Retrouvez-nous
Homéopathie Facebook Homéopathie Twitter
Werbung

Menstruationsschmerz

Regelschmerz homöopathisch lindern

Menstruationsschmerzen werden in der Fachsprache Dysmenorrhoe genannt. Der Begriff kommt aus dem Griechischen/Neulateinischen (dys = gestört, men = der Monat und rhoe?= der Fluß) und bezeichnet demnach eine gestörte und schmerzhafte Monatsblutung. Die Betroffene leidet dabei unter krampfartigen Schmerzen im Unterleib, die von der Gebärmutter ausgehen. Schmerzauslöser sind Prostaglandine nach der Follikelreifung (Eisprung), die bei der Abstoßung der mit Blut vermischten Gebärmutterschleimhaut Kontraktionen der Gebärmuttermuskulatur bewirken. Dadurch erfährt die Gebärmutter kurz vor und während der Regeln eine schlechtere Durchblutung, die sich für die Betroffene in Schmerzen, sogenannten Regelschmerzen, äußern. Aus medizinischer Sicht werden zwei Formen von Menstruations- bzw. Regelschmerzen unterschieden: Primäre Regelschmerzen und sekundäre Regelschmerzen. Der primäre Regelschmerz bezeichnet mehr oder weniger starke Schmerzen im Unterbauch, die kurz vor Beginn der Regelblutung einsetzen und zwei oder drei Tage nach Einsetzen der Blutungen von alleine verschwinden. Eine organische Ursache liegt hierfür nicht vor. Bei besonders starken Beschwerden, die allmonatlich wiederkehren, spricht man auch von einem prämenstruellen Syndrom (PMS). Bei dem sekundären Regelschmerz sind die Symptome entsprechend, dagegen sind aber organische Erkrankungen erkennbar und die Schmerzen dauern häufig über das Ende der Regelblutung hinaus an. Damit Frauen und vor allem junge Mädchen, die unter Menstruationsbeschwerden leiden, mit diesem Umstand besser zurechtkommen, ist eine korrekte Behandlung wichtig. Homöopathische Heilmittel können den Betroffenen sehr gut helfen, ihre Menstruation, auch Regelblutung, Menses, Zyklus, Tage oder Periode genannt, besser zu erleben.

Menstruationsschmerzen und ihre Symptome

Wenn die Regelblutung von Menstruationsschmerzen und Schmerzen unterschiedlichen Schweregrades gekennzeichnet ist, spricht man von Dysmenorrhoe. In den meisten Fällen legt sich der Schmerz auf die Unterbauchregion. Je nachdem, wie stark sich die Muskulatur der Gebärmutterwände zusammenzieht, können die Schmerzen bis in die Oberschenkel, die Hüften, den Rücken und den Lendenwirbelbereich reichen. In manchen Fällen machen sich bereits einige Tage vor Beginn der Periode krampfartige Schmerzen bemerkbar, die mit fortschreitender Blutung zunehmen, bis die Gebärmutter Menstruationsblut, Sekrete und alle Reste der Gebärmutterschleimhaut abgestoßen hat. Gelegentlich paaren sich Menstruationsschmerzen und unregelmäßige Regelblutung mit Übelkeit, Kopfschmerzen, Erbrechen, Durchfall, extremer Müdigkeit und Unwohlsein. Bestehen diese Symptome über die Menstruation hinaus, sind sie unter Umständen nur Begleiterscheinungen einer tieferliegenden Erkrankung, der organische Ursachen zugrunde liegen.

Behandlung von Menstruationsschmerzen

Als Faustregel bei der Behandlung von Menstruationsschmerzen und Dysmenorrhoe gelten täglich fünf Globuli oder Tropfen oder eine Tablette eines homöopathischen Mittels, bis die Symptome abgeklungen sind. Liegen primäre Menstruationsschmerzen vor, bei denen die Betroffene ein Spannungsgefühl in den Brüsten plagt, ist die Einnahme eines Kombipräparats sinnvoll. Sind die Regelschmerzen krampfartig und derart stark, daß sich die Betroffene unter ihnen krümmt, sollte sie abwechselnd zu Magnesium phosphoricum C9 und Colocynthis C15 greifen. Strahlt der Schmerz über das Kreuzbein bis in die Oberschenkel, treten dazu plötzliche Schwindelanfälle auf, dann ist Lilium tigrinum C5 das am ehesten geeignete Mittel. Manifestieren sich die Beschwerden nicht nur in starken Schmerzen, sondern darüber hinaus auch in Weißfluß und Entzündungen der Brustwarzen, nimmt die Betroffene am besten Chamomilla vulgaris, die es als Kügelchen und Tropfen gibt. Bei Krämpfen und Schmerzen in der Lendenwirbelgegend sollte man zu Methysergid greifen, eine Substanz, die aus Mutterkorn gewonnen wird. Auf dem deutschen Markt ist dieses Medikament nicht mehr erhältlich, es kann aber über eine internationale Apotheke im europäischen Ausland bezogen werden. Sind die Schmerzen dagegen eher mit Gebärmutterkontraktionen vergleichbar, wie sie während der Entbindung ohne Periduralanästhesie beschrieben werden, hilft Caulophyllum thalictroides C9 am besten. Läßt der Schmerz nach, sobald die Betroffene leichten Druck auf den Bauch ausübt, dann ist Bryonia am wirksamsten. Bei anhaltender Ermüdung wird ihr Rubra am ehesten helfen. Und wenn die Menstruationsflüssigkeit in dem Maße zunimmt wie der Schmerz stärker wird, sollte sie zu Actaea racemosa C9 greifen. Bei dunkelrotem Blut wird Juniperus sabina empfohlen, ist es fast schwarz, dann ist Sepia besser. Ohne spezifischere Benennung der Symptome schließlich bieten sich als weitere homöopathische Hilfsmittel bei Menstruationsbeschwerden Nux vomica, Sepia LM 25 (oder Q 25) und Helonias an.

Wann einen Arzt aufsuchen?

Bei Frauen, die bereits mindestens einmal entbunden haben sowie bei reiferen Frauen, bei denen die Regelblutung bereits seit mehreren Jahren präsent ist, dürfte die Menstruationsblutung im Prinzip keine größeren Beschwerden mehr hervorrufen. Werden sie dennoch regelmäßig von starken Menstruationsschmerzen geplagt, sollten sie frauenärztlich kontrollieren lassen, ob nicht eine organische Ursache vorliegt. Verschwinden die Unterleibschmerzen trotz Einnahme homöopathischer Heilmittel nicht, stehen schmerzende Regeln im Zusammenhang mit Fieber, Ausfluß aus der Scheide, Menorrhagie oder Metrorrhagie, sollte man die Ursache vom Arzt klären lassen.

 

Assoziierte Einzelmittel und Indikationen – “Menstruationsschmerz”

Assoziierte Einzelmittel

  • Actaea racemosa
  • Bromum
  • Cactus grandiflorus
  • Caulophyllum thalictroides
  • Chamomilla vulgaris
  • Cocculus indicus
  • Colocynthis
  • Dioscorea villosa
  • Erigeron canadensis
  • Lachesis muta, mutus
  • Lilium tigrinum
  • Magnesium carbonicum
  • Magnesium muriaticum
  • Magnesium phosphoricum
  • Murex purpurea
  • Pareira brava
  • Platinum metallicum
  • Juniperus sabina
  • Sepia officinalis
  • Trillium pendulum
  • Tuberculinum
  • Veratrum album
  • Viburnum opulus
  • Zincum metallicum

Indikationen

  • Amenorrhoe, Regelblutung (ausbleibende)
  • Mittelschmerz
  • Prämenstruelles Syndrom (PMS)

 

Gut zu wissen: Homöopathische Heilmittel ermöglichen nicht nur die erfolgreiche Behandlung von Menstruationsschmerzen (Dysmenorrhoe), sondern helfen der Frau auch, Angst und Nervosität, die häufige Begleitsymptome der Menstruationsblutung sind, zu besiegen.

 

 

VN:F [1.9.11_1134]
Bewertung: 3.2 ( 39 Stimmen)
Menstruationsschmerz, 3.2 out of 5 based on 39 ratings

2 Beiträge zu “Menstruationsschmerz

  1. Pingback: Homöopathikum Jupinerus sabina, Sadebaum, Giftwacholder | Homöopathiewelt

  2. Pingback: Lilium tigrinum, Tigerlilie, Arznei der Klassischen Homöopathie | Homöopathiewelt

Eine Antwort abgeben

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht Pflichtfelder sind mit * markiert.

*

Sie können folgende HTML-Tags und Attribute benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Pollenfluganzeige
Pollenflugkalender
Werbung
Aktuelle Kommentare
Copyright © 2011 - 2014 Homöopathie - Alle Rechte vorbehalten | Linkpartner | Impressum - Kontakt
Pathologie und Homöopathie sind zwei fest miteinander verbundene Wissenschaften. Während die medizinische Disziplin "Pathologie" die Lehre von den abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper und deren Ursachen (Krankheitslehre) beschreibt, versteht sich die Homöopathie als eine sanfte Methode zur Heilung von Krankheiten. Die klassische Homöopathie ist eine auf dem Ähnlichkeitsprinzip fußende, ganzheitliche Heilmethode (Similia similibus curentur oder „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“), die den Patienten in seiner Gesamtheit betrachtet. Jede Krankheit findet so ihre eigene, auf den Patienten abgestimmte Therapieform.