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Herpes

Herpes homöopathisch behandeln

Herpes ist eine schmerzhafte Viruserkrankung, die sich in Form von Fieberbläschen auf der Haut und den Schleimhäuten manifestiert. Auslöser sind Herpes-simplex-Viren (HSV). Eine Behandlung mit homöopathischen Mitteln, sofern sie korrekt gewählt sind, bringt mitunter weit bessere Ergebnisse als die traditionelle schulmedizinische Behandlungsweise auf Basis von virenhemmenden Mitteln, sogenannten Virostatika.

Das Herpes-Virus

Herpes bzw. Herpes simplex ist eine Virusinfektion, die durch den Herpes-simplex-Virus (HSV), auch Humanes Herpesvirus genannt, hervorgerufen wird. Von diesem gibt es zwei verschiedene Spezies: Herpes-simplex-Viren 1 und 2 (HSV1 und HSV2). Die Erreger des Typs HSV1 befallen vor allem das Gesicht, während der Typ HSV2 überwiegend den Genitaltrakt infiziert. Man spricht dementsprechend auch von Herpes labialis bzw. Lippenherpes sowie Herpes genitalis bzw. Genitalherpes. Als Auslöser für eine Primärinfektion gelten Ermüdung, die Regelblutung, Streß, aber auch intensive Sonnenbestrahlung. In vielen Fällen ist Herpes die Ursache für Ulzera der Schleimhaut im Bereich des Genitaltrakts.

Herpes simplex sollte aber nicht mit dem sogenannten Herpes circinatus, auch u.a. Glatzflechte oder Ringelflechte genannt, verwechselt werden. Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine Pilzinfektion der glatten Haut, die mit ringförmigen, pustulös auftretenden Hautveränderungen beginnt, in der Mitte heilt und sich in Ringen nach außen hin ausbreitet. Die Infektion wird durch Mikrosporen bzw. Hautpilze (Dermatophyten) übertragen, nicht aber durch humane Herpesviren, wie die ebenfalls verwendeten Bezeichnungen Herpes tonsurans und Herpes circinatus vermuten lassen könnten. Sie zählt vielmehr zu den Dermatomykosen bzw. Dermatophytosen. Die Infektion zeigt gerötete Infektionsherde von kreisrunder Form. Es bilden sich klar abgegrenzte Pusteln, die im Zentrum verkrusten und im weiteren Verlauf der Erkrankung an ihren Randgebieten nässende Bläschen bilden. Die Läsionen sind in der Regel nur wenig juckend. Um eine Infizierung mit Dermatophyten zu verhindern, ist eine einwandfreie Hygiene oberstes Gebot. Denn anders als durch Schimmelpilze hervorgerufene Pilzinfektionen der Haut (Dermatomykosen) sind Dermatophytosen hochansteckend. Deswegen sollte unbedingt vermieden werden, die infizierten Körperstellen zu berühren oder an ihnen zu kratzen.

Herpes simplex und seine Symptome

Herpes simplex macht sich in rezidivierendem Hautausschlag bemerkbar. Er kann verschiedene Körperteile befallen, an den Geschlechtsorganen ist er aber zweifelsohne am unangenehmsten. Herpes führt zu verschiedenen klinischen Bildern. Generell kündigen sich die Herpes-Bläschen aber durch spannende Haut an, durch Brennen und Jucken in dem infizierten Bereich. Die mit klarer Flüssigkeit gefüllten Bläschen führen zu teils heftigstem Juckreiz. Eine eindeutige Diagnose kann nur über Proben der Bläschen und Ulzera gestellt werden, für die man sich an den Spezialisten wenden muß. Im weiteren Verlauf der Infektion platzen die Bläschen auf, verkrusten und heilen schließlich ab.

Homöopathische Konstitutionsbehandlung

Die Behandlung von Herpes-Viren durch Homöopathie sollte stets im Rahmen einer Konstitutionsbehandlung durchgeführt werden. Hierfür bieten sich verschiedene homöopathische Heilmittel an. Vaccinotoxinum C9 eignet sich für alle Formen von Herpes. Sobald sich die ersten Symptome bemerkbar machen, greift man zu einer Gabe dieses Mittels. Ergänzend dazu sollte man alle zwei Stunden 5 Globs. Rhus toxicodendron C15 sowie viermal täglich 5 Globs. Staphisagria C9 nehmen.

Herpes genitalis homöopathisch behandeln

Zur Behandlung von Herpes genitalis sollte man an eine Kombination von Vaccinotoxinum C9 z. B. mit Borax C9 oder Rhus toxicodendron C15 denken. Von allen Mitteln werden alle zwei Stunden je 5 Kügelchen genommen. Bei heftigem Juckreiz greift man besser zu Croton triglium C9, aber in der vorgenannten Dosis. Paaren sich die Herpes-Symptome mit einer Ischialgie, kann der Betroffene alle zwei Stunden 5 Globs. Hypericum perforatum C9 nehmen. Ist die Herpes-Attacke eine Folgeerscheinung einer besonders ärgerlichen Situation, ein Ereignis, auf das der Betroffene verstimmt reagiert, sollte er an Staphisagria C9 denken und davon viermal täglich 5 Kügelchen nehmen.

Welche Mittel noch helfen können

Es gibt noch weitere homöopathische Heilmittel, die sich nach der Form und dem klinischen Bild der Herpes-Infektion richten. Psorinum zum Beispiel hilft besonders bei dem alljährlich im Winter ausbrechenden Herpes. Anagallis arvensis wirkt bei größeren Herpes-Herden besonders heilungsfördernd, Dulcamara, Kreosotum und Petroleum haben sich bei HSV-Infektionen im Schambereich bewährt. Gegen Lippenherpes und Gesichtsherpes, die häufigsten Herpes-Formen beim Kind, helfen verschiedene Homöopathika: Sind die Lippen allein betroffen, ist Silicea am besten. Haben die Bläschen die Lippen, aber auch den After befallen, kann man zu Natrium muriaticum C9 greifen, sind dagegen Lippen und Kinn befallen, eignet sich am ehesten Sulphur iodatum.

Die lokale Behandlung der Herpes-Bläschen kann mithilfe von Salben und Alkohollösungen erfolgen. Pampelmusenkernextrakt zum Beispiel ist ein natürliches Antiseptikum und Desinfektionsmittel. Herpes circinatus wird mit pilzhemmender Salbe behandelt, die zweimal täglich großzügig auf alle infizierten Stellen und die sie umgebenden Bereiche aufgetragen wird. Die homöopathische Therapie ist übrigens dazu gedacht, eine mit üblichen essentiellen Ölen und antiviralen Salben durchgeführte lokale Behandlung zu vervollständigen.

Wann einen Arzt konsultieren?

Bei schweren und häufig rezidivierenden, mehrmals im Jahr auftretenden HSV-Infektionen, sollte ein Arztbesuch erwogen werden. Kündigt sich eine Herpes-Infektion während der Schwangerschaft an, muß die Betroffene umgehend ärztlichen Rat einholen, um die Gefahr einer Übertragung des HSV-Erregers auf ihr Kind abzuwenden. Auch wenn die durch den HSV-Virus verursachte Hautläsion für den Betroffenen besonders störend ist, sollte vor einem Arztbesuch nicht zurückgeschreckt werden. Herpes genitalis erhöht übrigens das Risiko einer Ansteckung mit sexuell übertragbare Erkrankungen, kurz Geschlechtskrankheiten genannt, wie z. B. AIDS, weil die Erreger leichter in vorgeschädigte Haut eindringen können. Risikopatienten sollten sich bei den ersten Anzeichen von Herpes genitalis auf STD/STI (Sexually Transmitted Diseases bzw. Sexually Transmitted Infections) hin untersuchen lassen, um möglichst früh korrekt medizinisch versorgt werden zu können.

 

Assoziierte Einzelmittel und Indikationen – “Herpes simplex”

Assoziierte Einzelmittel

 

Gut zu wissen: Auch für die Behandlung von Herpes circinatus, eine durch einen Hautpilz ausgelöste Erkrankung, bei der sich nässende, ekzematöse und pustulöse Läsionen bilden, bietet sich die Homöopathie an.

 

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2 Beiträge zu “Herpes

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Pathologie und Homöopathie sind zwei fest miteinander verbundene Wissenschaften. Während die medizinische Disziplin "Pathologie" die Lehre von den abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper und deren Ursachen (Krankheitslehre) beschreibt, versteht sich die Homöopathie als eine sanfte Methode zur Heilung von Krankheiten. Die klassische Homöopathie ist eine auf dem Ähnlichkeitsprinzip fußende, ganzheitliche Heilmethode (Similia similibus curentur oder „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“), die den Patienten in seiner Gesamtheit betrachtet. Jede Krankheit findet so ihre eigene, auf den Patienten abgestimmte Therapieform.