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Husten

Husten homöopathisch heilen

Husten, lat. Tussis, ist ein natürlicher und lebenswichtiger Reflex des Körpers, mit dem dieser ruckartig störende Körpersekrete wie Schleim, reizende Substanzen oder Krankheitserreger ausstößt. Genau genommen handelt es sich bei dem Hustenstoß um eine stoßartige Form des Ausatmens, die vom Körper genutzt wird, um die Lunge und Atemwege durch den Einsatz von Druck von Fremdkörpern – wie z.B. Nahrung, die beim Verschlucken in die Luftröhre gelangt – zu befreien. Der Hustenreflex als solcher stellt keine Erkrankung dar, er ist das Symptom, ein Alarmzeichen dafür, daß etwas im Körper nicht stimmt. Bei dem Abhusten des Fremdkörpers oder reizenden Schleims werden auch Speichelpartikel mit ausgestoßen. Im Falle einer Infektion mit Viren oder Bakterien kann der Husten so zu einem Vektor für die Übertragung von Krankheitserregern werden.

Husten und seine Symptome

Genau genommen gibt es vier Formen des Hustens: trockenen Husten, chronischen Husten, produktiven oder lockeren Husten und durch Medikamente verursachten Husten. Der trockene Husten ist meist nur von kurzer Dauer und nicht mit Schleimauswurf verbunden. Er kann allerdings krampfartig auftreten und damit auf Dauer die Gefahr von Schädigungen im Kehlkopf vergrößern. Trockener Husten unterscheidet sich deutlich von Husten, der chronisch ist. Als chronisch wird der Husten bezeichnet, wenn er acht Wochen und länger anhält, von pfeifender Atmung, Auswurf und Kurzatmigkeit bei Anstrengung begleitet ist. Er tritt immer wieder und über längere Zeit auf und ist jahreszeitenunabhängig. Raucher zum Beispiel sind besonders anfällig für chronischen Husten. Der produktive oder lockere Husten kann ebenso akut wie chronisch sein. Er ist von Auswurf begleitet, der die Atemwege von dem reizenden Schleim befreit. Husten kann schließlich eine Nebenwirkung von Medikamenten sein.

Was hilft bei trockenem Husten?

Bei trockenem Husten, wie er in der kühleren Jahreszeit oft auftritt, Reizhusten, bellendem Husten und Husten, der in der Kehle brennt, hilft Spongia tosta C5 sehr gut. Hiervon werden drei- bis fünfmal täglich je drei Kügelchen genommen. Verschlimmert sich der Husten beim Einatmen von Frischluft, geht er von einem Kitzelreiz unter dem Brustbein aus, werden fünf- bis sechsmal täglich je 3 Globs. Rumex crispus C5 genommen, bis die Symptome verschwinden. Gehen dem Husten stetig steigendes Fieber und Schmerzen im Brustraum voraus, sollte der Betroffene alle zwei Stunden zu 5 Globs. Bryonia alba C5 greifen. In dem Maße, wie sich sein Zustand bessert, erfolgt die Einnahme in immer größeren Abständen.

Zur Behandlung von Husten durch Laryngitis, einer Entzündung der Kehlkopfschleimhaut, lutscht man dreimal täglich je 4 Globs. Arum triphyllum C5. Bei hartnäckigem Reizhusten, der die Nasenschleimhäute austrocknet, läßt man fünfmal täglich je 3 Globs. Sticta pulmonaria C5 unter der Zunge schmelzen. Die Behandlung kann eingestellt werden, wenn die Symptome abgeklungen sind. Um trockenen Husten loszuwerden, der die Nase komplett verstopft, bei plötzlichen Hustenanfällen, bei denen man den Eindruck hat, man würde ersticken, nimmt man viermal täglich 3 Globs. Sambuscus nigra C5.

Was hilft bei chronischem Husten?

Bei krampfartigem chronischen Husten mit fortschreitender Atemnot, wie er im Zusammenhang mit der Vernarbung des Lungengewebes (Lungenfibrose) oder Lungenüberblähung (Lungenemphysem) ausgelöst werden kann, dreimal täglich 5 Globs. Cuprum arsenicosum C7 unter die Zunge legen, bis Linderung eintritt.  Bei chronischem trockenen Husten nimmt man drei Tage lang hintereinander eine Gabe China rubra, und zwar jeweils vor dem Essen: am ersten Tag in der Potenz C9, am zweiten Tag in der Potenz C12 und am dritten Tag in der Potenz C15. Um Hustenanfälle abklingen zu lassen, bei denen man glaubt, man würde ersticken, nimmt man viermal täglich je 3 Globs. Cuprum metallicum C5, bis die Symptome verschwunden sind.

Wie behandelt man lockeren Husten?

Bei lockerem Husten durch Asthma wird dem Patienten Blatta orientalis C9 verschrieben, das genommen wird, bis sich der Gesundheitszustand bessert. Patienten unter drei Jahren werden dreimal täglich 3 Kügelchen verabreicht, Patienten, die älter als drei Jahre sind, nehmen dreimal täglich 5 Kügelchen. Produktiver Husten mit großen Mengen Schleimauswurf ist unter Umständen die Ursache für übelriechenden Atem. Ist dies der Fall, schaffen dreimal täglich 5 Globs. Mercurius solubilis C7 Abhilfe.

Verschlimmert sich der Husten an der frischen Luft, wird der Betroffene von Übelkeit ergriffen und/oder kann er nur unter großer Anstrengung abhusten, dann hilft Ipeca C5, von dem alle 15 Minuten eine Gabe genommen wird, bis man abhusten kann. Der unter krampfartigem, produktivem Husten leidende Patient kann viermal täglich 3 Globs. Drosera C5 oder sechsmal täglich 3 Globs. Coccus cacti C5 nehmen, um der Infektion Herr zu werden.

Wann einen Arzt aufsuchen?

Hält ein Husten über mehrere Tage an, sollte man erwägen, einen Arzt zu Rate zu ziehen. Gleiches gilt, wenn der Schleimauswurf Blutspuren zeigt oder von ungewöhnlicher Farbe ist. Auch Husten, der acht Wochen und länger anhält, der einen häufig überfällt, tags wie nachts auftritt, von starkem Fieber, Gewichtsabnahme oder Kopfschmerz begleitet ist, macht einen Arztbesuch nicht überflüssig.

 

Assoziierte Einzelmittel und Indikationen – “Husten”

Assoziierte Einzelmittel

  • Ambra grisea
  • Aralia racemosa
  • Arsenicum jodatum
  • Badiaga
  • Bryonia alba
  • Carbo vegetabilis
  • Cina
  • Coccus cacti
  • Corallium rubrum
  • Cuprum metallicum
  • Drosera rotundifolia
  • Grindelia
  • Hyoscyamus niger
  • Ipecacuanha
  • Kalium bromatum
  • Mephitis putorius
  • Rumex crispus
  • Sambucus nigra
  • Stramonium
  • Sulfur jodatum

Indikationen

  • Bronchitis
  • Keuchhusten
  • Grippe, Grippaler Infekt
  • Laryngitis, Kehlkopfentzündung
  • Tracheitis, Luftröhrenentzündung
  • Tracheobronchitis

 

Gut zu wissen: Die Behandlung von Husten mit homöopathischen Hochpotenzen ist auch gegen Krämpfe wirksam. Niedrigere Potenzen helfen dem Patienten vor allem bei dem korrekten Abhusten.

 

 

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2 Beiträge zu “Husten

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Pathologie und Homöopathie sind zwei fest miteinander verbundene Wissenschaften. Während die medizinische Disziplin "Pathologie" die Lehre von den abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper und deren Ursachen (Krankheitslehre) beschreibt, versteht sich die Homöopathie als eine sanfte Methode zur Heilung von Krankheiten. Die klassische Homöopathie ist eine auf dem Ähnlichkeitsprinzip fußende, ganzheitliche Heilmethode (Similia similibus curentur oder „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“), die den Patienten in seiner Gesamtheit betrachtet. Jede Krankheit findet so ihre eigene, auf den Patienten abgestimmte Therapieform.