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Amenorrhoe

Welche homöopathischen Mittel helfen bei Amenorrhoe?

Der medizinische Begriff Amenorrhoe bezeichnet die ausbleibende Regelblutung bei der Frau im gebärfähigen Alter. Bevor man die homöopathische Behandlung dieses Phänomens in Erwägung zieht, sollte man die Ursachen seiner Menstruationsstörungen ermitteln. Die Amenorrhoe kann verschiedene Ursachen haben, sie kann, muß aber nicht pathologischer (krankhafter) Natur sein. In der Schwangerschaft und in der Stillperiode beispielsweise ist das Ausbleiben der Monatsblutung ein völlig natürlicher Zustand. Nach dem Absetzen der Pille oder der Dreimonatsspritze kann es durch die Hormonumstellung zu der sogenannten Post-Pill-Amenorrhoe kommen, was nicht zwangsläufig ein Grund zur Beunruhigung ist. Außergewöhnliche psychische und körperliche Belastung, Leistungssport, Magersucht, hormonproduzierende Tumore im Eierstock sind nur einige wenige Auslöser einer Amenorrhoe. Homöopathische Heilmittel haben nicht in allen Fällen die gewünschte Wirkung.

Die Amenorrhoe – Symptome

Aus gynäkologischer Sicht werden zwei Formen der Amenorrhoe unterschieden: die primäre und die sekundäre Form. Von einer primären Amenorrhoe spricht der Mediziner, wenn sich bei der jungen Frau um das 16. Lebensjahr herum noch immer keine Menstruation eingestellt hat, obwohl alle Zeichen der Geschlechtsreife vorhanden sind, oder wenn organische Anomalien und Störungen vorliegen. Unter der sekundären Amenorrhoe versteht man das plötzliche Ausbleiben der Regelblutung seit mindestens sechs Monaten insbesondere durch psychische oder körperliche Belastung.

Behandlung der primären Amenorrhoe

Eine homöopathische Behandlung der primären Amenorrhoe bei geschlechtsreifen Mädchen kann nur in Erwägung gezogen werden, wenn sie das 16. Lebensjahr vollendet haben und ihr klinischer Befund auf eine pubertäre Verzögerung schließt. Patientinnen mit einem deutlichen geistigen Rückstand kann Barium carbonicum helfen. Liegt eine Depression oder Anorexia nervosa (mentalis), umgangssprachlich Magersucht, vor, hat sich Cyclamen besser bewährt. Pulsatilla pratensis paßt sehr gut zu jungen Frauen mit Hypovarismus, also der verminderten endokrinen Ovarienfunktion. Graphites wird nur verschrieben, wenn nässende dermatologische Erkrankungen zum Ausbleiben der Regelblutung führen, Natrium muriaticum (C30) wird nur dann verordnet, wenn Streß der Auslöser ist. Globuli sollte man übrigens möglichst unter die Zunge legen und dort schmelzen lassen. So können sie allmählich über die Mundschleimhaut aufgenommen werden, was ihre Wirkung optimiert. Bei Verordnung des korrekten Mittels genügt in der klassischen Homöopathie normalerweise die tägliche Einnahme in einer Einzelgabe (fünf Streukügelchen bzw. Globuli), um schnelle Heilwirkung zu bringen.

Behandlung der sekundären Amenorrhoe

Die Homöopathie kann sekundäre Amenorrhoe nur dann behandeln, wenn sie auf eine Fehlfunktion der hormonproduzierenden Drüsen wie z. B. der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) oder der Nebenniere zurückzuführen ist, wenn es zum Beispiel zu einer Über- oder Unterproduktion des follikel-stimulierenden Hormons (FSH) und Lutropins (LH) oder zu mangelnder Produktion des Gelbkörperhormons Progesteron kommt. Wird zuviel FSH ausgeschüttet, stellt sich häufig ein hartnäckiges prämenstruelles Syndrom (PMS) ein. In diesem Fall kann man mit Folliculinum (C9, C15 oder 30) therapieren. Mangelnde FSH-Produktion ist in der Regel psychisch bedingt. Sind Kummer und Enttäuschungen Auslöser der Störung, wirkt Ignatia amara  am besten. Bei psychischen Belastungen, die Streß auslösen und zu Beschwerden auf hormoneller Ebene, zu Amenorrhoe und krampfartigen Bauchschmerzen führen, findet die Patientin in Actaea racemosa geeignete Hilfe. Chamomilla schließlich wird eher bei nervöser Unruhe und Instabilität. Staphisagria gilt als das richtige Mittel bei Neigung zu Wut Impulsausbrüchen gepaart mit Blasenschmerz bzw. Zystalgie, Colocynthis wird vor allem bei Bauch- oder Gebärmutterschmerzen eingesetzt.

Ist der Gelbkörperspiegel zu niedrig, kann Luteinum C4 stimulierend wirken. Es gibt aber noch andere Homöopathika, die sich positiv auf die Gelbkörperproduktion und damit die Fruchtbarkeit auswirken können. Setzt die Menstruation nach einem kalten Bad oder durch einen großen Schreck plötzlich aus, wirkt Aconitum napellus in Einzelgaben besser. Am ersten Tag nimmt man dieses Mittel in der Potenz C9, am zweiten Tag in der Potenz C15 und am dritten Tag in der Potenz C30

Wann einen Arzt aufsuchen?

Man sollte seinen behandelnden Hausarzt oder Gynäkologen aufsuchen, wenn das Ausbleiben der Regelblutung nicht auf Schwangerschaft, Stillperiode oder Wechseljahre zurückgeführt werden kann. Keinen Grund zur Aufregung haben im Prinzip junge Mädchen unter 16 Jahren, bei denen eine primäre Amenorrhoe diagnostiziert ist. Es sollte dem Ausbleiben der Menses allerdings auf den Grund gegangen werden, wenn in diesem Alter ein sichtbarer Rückstand ihrer Geschlechtsreife festgestellt werden kann. Die junge Frau über 16 Jahre, bei der die Menarche, die erste Regelblutung in der Pubertät, noch nicht aufgetreten ist, sollte sich grundsätzlich nicht scheuen, einen Arzt aufzusuchen. Gleiches gilt für die Frau mit sekundärer Amenorrhoe. Nur ein Arzt wird ihr helfen können, die Ursache ihrer Störung zu ermitteln und dann eine korrekte Therapie in Gang zu setzen.

Assoziierte Einzelmittel und Indikationen – “Amenorrhoe”

Assoziierte Einzelmittel

  • Aconitum napellus
  • Lachesis mutus
  • Natrium muriaticum
  • Senecio aureus

Indikationen

 

Gut zu wissen: Die homöopathische Behandlung der Amenorrhoe ist vor allem dann wirksam, wenn die Störung emotionell bedingt ist. In einem solchen Fall wirken die geeigneten Heilmittel ebenfalls auf Psyche und Geist.

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Pathologie und Homöopathie sind zwei fest miteinander verbundene Wissenschaften. Während die medizinische Disziplin "Pathologie" die Lehre von den abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper und deren Ursachen (Krankheitslehre) beschreibt, versteht sich die Homöopathie als eine sanfte Methode zur Heilung von Krankheiten. Die klassische Homöopathie ist eine auf dem Ähnlichkeitsprinzip fußende, ganzheitliche Heilmethode (Similia similibus curentur oder „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“), die den Patienten in seiner Gesamtheit betrachtet. Jede Krankheit findet so ihre eigene, auf den Patienten abgestimmte Therapieform.