Phosphate und Oxalsäuren sind, wird die Einnahme von Oxalicum acidum C5 empfohlen (morgens, mittags und abends je drei Globuli).

Wenn der Patient Schwierigkeiten hat zu urinieren, oder wenn er während der Miktion eine schmerzhafte Reizung im Harntrakt verspürt, sollte der Homöopath ihm Sarsaparilla C5 verordnen. Der Betroffene nimmt in diesem Fall dreimal über den Tag verteilt drei Kügelchen dieses Mittels.

Berberis vulgaris hilft bei chronischen Nierenkoliken, die dazu führen, daß die ausgeschiedene Urinmenge niemals die gleiche ist. Klagt der Patient über Rückenschmerzen, Schmerzen im Nierenbecken und in der Harnröhre, gibt man ihm Berberis vulgaris (dreimal pro Tag je drei Globuli).

Manche Nierensteinpatienten zeigen zusätzlich zu der gestörten Filterfunktion der Niere hohe Albuminwerte im Urin. In den meisten Fällen liegt bei ihnen eine Gelenkentzündung (Arthritis) oder Urikämie vor. Die Betroffenen sollten Formica rufa C5 nehmen, und zwar dreimal pro Tag je 3 Globuli).

Im Vorfeld zu Nierenkoliken und Spasmen im Harntrakt kann eine homöopathische Kombination bestehend aus Belladonna, Lycopodium, Berberis vulgaris und Pareira brava helfen. Zwecks Einnahme werden die Mittel (alle in der Potenzstufe C5) möglichst in etwas Reinstwasser aufgelöst.

Nierenkoliken homöopathisch behandeln

Sind kleinere Nierensteine oder Nierengries mit dem Urin ausgeschieden, kann der Patient eine homöopathische Behandlung beginnen, um eine Neubildung weiterer Konkremente zu verhindern. Bitte beachten: Homöopathische Heilmittel nicht bei akuter Nierenkolik nehmen, sondern abwarten, bis der Schmerz vorüber ist. Die richtige Dosierung ist in der Regel die Potenzstufe K200 (täglich je 5 Globuli).

Personen, die anfällig sind für die Bildung von Nieren- und Harnsteinen (Lithiasis), tun gut daran, eine Langzeitbehandlung auf Basis von Collubrina, Calcium carbonicum und Lycopodium mit ihrem Homöopathen zu planen. Eine solche Behandlung stärkt ihre Abwehrkräfte und reguliert den Stoffwechselhaushalt. Bei Lithiasen auf Phosphatbasis gelten Calcium phosphoricum und Phosphoricum acidum als die hilfreichsten homöopathischen Arzneimittel.

Wann einen Arzt aufsuchen?

Bei Miktionsbeschwerden, besonders übelriechendem und blutverschmiertem Urin sollte man nicht zögern, einen Arzt zu Rate zu ziehen. Eine eingehende Untersuchung hilft bei der Diagnosestellung und damit bei der Planung einer passenden homöopathischen Therapie, die auch in Assoziation mit einer allopathischen Behandlung stehen kann. Kommt es trotz Konstitutionsbehandlung und schmerzstillenden Arzneimitteln weiterhin zu Nierenkoliken, muß auch ein neuerlicher Arztbesuch in Erwägung gezogen werden.

Assoziierte Einzelmittel und Indikationen – “Nierenkolik”

Assoziierte Einzelmittel

  • Belladonna
  • Berberis vulgaris
  • Calcium carbonicum Hahnemanni, Calcarea carbonica, Calcium ostrearum
  • Collubrina
  • Formica rufa
  • Lycopodium
  • Oxalicum acidum
  • Pareira brava
  • Phosphoricum acidum
  • Sarsaparilla officinalis

 

Gut zu wissen: Mit homöopathischen Heilmitteln kann man die Nierenkolik behandeln bzw. ihr vorbeugen. Um zu verhindern, dass sich ein Oxalatstein erneut bildet, kann der Betroffene Oxalicum acidum nehmen. Damit das Mittel optimal wirken kann, sollte allerdings die Dosierungsempfehlung auf das Genaueste eingehalten werden.

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1 Beitrag zu “Nierenkolik

  1. Ein guter informativer Bericht und das sagt ein Betroffener. Hätte den Bericht schon eher finden sollen, dann hätte ich wissender reagiert.Ich dacht gar nicht das die Schmerzen von den Nieren kommen,konnte also nicht vorbeugen. Gut das ich die Seite gefunden habe!!

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Pathologie und Homöopathie sind zwei fest miteinander verbundene Wissenschaften. Während die medizinische Disziplin "Pathologie" die Lehre von den abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper und deren Ursachen (Krankheitslehre) beschreibt, versteht sich die Homöopathie als eine sanfte Methode zur Heilung von Krankheiten. Die klassische Homöopathie ist eine auf dem Ähnlichkeitsprinzip fußende, ganzheitliche Heilmethode (Similia similibus curentur oder „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“), die den Patienten in seiner Gesamtheit betrachtet. Jede Krankheit findet so ihre eigene, auf den Patienten abgestimmte Therapieform.