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Nackenverspannung

Nackenverspannungen homöopathisch lösen

Nackenversteifung und Muskelverspannungen im Nacken, auch unter dem Begriff Torticollis bekannt, machen sich durch Schmerzen im Bereich des Halses und Nackens bemerkbar. Beim Baby kann eine solche Nackenversteifung („Schiefhals“) mehrere Ursachen haben, etwa eine schwierige Entbindung durch Beckenendlage/Steißlage, welche die Verwendung der Geburtszange oder sonstigen mechanischen Geburtshilfen erfordert, oder auch eine angeborene Anomalie wie Plagiozephalie (Verformung des Schädels). Auch bei dem Erwachsenen sind die Ursachen für Nackensteifigkeit zahlreich: Immer wieder in diesem Zusammenhang genannt werden falsche Körperhaltung etwa vor dem PC, schlechte Schlafposition, Luftzug… Daneben gibt es noch andere, weniger bekannte Ursachen wie Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion), Nervenentzündungen, Halstumore. Die Behandlung richtet sich jeweils nach der Ursache der Störung.

Torticollis – Leitsymptome

Zumeist manifestiert sich der steife Hals durch eine schmerzhafte Kontraktur, die von Steifigkeit der Nackenmuskulatur begleitet ist. Durch Drehen und Bewegen des Kopfes nimmt der Schmerz weiter zu. Bei dem Säugling ist der kongenitale muskuläre Torticollis (KMT) keine Seltenheit. Die Zwangsfehlstellung bei diesem angeborenen Torticollis wird durch einseitige Kontraktur des Musculus sternocleidomastoideus hervorgerufen, der zu einer Neigung des Kopfes zwingt.

Beim Baby erkennt man den steifen Nacken daran, daß der Kopf dauerhaft zu ein und derselben Seite geneigt ist. Mit der Zeit bewirkt die Fehlhaltung des Kopfes eine Verkürzung bestimmter Muskeln, eine Verformung der Wirbelsäule (Skoliose) und Wachstumsrückstand der zur Neigung gewandten Seite des Gesichts. Auch neigt das Baby dazu, stets nur den Arm einzusetzen, der auf der Seite liegt, zu welcher der Kopf geneigt ist.

Schiefhals – Konstitutionsbehandlung

Abhilfe bei Muskelverspannungen und Schiefhals kann eine Konstitutionsbehandlung mit Rhus toxicodendron C9, Actaea racemosa C9 und Lachnanthes tinctoria C5 schaffen. Die Dosierungsempfehlung lautet auf je 3 Globuli, dreimal täglich zu nehmen. Manchmal sind die Schmerzen derart stark, daß sie unerträglich werden. In einer solchen Situation kann Arnica montana C15 helfen. Zur Linderung der Symptome werden morgens und abends je 3 Globuli genommen. Auch die wechselweise Einnahme von Lachnanthes C5 und Bryonia C9 scheint sich bewährt zu haben, um Nackenschmerzen und Muskelverspannungen im Nacken zu erleichtern. Verschlimmern sich die Schmerzen durch Kälte, ist die Einnahme von Dulcamara C5 zu je 5 Globuli viermal täglich möglich, um die Symptome zu lindern.

Weitere Behandlungsmöglichkeiten der einzelnen Formen

In der Behandlung des spastischen Schiefhalses (Torticollis spasticus) hat sich Natrium muriaticum C9 (dreimal täglich zu nehmen) bewährt. Durch rheumatischen Schiefhals und akuten Schiefhals bedingte Schmerzen und Schwindelanfälle vor allem morgens nach dem Aufstehen finden durch die stündliche Einnahme von Bryonia C4 oder C5 Erleichterung. Feuchtes Klima kann Nackensteifigkeit begünstigen. In diesem Fall wird empfohlen, stündlich Dulcamara C4 bis C7 zu nehmen, um Komplikationen wie Halsentzündungen oder Mandelentzündungen (Pharyngitis, Laryngitis, Angina tonsillaris) zu vermeiden. Bei manchen Patienten erreichen die Schmerzen das Gesicht, deren Muskeln sich krampfartig verziehen. Bei anderen strahlen die Schmerzen zur Wirbelsäule hin aus. Man kann die Symptome in den Griff bekommen, indem man alle Stunde eine Gabe Magnesium phosphoricum C9 bis C15 nimmt.

Bei Schmerzen, die denen des Muskelkaters vergleichbar sind, hat sich folgende, aus ätherischen Ölen selbst zubereitete Tinktur bewährt: 8ml Eukalyptus, 1 ml Pfefferminze und 1ml Gaultheria (Wintergreen Oil, Wintergrün) gut vermischen und damit sechsmal pro Tag die schmerzenden Muskeln einmassieren. Die Zugabe von 3ml Lorbeeröl bringt diesem Hausrezept noch bessere Wirkung.

Wann einen Arzt aufsuchen?

Ein an Nackensteifigkeit leidendes Kind muß unverzüglich einem Mediziner vorgestellt werden. Noch dringlicher wird der Gang zum Arzt, wenn ein Säugling oder Kleinkind bereits an einer Erkältung leidet und plötzlich einen schiefen Hals zeigt. Es besteht die Gefahr einer Hirnhautentzündung! Der unter Muskelverspannungen im Nacken leidende Erwachsene sollte sich zu einem Mediziner begeben, wenn die homöopathische Behandlung nach einer Woche keine Besserung gebracht hat oder wenn der Torticollis wiederkehrend ist. Anzeichen wie Fieber, Schlaflosigkeit, auf die Arme übergreifender Schmerz und Ohrensummen sollten Anlaß geben, sich in eine Arztpraxis zu begeben.

Assoziierte Einzelmittel und Indikationen – “Nackenverspannung”

Assoziierte Einzelmittel

  • Actaea racemosa
  • Lachnanthes tinctoria

Gut zu wissen: Die Einnahme von Actaea racemosa in Assoziation mit Belladonna wirkt durch Wärme und Fehlhaltung ausgelösten Muskelverspannungen im Nacken entgegen. Wird der steife Hals durch feuchte Luft verursacht, kann Rhus toxicodendron in Kombination mit Aconitum napellus helfen.

 

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Bewertung: 4.0 ( 2 Stimmen)
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2 Beiträge zu “Nackenverspannung

  1. Bei mir liegt der Fall andres:
    Bin 70 J alt und habe einen nach vorn geneigten Nacken und dadurch eine schlechte Haltung. Mit den Jahren tendenzielle Verstärkung. Ich habe kaum Schmerzen, kann aber den Kopf schlecht nach links/rechts drehen. Verspannung im Nacken-Schulterbereich vorhanden. Bin körperlich fit, werde aber immer wieder auf meine schlechte Haltung angesprochen.
    Welchen Rat können Sie mir geben?
    Weder Orthopäden noch Heilpraktiker konnten mir bislang helfen.
    MfG
    Jürgen Kröber

  2. Hallo, informieren sie sich mal über die Dorn-Methode. Die kann ihnen sicherlich helfen, wenn sie jemanden finden ,der es gut kann.Probieren sie ruhig verschiedene Anwender aus. Viele Grüße Petra Mettenleiter

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Pathologie und Homöopathie sind zwei fest miteinander verbundene Wissenschaften. Während die medizinische Disziplin "Pathologie" die Lehre von den abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper und deren Ursachen (Krankheitslehre) beschreibt, versteht sich die Homöopathie als eine sanfte Methode zur Heilung von Krankheiten. Die klassische Homöopathie ist eine auf dem Ähnlichkeitsprinzip fußende, ganzheitliche Heilmethode (Similia similibus curentur oder „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“), die den Patienten in seiner Gesamtheit betrachtet. Jede Krankheit findet so ihre eigene, auf den Patienten abgestimmte Therapieform.