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Kopfschmerz, Cephalgie

Homöopathische Therapie bei Kopfschmerz und Migräne

Jeder von uns hat in seinem Leben schon irgendwann einmal unter Kopfschmerz gelitten, einem Zustand, der sich in unangenehm stechendem, drückendem oder ziehendem Schmerz im gesamten Kopf oder in Teilen des Kopfes bemerkbar macht. Der Schmerz kann diffus sein oder an einer ganz bestimmten Stelle empfunden werden, anfallartig auftreten oder ganz im Gegenteil an Intensität zunehmen, bis er zuweilen fast unerträglich wird. In der Regel breitet sich das Schmerzgefühl aus und nimmt zu, sobald der Betroffene bestimmten begünstigenden Faktoren ausgesetzt ist, wie z. B. Licht, Lärm, Hitze oder Kälte. In den meisten Fällen wird der Schmerz von selbst wieder verschwinden und nach einigen Stunden nicht mehr spürbar sein. Es kann aber auch passieren, daß er wiederholt auftritt. Bei Kopfschmerz (andere Bezeichnungen: Cephalgie, Kephalgie, Kephalalgie, Zephalgie, Cephalaea), der mehrmals im Monat auftritt, spricht man von chronischem Kopfschmerz.

Auslöser von Kopfschmerz und Migräne sind in den allermeisten Fällen ganz banale Faktoren. So kann Kopfschmerz die Folge von seelischer Erregung sein oder auf Veränderungen im Alltag zurückgehen. Emotionaler oder beruflicher Stress wird als Hauptursache für Kopfschmerzen vermutet, weitere auslösende Faktoren können z. B. lang anhaltende intellektuelle Tätigkeit, Verdauungsstörungen oder auch plötzliche Wetterumschwünge sein. Bei Frauen treten Kopfschmerzen ganz besonders häufig einige Stunden vor der Menstruation auf und kündigen so die bevorstehenden Regeln an. In einzelnen Fällen können Entzündungen und sich ankündigende oder unterschwellig vorhandene Erkrankungen die Ursache sein, so etwa eine Sinusitis oder auch ein Glaukom.

Die moderne Ursachenforschung zeigt, daß Serotonin eine Schlüsselrolle bei der Entstehung von Cephalgien spielt. Zur Signalübermittlung an das zentrale Nervensystem schütten die Nervenzellen Serotonin als Botenstoff aus und aktivieren damit Schmerzrezeptoren des Nervus trigeminus, der zu den Hirnnerven gehört, und durch seine Teilung in Augenast, Oberkieferast und Unterkieferast weite Teile des Kopfes erreicht. Kopfschmerzen verlaufen in der Regel harmlos. Es gibt aber auch solche Kopfschmerzattacken, die durch relativ ernste Pathologien hervorgerufen werden und somit ärztliche Behandlung erfordern. Treten Kopfschmerzen und Migräne häufig auf und sind von anderen Symptomen begleitet, sollte man erwägen eine weiterführende ärztliche Diagnose stellen zu lassen, um die genaue Ursache der Beschwerden zu ermitteln. Um die systematische Einnahme von Analgetika und Schmerzmitteln zu vermeiden, kann man sich der Homöopathie zuwenden. Die homöopathische Behandlung von Kopfschmerz ist weniger eine symptomatische denn vielmehr kausale Therapie und bewirkt somit spürbar größere Erleichterung.

Symptome

Abgesehen von den anhaltenden stereotypen Schmerzattacken sind die Symptome von Kopfschmerz und Migräne so unterschiedlich wie der Mensch selbst. In manchen Fällen verspürt der Betroffene einen pochenden und pulsierenden Schmerz, in diesem Fall liegt dem Kopfschmerz eine vorübergehende und plötzliche Erweiterung der Blutgefäße im Hirngewebe vor. Bei den vasomotorischen Kopfschmerzen kann man häufig eine Rötung über das ganze Gesicht sowie ein Kribbeln und Brennen in den Wangen und Ohren beobachten. Bei prämenstruellen Kopfschmerzen ist der Schmerz eher anschwellend und mit einem Gefühl des platzenden Schädels sowie mit Ziehen in den Brüsten verbunden. Liegt dem Kopfschmerz geistige Überanstrengung zugrunde, können Begleiterscheinungen wie Ernährungsstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten auftreten. Kopfschmerzen und Migräne können ebenfalls durch mehr oder minder starken Schmerz und Druck in den und um die Augen sowie an Kieferknochen und Stirnhöhle und Schläfe begleitet sein.

Behandlung von vasomotorischem Kopfschmerz (Migräne)

Vasomotorischer Kopfschmerz ist in unserer Zivilisation eine der häufigsten Formen von Kopfschmerz. Für eine möglichst erfolgreiche Behandlung sollte die Therapie möglichst früh, ab dem Auftreten der ersten Symptome, begonnen werden, damit sich der Schmerz nicht weiter ausbreitet und verschlimmert. Handelt es sich um pulsierenden, aber leicht erträglichen Schmerz, genügt eine einmalige Gabe Belladonna C5. Ist der Schmerz dagegen besonders heftig und nur schwer zu ertragen, ist eine häufigere Frequenz der einzelnen Gaben empfehlenswert. Es bietet sich eine stündliche Frequenz an, bis die Symptome nachlassen. Läßt der Schmerz als solcher bei dem liegenden Patienten nach, bleibt aber ein Druck im schmerzenden Bereich, helfen 5 Globs. Bryonia alba C5, die gegebenenfalls auch stündlich eingenommen werden können. Ist der Kopfschmerz schließlich von Kribbeln und Brennen an Wangen und Ohren begleitet, sollte der Betroffene sooft wie nötig 5 Globs. Sanguinaria canadensis C7 nehmen. Die homöopathische Behandlung vasomotorischen Kopfschmerzes befürwortet je nach Situation manchmal auch Mittel auf Basis von Apis mellifera, Cactus grandiflorus, Cedron, Coffea cruda, Glonoinum sowie Secale cornutum.

Behandlung von Kopfschmerz in Verbindung mit Verdauungsproblemen

Kopfschmerz, der im Zusammenhang mit Verdauungsstörungen ausgelöst wird, läßt sich mit Nux vomica behandeln, das insbesondere bei Magen- und Darmstörungen indiziert ist. Solange der Schmerz anhält, nimmt der Betroffene stündlich 5 Globs. Nux vomica C9. Die Behandlung kann je nach Symptomen unterschiedlich ausfallen. In der Regel verschriebene Präparate enthalten Cyclamen europaeum, Iris versicolor, Lycopodium clavatum und Sepia officinalis.

Behandlung von zyklusabhängigem und prämenstruellem Kopfschmerz

Bei dieser Art des Kopfschmerzes, die mit dem prämenstruellen Syndrom zusammenhängt, empfiehlt sich die Einnahme solcher Mittel, wie sie bei gynäkologischen Beschwerden indiziert sind. Bei Kopfschmerz, welcher der Menstruation vorausgeht und bei dem man durch die anschwellenden Blutgefäße in der Gewebeschicht, die das Gehirn umhüllt, das Gefühl hat, es würde einem der Schädel platzen, nimmt man dreimal täglich 5 Globs. Bovista gigantea, bis der Schmerz schließlich verschwunden ist. Ist der Kopfschmerz von ziehenden Schmerzen in den Brüsten begleitet, sollte man vielmehr 5 Globs. Asterias rubens C5 nehmen, bis der Schmerz und das unangenehme Gefühl deutlich nachgelassen haben. Läßt der Kopfschmerz gemeinhin mit der beginnenden Regelblutung nach, können bis zum Verschwinden der Attacke dreimal täglich 5 Globs. Lachesis mutus C9 genommen werden. Tritt der Kopfschmerz schließlich parallel zu der Regelblutung ein, ist die stündliche Einnahme von 5 Globs. Actaea racemosa C9 notwendig, um den Schmerz wirksam zu lindern.

Behandlung von Kopfschmerz bei Leistungsdruck und Überforderung

Die Behandlung von Kopfschmerz in Verbindung mit geistiger Überanstrengung erstreckt sich in der Regel über zwei Wochen. Zeigt sich dabei, daß die Symptome nicht vollständig abgeklungen sind, kann die Behandlung für mehr Erfolg um die entsprechende Dauer verlängert werden. Sind die durch Überanstrengung ausgelösten Symptome mit Eßstörungen verbunden, empfiehlt sich die Einnahme von 5 Globs. Anacardium orientale C9, zweimal täglich und dies zwei Wochen lang. Fällt es dem Betroffenen schwer sich zu konzentrieren und Gelerntes in Erinnerung zu behalten, sollte er vielmehr zwei Wochen lang zweimal täglich 5 Globs. Kalium phosphoricum C15 CH nehmen. Bei rezidivierenden Kopfschmerzen erfolgt die Therapie zumeist mit Mitteln auf Basis von Calcium phosphorica, Phosphoricum acidum und Silicea.

Behandlung von Kopfschmerz in Verbindung mit Sehstörungen

Gehen die Kopfschmerzen mit Druck und Schmerzen in den und um die Augen sowie Sehstörungen einher, verspricht die täglich dreimalige Einnahme von 5 Globs. Paris quadrifolia Besserung. Periodisch auftretender Kopfschmerz läßt sich sehr gut mit Präparaten auf Basis von Gelsemium sempervirens, Secale cornutum und Tuberculinum lindern.

Behandlung von Kopfschmerz in Verbindung mit Angstzuständen

Kopfschmerz, der mit Angstattacken verbunden ist, muß mit Argentum nitricum und Ignatia amara behandelt werden. Sind die Angstzustände häufiger von Krämpfen begleitet, sollte der Betroffene zweimal täglich je 5 Globs. Ignatia amara C9 nehmen. In allen anderen Fällen kann man den Schmerz mit der zweimal täglich erfolgenden Einnahme von einer Gabe Argentum nitricum C9 lindern.

Behandlung von Kopfschmerz nach einer PDA (Periduralanästhesie)

Nach einer Periduralanästhesie passiert es manchmal, daß der frisch operierte Patient mehr oder weniger heftige Kopfschmerzen verspürt, die zumeist nach wenigen Tagen dauerhaft verschwinden. Ist die postoperative Therapie als solche bereits umfangreicher, kann es sich als sinnvoll erweisen, die Schmerzen mit homöopathischen Mitteln zu lindern, ohne den Körper zusätzlich zu ermüden. In diesem Fall kann man dreimal täglich je 5 Globs. Bryonia alba C7 und Hypericum perforatum C5 oder alternativ dreimal täglich 5 Globs. Natrium sulphuricum C15 nehmen.

Wann einen Arzt aufsuchen?

Tritt der Kopfschmerz periodisch auf und hält er sich trotz aller Behandlungsformen hartnäckig, sollte man unbedingt einen Arzt konsultieren. Kopfschmerz, der darüber hinaus besonders schwer und von wiederholter Übelkeit und Erbrechen, Schwindel, steifem Nacken und Seh- oder Hörbeschwerden begleitet ist, erfordert eine gründliche ärztliche Untersuchung, um den tatsächlichen Ursachen auf den Grund zu gehen.

 

Assoziierte Einzelmittel und Indikationen – “Kopfschmerz”

Assoziierte Einzelmittel

  • Actaea racemosa
  • Anacardium orientale
  • Apis mellifica
  • Argentum nitricum
  • Asterias rubens
  • Belladonna
  • Bovista
  • Bryonia alba
  • Cactus grandiflorus
  • Calcarea phosphorica
  • Cedron
  • Coffea cruda
  • Cyclamen europaeum
  • Gelsemium sempervirens
  • Glonoinum
  • Hypericum perforatum
  • Ignatia amara
  • Iris versicolor
  • Kalium phosphoricum
  • Lachesis mutus
  • Lycopodium clavatum
  • Natrium sulphuricum
  • Nux vomica
  • Paris quadrifolia
  • Phosphoricum acidum
  • Sanguinaria canadensis
  • Secale cornutum
  • Sepia officinalis
  • Silicea
  • Tuberculinum

Indikationen

 

Gut zu wissen: Bei extrem starken Kopfschmerzen werden hohe Schmerzmitteldosen erforderlich, um den Schmerz schneller abschwellen zu lassen. Durch Kombination von Analgetika mit bestimmten homöopathischen Mitteln bei der Behandlung von Kopfschmerzattacken kann man die einzelnen Medikamentengaben um die Hälfte reduzieren und erzielt dennoch eine vergleichbare therapeutische Wirkung.

 

 

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Pathologie und Homöopathie sind zwei fest miteinander verbundene Wissenschaften. Während die medizinische Disziplin "Pathologie" die Lehre von den abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper und deren Ursachen (Krankheitslehre) beschreibt, versteht sich die Homöopathie als eine sanfte Methode zur Heilung von Krankheiten. Die klassische Homöopathie ist eine auf dem Ähnlichkeitsprinzip fußende, ganzheitliche Heilmethode (Similia similibus curentur oder „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“), die den Patienten in seiner Gesamtheit betrachtet. Jede Krankheit findet so ihre eigene, auf den Patienten abgestimmte Therapieform.