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Raynaud-Syndrom (Morbus Raynaud)

Morbus Raynaud homöopathisch behandeln

Das Raynaud-Syndrom, auch als Morbus Raynaud, Reill’scher Finger, Digitus mortuus oder Leichenfinger bezeichnet, ist eine Gefäßerkrankung, bei der es aufgrund von Durchblutungsstörungen zu einer weißlichen Verfärbung der Finger oder Zehen kommt. Es wird in eine primäre und sekundäre Form der auch als Weißfingerkrankheit bekannten Raynaud-Krankheit unterschieden, die sich beide hinsichtlich ihrer Symptome ähneln, aber unterschiedliche Ursachen haben. Von primärem Raynaud-Syndrom wird gesprochen, wenn die Symptome durch Kälteexposition oder psychische Belastung ausgelöst werden und sich im Zusammenhang mit Kälte verschlimmern, ohne daß eine erkennbare Grunderkrankung vorliegt. Das sekundäre Raynaud-Syndrom oder Raynaud-Phänomen dagegen ist der Ausdruck einer bestehenden Erkrankung. Auslöser ist in den meisten Fällen eine Bindegewebsverhärtung der Haut (Sklerodermie), aber auch Arteriosklerose, Vergiftungen, Nebenwirkungen von Medikamenten durch intensive Arbeit mit den Fingern ausgelöste Verletzungen (Traumata) sind in Betracht zu ziehen.

Das Raynaud-Syndrom – Symptome

Das Raynaud-Syndrom bezeichnet Durchblutungsstörungen und führt zu einem vasospastischen Syndrom. Finger und Füße sind wie eingeschlafen, manchmal wie abgestorben und führen zu anfallsweisem Hinken. Die betroffenen Zonen – die Finger, die Zehen, gelegentlich auch die Ohren – sind mit Blut und Sauerstoff unterversorgt. Diese Bereiche können sich durch Unterversorgung mit Sauerstoff (Hypoxie) blau verfärben (dieses Phänomen wird als Zyanose oder vasomotorische Akroasphyxie bezeichnet), durch Minderdurchblutung kann die Haut blaß und weiß werden (akrale Ischämie). Während sich die Haut äußerlich kalt anfühlt, scheint die betroffene Zone innerlich erwärmt, sie kann schmerzen oder ganz im Gegenteil taub und gefühllos werden. Bei der Raynaud-Krankheit sind Finger, Zehen, Ohren, manchmal auch die Brustwarzen gerötet, kribbeln und bereiten pochende Schmerzen. Typisch bei Morbus Raynaud ist das sogenannte Tricolore-Phänomen: die Haut wird weiß, blau, rot. Besteht die Krankheit seit längerer Zeit, können Sekundärschädigungen der Gefäßwände die Folge sein und zu Nekrosen und Gangrän führen.

Homöopathische Heilmittel gegen das Raynaud-Syndrom

Das homöopathische Referenzheilmittel in der Behandlung des Raynaud-Syndroms ist Secale cornutum C5. Dieses Heilmittel ist bei Durchblutungsstörungen wirksam und hilft bei Erfrierungen im Gesicht sowie an Händen und Füßen. Es verschafft bei Kältegefühl Erleichterung und nimmt unter Umständen von Krämpfen begleitete Taubheit. Das Homöopathikum Secale cornutum C5 sollte 4 Monate lang morgens und abends (je 5 Globuli) genommen werden. Die Kügelchen außerhalb der Mahlzeiten nehmen und unter der Zunge schmelzen lassen. Auch dem an Zyanosen leidenden Säugling oder Kleinkind kann das homöopathische Mittel Secale cornutum helfen. Ihm läßt sich das Mittel am besten geben, indem man es in ein wenig Wasser auflöst und mit dem Trinkfläschchen verabreicht. Secale cornutum kann auch im Wechsel mit Camphora C5 und Sepia officinalis verschrieben werden. Beide Mittel werden dreimal täglich abwechselnd zu je 3 Globuli genommen.

Es gibt noch weitere homöopathische Heilmittel, um das Raynaud-Syndrom zu behandeln. Zum Beispiel ist die Einnahme zweimal täglich von je 4 Globuli Pulsatilla pratensis C5 wirksam bei winterlichen Erfrierungserscheinungen. Lachesis mutus wird als Mittel gegen blaue Flecke empfohlen, Carbo vegetabilis soll bei Zyanose der Finger besonders gut helfen.

Wann einen Arzt aufsuchen?

Rücksprache mit einem Arzt ist grundsätzlich dann sinnvoll, wenn im Zusammenhang mit dem Raynaud-Syndrom Symptome wie Verfärbung der Fingerspitzen, Taubheitsgefühl oder Kribbeln auftreten. Nur der Mediziner ist in der Lage, die genaue Ursache der Symptome zu erkennen und dementsprechend Behandlungswege vorzuschlagen. In seiner Diagnose muß er verschiedene Parameter berücksichtigen, darunter die Krankengeschichte des Patienten, bestehende Grunderkrankungen, erbliche Veranlagung usw. Auch der Beruf des Patienten kann die diagnostizierten Symptome beeinflussen. Der Arzt muß genau in Erfahrung bringen bzw. wissen, was die Gesundheit seines Patienten beeinträchtigen könnte. Nur so wird er mit Gewißheit feststellen können, ob eine primäre oder sekundäre Raynaud-Krankheit vorliegt.

Assoziierte Einzelmittel und Indikationen – “Morbus Raynaud”

Assoziierte Einzelmittel

  • Agaricus muscarius
  • Pulsatilla pratensis
  • Secale cornutum

Gut zu wissen: Secale cornutum ist dank der Wirkung seines Inhaltsstoffes Ergotamin wirksam in der Behandlung der Begleiterscheinungen des Raynaud-Syndroms.

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2 Beiträge zu “Raynaud-Syndrom (Morbus Raynaud)

  1. Hallo,

    kann mir jemand sagen, mit welchem alternativen Mittel die scheußlich wehtuenden Nekrosen an den Fingern zu behandeln gehen?

    Über eine Antwort bin ich sehr dankbar.

    Viele Grüße
    Heike Dreßler

  2. Guten Tag,
    immer, wenn ich von dieser Erkrankung lese, tut es mir so leid, dass wohl kaum einer die Biochemie nach Dr. Schüssler kennt. Nach meiner Erfahrung bewirkt die Gabe von Nr. 11 Silicea (D6 oder D12) eine sofortige Besserung. Mir sind auch schon die Finger und Füße bei feuchtem, kaltem Wetter abgestorben, manchmal passiert es auch im Sommer, dass ich weiße Finger bekomme, aber dank Silicea erledigt sich das ganz schnell. Als Kur kann man auch mal Silicea höher dosiert einnehmen, denn der Körper braucht regelmäßig Kieselerde für seine reinigenden und stabilisierenden Prozesse.

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Pathologie und Homöopathie sind zwei fest miteinander verbundene Wissenschaften. Während die medizinische Disziplin "Pathologie" die Lehre von den abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper und deren Ursachen (Krankheitslehre) beschreibt, versteht sich die Homöopathie als eine sanfte Methode zur Heilung von Krankheiten. Die klassische Homöopathie ist eine auf dem Ähnlichkeitsprinzip fußende, ganzheitliche Heilmethode (Similia similibus curentur oder „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“), die den Patienten in seiner Gesamtheit betrachtet. Jede Krankheit findet so ihre eigene, auf den Patienten abgestimmte Therapieform.