Retrouvez-nous
Homéopathie Facebook Homéopathie Twitter
Werbung

Kehlkopfentzündung, Laryngitis

Kehlkopfentzündung homöopathisch behandeln

Die Kehlkopfentzündung, vom Mediziner Laryngitis genannt, äußert sich in einer Entzündung des Kehlkopfs (Larynx) und seiner Schleimhaut. Dadurch, daß bei dieser Krankheit auch die Stimmbänder (Ligamenta vocalia) in Mitleidenschaft gezogen werden, kommt es häufig zu einer Heiserkeit, bei besonders stark geschwollenen Stimmlippen manchmal auch zu Atemnot. Die Kehlkopfentzündung oder Laryngitis ist zumeist viralen Ursprungs, sie kann aber auch durch Bakterien oder Allergien ausgelöst werden. Plötzliche Temperaturveränderungen, durch Klimaanlagen aufbereitete Luft, feucht-nasse Kälte, verrauchte Räume können ebenfalls für die Entstehung einer solchen Entzündung der Kehlkopfschleimhaut verantwortlich sein. Auslöser der Erkrankung können im übrigen grundsätzlich alle die Umgebungsluft beeinträchtigenden exogenen Faktoren sein. Dazu gehören in erster Linie Luftverunreinigung und Smog, Rauch und Staub. Der Konsum von Alkohol und Tabak kann die Symptome der Kehlkopfentzündung noch verschlimmern.

Besonders anfällig für die Laryngitis sind Kinder zwischen einem Jahr und sechs Jahren. Die Kehlkopfentzündung beim Kleinkind ist eine Sonderform dieser entzündlichen Erkrankung und wird auch als Pseudokrupp (Krupphusten, subglottische stenosierende Laryngitis) bezeichnet. Wenn die Kehlkopfentzündung die Atmung des Kindes behindert und zu Atemnot führt, ist eine besondere Überwachung des Patienten erforderlich. Eine erhöhte Anfälligkeit gegenüber chronischen Erkrankungen im Hals-Nasen-Ohrenbereich läßt übrigens das Risiko wachsen, eine Kehlkopfentzündung zu entwickeln. Zur Risikogruppe gehören auch Redner, Sänger und alle Personen, die viel mit ihrer Stimme arbeiten.

Die Kehlkopfentzündung und ihre Symptome

Bei der Kehlkopfentzündung klagt der Patient über mehr oder weniger schwere Halsschmerzen. Daneben plagt ihn ein quälender, trockener Husten. Der Betroffene zeigt Schluckbeschwerden und hat das ständige Gefühl, einen Fremdkörper im Hals zu haben. Die entzündeten und geschwollenen Stimmbänder führen dazu, daß die Stimme heiser ist oder gar ganz ausfällt. Vor allem nachts kommt es immer wieder zu heftigen Hustenanfällen. Vor allem bei Kindern typisch ist die Atembehinderung. In schweren Fällen kommt es zu einer Zyanose, die durch eine zu geringe Sauerstoffversorgung des Blutes zu einer bläulichen Färbung der Lippen führt. Im schlimmsten Fall kann eine Kehlkopfentzündung oder Laryngitis auch tödlich verlaufen. Dies ist der Fall, wenn die Entzündung des Larynx die Stimmbänder und Stimmritze soweit anschwellen läßt, daß der Atemluft der Weg versperrt wird, wodurch es zu akuter Atemnot und Erstickungsgefahr kommt.

Bei Infektion der Atemwege

Bryonia ist ein effizientes und beliebtes homöopathisches Mittel zur Behandlung der Luftröhrenentzündung oder Tracheitis. Es empfiehlt sich also auch bei der Kehlkopfentzündung mit bellendem Reizhusten. Ein anderes Heilmittel in diesem Fall ist der Sonnentau Drosera rotundifolia. Spezielle Wirkfelder sind Schmerzen im Brustraum und nächtliche Hustenanfälle. Kitzelt und kribbelt es in Hals und Kehle, sollte der Betroffene Rumex crispus nehmen. Zu Sticta pulmonaria sollte er greifen, wenn seine Nase verstopft ist. Die Kehlkopfentzündung, bei welcher der Patient unter Atemnot leidet und das Gefühl hat, er würde ersticken, wird mit Bromium therapiert. Kalium bichromicum schließlich ist besonders hilfreich, wenn der Kranke während seiner Hustenanfälle vermehrt Schleim aushustet.

Wenn die Stimmbänder angegriffen sind

Wenn die Stimme wegbleibt, sollte zu Argentum metallicum gegriffen werden. Das Mittel ist besonders für Menschen hilfreich, die mit ihrer Stimme arbeiten und somit die Stimmbänder besonders stark beanspruchen. Kommt es während der Kehlkopfentzündung zu Husten und Heiserkeit, sind folgende Mittel empfehlenswert: Ist eine Heiserkeit die Folge plötzlichen Wetterumschwungs, legt man Causticum C4 unter die Zunge und läßt die Globuli dort langsam zergehen. Bei einer chronischen Kehlkopfentzündung, bei der es im Hals kratzt und die Kehle trocken ist, verfährt man auf die gleiche Weise, allerdings mit Spongia C5. Spongia C7 und Drosera C7 sind exzellente Heilmittel, wenn die Stimme durch ausgetrocknete Kehlkopfschleimhäute rau und heiser ist.

Die Kehlkopfentzündung beim Kind

Akute Laryngitis bzw. Pseudokrupp beim Kind kennt zwei homöopathische Leitmittel: Sambucus Niger und Spongia tosta. Sambucus bringt bei plötzlich auftretendem, schweren Krupphusten Linderung, Spongia hilft bei akuter Laryngitis, die sich vor allem nachts verschlimmert, und mit einem Erstickungsgefühl einhergeht.

Die akute Kehlkopfentzündung

Der Griff zu Sambucus nigra ist ratsam, wenn der Husten mit Atemnot einhergeht, die Nase gänzlich verstopft ist und der Patient vor allem kurz nach dem Aufwachen stark ins Schwitzen gerät. Eine Kur mit Arum triphyllum ist empfehlenswert, wenn die Entzündung besonders akut ist und die Lippen trocken und rissig sind, so daß sie mitunter bluten.

Wann einen Arzt aufsuchen?

Die Kehlkopfentzündung bei einem Erwachsenen klingt bei richtiger Behandlung und Ruhe in den meisten Fällen nach wenigen Tagen von alleine ab. Halten die Symptome dagegen auch nach zwei oder drei Wochen noch an und ist die Erkrankung von Fieber begleitet, muß ein HNO-Arzt zu Rate gezogen werden. Das an einer Laryngitis erkrankte Kind sollte grundsätzlich bereits bei den ersten Symptomen einem Arzt vorgestellt werden. Der Arztbesuch wird unerläßlich, wenn der kleine Patient erschwert atmet und dabei pfeifende Geräusche von sich gibt, wenn er Schluckbeschwerden zeigt, über 38° Fieber hat und besonders viel Speichel absondert. Auch wenn das Kind nicht mehr essen oder trinken mag, besonders unruhig oder ganz im Gegenteil übermüdet und erschöpft ist, sollte es dem Kinderarzt vorgestellt werden. Ein Säugling unter sechs Monaten, der an einer akuten Laryngitis erkrankt, ist ein Notfall für den HNO-Mediziner und muß umgehend ärztlich versorgt werden. Ärztliche Betreuung des Säuglings und Kleinkinds ist auch dann dringlich, wenn neben der Kehlkopfentzündung zusätzlich eine chronische Erkrankung oder Herzkrankheit vorliegt.

 

Assoziierte Einzelmittel und Indikationen – “Kehlkopfentzündung”

Assoziierte Einzelmittel

  • Aconitum napellus
  • Arum triphyllum
  • Belladonna
  • Bromum
  • Causticum
  • Drosera rotundifolia
  • Ferrum phosphoricum
  • Hepar sulphuris calcareum
  • Jodum
  • Manganum aceticum
  • Manganum metallicum
  • Phosphorus
  • Rumex crispus
  • Sambucus nigra
  • Spongia tosta

Indikationen

  • Heiserkeit, Dysphonie
  • Pharyngitis, Rachenentzündung
  • Rhinopharyngitis, Entzündung des Nasen-Rachen-Raums

 

Gut zu wissen: Die Homöopathie schlägt Arzneimittel vor, die den verschiedenen Symptomen der akuten wie chronischen Kehlkopfentzündung angepaßt sind. Die Therapieformen können individuell zugeschnitten werden und helfen somit vor allem dem an der Kehlkopfentzündung erkrankten Kind und in schweren Fällen, wenn der Patient unter starken Schmerzen und Atemnot leidet.

 

VN:F [1.9.11_1134]
Bewertung: 2.9 ( 109 Stimmen)
Kehlkopfentzündung, Laryngitis, 2.9 out of 5 based on 109 ratings

Eine Antwort abgeben

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht Pflichtfelder sind mit * markiert.

*

Sie können folgende HTML-Tags und Attribute benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Pollenfluganzeige
Pollenflugkalender
Werbung
Aktuelle Kommentare
Copyright © 2011 - 2014 Homöopathie - Alle Rechte vorbehalten | Linkpartner | Impressum - Kontakt
Pathologie und Homöopathie sind zwei fest miteinander verbundene Wissenschaften. Während die medizinische Disziplin "Pathologie" die Lehre von den abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper und deren Ursachen (Krankheitslehre) beschreibt, versteht sich die Homöopathie als eine sanfte Methode zur Heilung von Krankheiten. Die klassische Homöopathie ist eine auf dem Ähnlichkeitsprinzip fußende, ganzheitliche Heilmethode (Similia similibus curentur oder „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“), die den Patienten in seiner Gesamtheit betrachtet. Jede Krankheit findet so ihre eigene, auf den Patienten abgestimmte Therapieform.