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Gicht, Urikopathie

Gicht und Gichtanfälle homöopathisch lindern

Die Homöopathie mit ihren unzähligen, natürlichen Heilmitteln hilft, um Schmerzen durch Arthritis urica bzw. Urikopathie, im Volksmund Gicht genannt, zu lindern und zu stoppen. Als Gicht bezeichnet man eine entzündliche Reaktion auf Ablagerungen von Harnsäurekristallen bzw. Urat in den Gelenken oder in deren Umgebung. Auslöser dieser Reaktion ist ein erhöhter Harnsäurespiegel im Blut (Hyperurikämie). Die Folge einer Hyperurikämie ist die Urikopathie, zu deutsch Gicht.

Die Gicht nimmt eine Sonderstellung unter den rheumatischen Erkrankungen ein. Eigentlich handelt es sich nämlich um eine Störung des Purinstoffwechsels, die zu einem dauerhaft erhöhten Harnsäurewert im Blut führt. Es kann dann nicht mehr genügend Harnsäure über die Nieren und den Darm ausgeschieden werden, dadurch bilden sich extrem harte Kristalle, die sich dann in Gelenken und Organen ablagern. Zu dem Gichtanfall kommt es, wenn die Harnsäurekonzentration eine bestimmte Grenze übersteigt. Dann fällt sie in Form von Harnsäurekristallen (Uraten) aus, die sich in Gelenken und anderen Organen (Nieren, Haut) ablagern. Durch die Kristallablagerungen werden die Gelenke unbeweglich und schmerzen stark.

Die Medizin unterscheidet zwischen einer primären und einer sekundären Form der Gicht: Die primäre Gicht ist bedingt durch eine angeborene Stoffwechselstörung, die mit einer zu starken Harnsäureproduktion oder einer unzureichenden Ausscheidung der Harnsäure einhergeht. Die sekundäre Gicht ist dagegen entweder eine Folgeerscheinung von verschiedenen Begleiterkrankungen oder schlicht das Resultat einer falschen Ernährung.

Wie sich Gicht manifestiert

Gicht verläuft in Schüben, die ersten Symptome einer Gicht zeigen sich aber erst Jahre nach der Hyperurikämie, dem dauerhaft erhöhten Harnsäurespiegel. Gichtdiagnosen werden bei Patienten ab etwa 30 Jahren vermehrt gestellt. Neben angeborenen Stoffwechselstörungen spielt dabei in unserer modernen Gesellschaft der häufige Konsum von harnstoffreicher Nahrung (Fleisch, Wurstwaren) eine wichtige Rolle. Die Tatsache, daß zu üppige Mahlzeiten und häufiger Alkoholkonsum wesentlicher Auslöser der Erkrankung sind, haben ihr auch den Namen „Krankheit der Könige und Fürsten“ eingebracht.

Leitsymptom des Gichtanfalls ist der pulsierende Schmerz, der sich vor allem in den Gelenken bemerkbar macht. Von den Betroffenen wird dieser Schmerz wie ein Brennen beschrieben. Dieses brennende Gefühl wird überall dort empfunden, wo sich die Harnsäurekristalle anlagern. Das entzündete Gelenk läuft rot bis lila an, ist extrem berührungsempfindlich und geschwollen. Die Haut um das betroffene Gelenk glänzt und ist stark gespannt. Es kommt vor, daß der Patient unter Schüttelfrost und Fieber leidet. Die Dauer eines Gichtanfalls hängt davon ab, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist. Nach zwei Tagen haben die Beschwerden ihren Höhepunkt erreicht, nach etwa 10 Tagen lassen sie auch ohne Medikamente wieder nach. Damit die homöopathische Behandlung schnell hilft und wirksam ist, erfolgt die Einnahme der verordneten Präparate so früh wie möglich, sobald sich die ersten Symptome einer Gicht zeigen. Deshalb sollte man nicht zögern, die korrekte homöopathische Behandlung möglichst frühzeitig in Gang zu bringen.

Wie Homöopathie in der Behandlung von Gicht helfen kann

Um bei Gicht mit homöopathischen Heilmitteln zu einem effizienten und positiven Ergebnis zu gelangen, ist es wichtig, bei der Verordnung die individuellen Symptome mit größter Präzision zu berücksichtigen. Lokale Anwendungen können mit Arnica-Gel oder -Salbe erfolgen (ein- oder zweimal täglich ein wenig auf die schmerzhaften Stellen auftragen).

Bei “normalen” Gichtanfällen hilft eine Kombination aus Urtica C5, Ledum palustre C4, Colchicum C5, Belladonna C7, Apis mellifica C7 und Aconit C15. Schmerzen in der Achillessehne lassen sich am ehesten lindern, wenn zusätzlich zu den vor genannten Mitteln 3 Globuli Benzoicum acidum oder Guaiacum genommen werden.

Eine Hyperurikämie wird am besten mit den folgenden homöopathischen Arzneimitteln behandelt, die jeweils morgens und abends genommen werden: – Sulfur C5 bei Hyperurikämie durch übertriebene Mahlzeiten, Alkoholexzesse oder Fasten. – Calcium carbonicum ostrearum bei Hyperurikämie durch Nierensteine (Nephrolithiasis, Urolithiasis). – Sepia C5, wenn der Patient weiblich ist. – Lycopodium C5, wenn die Hyperurikämie die Folgeerscheinung einer Lebensmittelunverträglichkeit ist. In Verbindung mit Colchicum C15 beugt Lycopodium einem erneuten Gichtanfall vor. Gegen chronische Gichterkrankungen hilft Colchicum C5 (drei Globs. abends) in Assoziation mit Ranunculus C5 (drei Globs. mittags) und Arnica C5 (drei Kügelchen morgens). Damit die genannten Mittel optimal wirken können, sollte sich der Patient möglichst präzise an die Verordnung des behandelnden Arztes oder Homöopathen halten. Nux vomica C9, jeweils sonntags abends zusätzlich genommen, hilft besonders rasch über die Gichtattacke hinweg.

Wann einen Arzt aufsuchen?

Ein Arztbesuch sollte erwogen werden, wenn sich Schmerzen in den Gelenken einstellen und die Krisen in immer kürzeren Zeitabständen auftreten. Hat die Erkrankung bereits ein fortgeschrittenes Stadium erreicht, wendet sich der Betroffene möglichst an einen erfahrenen Mediziner, um sich fachmännisch helfen zu lassen. Jüngere Patienten, die noch keine 30 Jahre alt sind, sowie ältere Patienten mit Organtransplantationen oder medizinischer Vorgeschichte wie chronischer Niereninsuffizienz, müssen sich auf jeden Fall in die Hände eines Spezialisten begeben. Ärztlicher Rat ist auch dann unentbehrlich, wenn die Diagnose zusätzlich zu Gicht auf Urolithiasis oder chronische Arthropathie lautet. Knotengicht, also Gicht mit “Tophi” und häufig rezidivierende Gichtanfälle sollten möglichst umgehend durch einen Facharzt untersucht werden.

Assoziierte Einzelmittel und Indikationen – “Gicht, Hyperurikämie, Urikopathie”

Assoziierte Einzelmittel

  • Benzoicum acidum
  • Berberis vulgaris
  • Calcium carbonicum Hahnemanni, Calcarea carbonica, Calcium ostrearum
  • Lycopodium clavatum
  • Sulfur

 

Gut zu wissen: Die Wirksamkeit von homöopathischen Heilmitteln in der Behandlung von Gicht steht außer Frage. Der Patient erfährt Erleichterung, wenn er viel Wasser trinkt und auf Nahrungsmittel verzichtet, die die Wirkung von homöopathischen Arzneimitteln hemmen. Dazu gehören unter anderem Tee, Kaffee, Schokolade, Rhabarber, Spinat, Sauerampfer, Spinat, Wurstwaren, Konserven, fetter Fisch, Schalentiere, Innereien, rotes Fleisch und ganz besonders Alkohol.

 

 

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Pathologie und Homöopathie sind zwei fest miteinander verbundene Wissenschaften. Während die medizinische Disziplin "Pathologie" die Lehre von den abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper und deren Ursachen (Krankheitslehre) beschreibt, versteht sich die Homöopathie als eine sanfte Methode zur Heilung von Krankheiten. Die klassische Homöopathie ist eine auf dem Ähnlichkeitsprinzip fußende, ganzheitliche Heilmethode (Similia similibus curentur oder „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“), die den Patienten in seiner Gesamtheit betrachtet. Jede Krankheit findet so ihre eigene, auf den Patienten abgestimmte Therapieform.