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Geburt, Wehen, Entbindung

Homöopathie zur Geburtserleichterung

Ab der ersten Woche der Schwangerschaft kann man Globuli und homöopathische Tropfen zur Vorbereitung auf die Geburt nehmen: Homöopathische Mittel sind sowohl vor wie nach der Entbindung geeignet. Es ist erwiesen, daß diese sanfte Therapieform nicht nur eine gute Vorbereitung auf die Entbindung ist, sondern auch die Geburtsarbeit reguliert und wesentlich weniger schmerzvoll verlaufen läßt. Die Angst vor Schmerz ist in dieser Situation einer der am schwierigsten zu kontrollierenden Faktoren. So wird die Homöopathie zu einer echten Alternative für all jene, die auf eine Peridualanästhesie verzichten wollen oder müssen. Die zur Geburtsvorbereitung indizierten Mittel der Homöopathie entsprechen übrigens in der Regel denen für die Behandlung von Angstzuständen.

Chirurgische Eingriffe bedürfen besonderer Aufmerksamkeit. Die eingesetzten Mittel sind insoweit andere, als es anders als bei einer normal verlaufenden Geburt vielmehr darum geht, die durch den chirurgischen Schnitt entstandene Verletzung zu heilen bzw. die damit verbundenen Schmerzen zu lindern, richtige Wundheilung zu fördern und die mit dem operativen Eingriff verbundenen Risiken so gering wie möglich zu halten. Bei einer Geburt auf natürlichem Weg kann man mit der Homöopathie zahlreiche Beschwerden lindern, die durch zu große Anstrengung oder Einschießen der Milch ausgelöst werden. Wenn auch die Homöopathie für Mutter und Kind im Prinzip ungefährlich ist, sollte man nichtsdestotrotz seinen behandelnden Arzt zu Rate ziehen und mit ihm zusammen die persönliche Therapie planen.

Wie sieht die Behandlung im Vorfeld der Entbindung aus?

Um sich auf die Geburt vorzubereiten, kann man Therapien auf Basis von Actaea racemosa und Caulophyllum thalictroides in Erwägung ziehen. Beide Stoffe eignen sich ganz besonders für die Behandlung von gynäkologischen Störungen und helfen, Schmerzen im Bereich des Beckenbodens, wie sie zum Ende einer Schwangerschaft auftreten können, zu verringern. Der Körper kann sich besser auf die Wehen vorbereiten und damit die Nachgeburtsphase vereinfachen. Jeweils 5 Globs. Actaea racemosa C9 und Caulophyllum thalictroides C9 zweimal täglich ab der ersten Woche der Schwangerschaft bis zu den ersten Wehenschmerzen und dem Platzen der Fruchtblase haben sich bewährt.

Welche Mittel können die Geburtsarbeit regulieren und den Wehenschmerz lindern?

Damit eine Geburt schnell und weniger schmerzvoll verlaufen kann, sind Therapien auf Basis von Actaea racemosa, Caulophyllum thalictroides, Coffea cruda, Magnesium phosphoricum und Dioscorea villosa indiziert. Sobald der Muttermund zwei Zentimeter weit geöffnet ist, kann man zur Beschleunigung der Geburtsarbeit alle 15 Minuten 5 Globs. Actaea racemosa C9 nehmen. Lassen sich keine Schmerzen mehr fühlen und öffnet sich der Muttermund plötzlich nicht mehr weiter, nimmt man alle 15 Minuten 5 Globs. Caulophyllum thalictroides, damit die Wehen wieder einsetzen. Es ist inzwischen erwiesen, daß eine Einzelgabe Gelsemium sempervirens C15 die Dauer der Geburtsarbeit ab dem Moment des Fruchtwasserabgangs in signifikanter Weise verkürzt und die Entbindung schneller und schmerzloser verlaufen läßt.

Im Kontext mit der Verringerung des Wehenschmerzes sei darauf verwiesen, daß Schmerz eine subjektive Sinneswahrnehmung ist und von jedem Individuum anders empfunden wird. Insoweit liegt es an jedem Betroffenen selber, die Posologie der Therapie der empfundenen Schmerzintensität anzupassen. So kann man 5 Globs. Coffea cruda C9 oder Coffea tosta C9 nehmen, wann immer man das Bedürfnis danach verspürt. Fühlt man sich dann in der Position mit angezogenen Beinen erleichtert, wird die Einnahme mit 5 Globs. Magnesium phosphoricum C9 fortgesetzt. Nimmt man dagegen auch bei der Änderung seiner Position keine Verbesserung wahr, sollte man besser 5 Globs. Dioscorea villosa C9 nehmen, sobald der Schmerz nur schwer erträglich ist.

Wie sieht die Therapie im Falle eines chirurgischen Eingriffs aus?

Nach einem Dammschnitt, ein kleiner chirurgischer Eingriff während der Geburt, nimmt die Wöchnerin eine Woche lang zweimal täglich 5 Globs. Staphisagria C9. Damit wird nach und nach über das mit der Wunde zusammenhängende brennende Gefühl hinweggeholfen. Nach einem Kaiserschnitt, bei dem der chirurgische Eingriff deutlich umfangreicher ist, wird die Therapie entsprechend verlängert und die Dosis angehoben. Ist die Geburt unter Periduralanästhesie verlaufen, sollte die Wöchnerin dreimal täglich 5 Globs. Bryonia alba C7 nehmen, bis vollständige Besserung eingetreten ist. Sodbrennen wird mit 5 Globs. Staphisagria C9 dreimal täglich behandelt, bis der Schmerz nicht mehr vorhanden ist. Ein Kaiserschnitt, der unter Vollnarkose vorgenommen wird, sollte mit Staphisagria C9 und zusätzlich 5 Globs. Opium C9 oder Raphanus sativus niger C5 CH dreimal täglich behandelt werden, um die Stoffwechselfunktionen wieder anzukurbeln.

Welche Mittel helfen bei Komplikationen post partum?

Nach einer besonders langwierigen und schwierigen Geburt kann es vorkommen, daß die Betroffene starke Schmerzen im Unterleib verspürt, sogenannte Nachwehen (auch Dolores post partum oder Puerperium genannt). Lindern kann man diese Nachwehen mit 5 Globs Magnesium phosphoricum C9, das genommen wird, wenn die Schmerzen besonders heftig bis unerträglich werden. In diesem Fall können auch Präparate auf Basis von Cactus grandiflorus, Coffea cruda oder Pareira brava verschrieben werden.

Zwecks Behandlung eines Vulva-Ödems kann man in insgesamt sechs Gaben je 5 Globs. Apis mellifica C9 nehmen. Zu Beginn der Behandlung läßt man zwischen den einzelnen Gaben jeweils 60 Minuten verstreichen. Diese Behandlung kann fortgesetzt werden, bis sich das Ödem vollkommen zurückgebildet hat. Bei einer längeren Behandlungsdauer sollte allerdings der Zeitraum zwischen den einzelnen Gaben vergrößert werden.

Was die vom Beckenboden ausgehenden Schmerzen anbelangt, die in der Regel nach der Entbindung auftreten, kann man Abhilfe schaffen, indem man eine Woche lang zweimal täglich je 5 Globs. Arnica montana C9 nimmt. Bei besonders großen und anhaltenden Ermüdungserscheinungen sollte man eine Woche lang zweimal täglich 5 Globs. China rubra C9 nehmen, um wieder in Form zu kommen und seine Energie zurückzuerhalten.

Wie lassen sich die kleineren Beschwerden, die nach der Geburt auftreten, lindern?

Bilden sich bei der Wöchnerin nach der Geburt im Gesicht hämorrhagische Flecken, sollte sie sechs Tage lang sechsmal täglich 5 Globs. Arnica montana C9 nehmen. Diese zunächst roten Blutflecken, auch Petechien genannt, bilden sich, wenn der eigentlichen Geburtsarbeit intensive und länger anhaltende Anstrengung vorausgeht, was dazu führen kann, daß die Kapillargefäße platzen.

Bei schmerzenden Brüsten wird empfohlen, viermal täglich je 5 Globs. Apis mellifica C9 und Bryonia alba C9 bis zum völligen Abklingen zu nehmen. Inkontinenz bekommt man mit einer täglichen Einzelgabe von 5 Globs. Calcium fluoratum C7 in den Griff. In diesem Fall kann die Homöopathie allerdings nur eine Ergänzung zur Aktivierung der Beckenbodenmuskeln durch gezieltes Training darstellen.

Sind homöopathische Mittel auch für den Neugeborenen geeignet?

Ein besonders schwieriger und schmerzhafter Geburtsverlauf kann dazu führen, daß das Neugeborene ein Kephalhämatom oder eine Geburtsgeschwulst, manchmal von Einblutungen begleitet, ausbildet. Während sich die Geburtsgeschwulst unter der Kopfhaut am Hinterhaupt entwickelt, entsteht das Kephalhämatom an den Schädelknochen, genauer zwischen der Knochenhaut (Periost) und der Kopfsehnenplatte (Galea). In beiden Fällen handelt es sich um Blutergüsse, die man mit Arnica montana in den Griff bekommt. Es werden 5 Kügelchen Arnica montana C9 in etwas Trinkwasser aufgelöst und dem Säugling dreimal täglich zu trinken gegeben. Auf diese Weise dürfte sich die Geschwulst nach wenigen Tagen resorbiert haben. Die Homöopathie ist eine besonders sanfte und ungiftige Therapieform, die bei dem Neugeborenen ohne wirkliches Risiko zur Anwendung gelangen kann. Dennoch sollte man auch homöopathische Behandlungsformen nicht ohne vorherige Rücksprache mit seinem behandelnden Arzt in Erwägung ziehen.

Assoziierte Einzelmittel und Indikationen – “Geburt, Wehen, Entbindung”

Assoziierte Einzelmittel

  • Actaea racemosa
  • Apis mellifica
  • Arnica montana
  • Bryonia alba
  • Cactus grandiflorus
  • Calcium fluoratum
  • Caulophyllum thalictroides
  • China officinalis
  • Coffea cruda
  • Coffea tosta
  • Dioscorea villosa
  • Gelsemium sempervirens
  • Magnesium phosphoricum
  • Opium
  • Pareira brava
  • Raphanus sativus niger
  • Delphinium staphisagria

Indikationen

  • Stillzeit
  • Schmerzen
  • Ermüdung
  • Schwangerschaft
  • Prä- und postoperative Versorgung
  • Ödem

 

Tipp: Mit Medikamenten sollte man während der Schwangerschaft bis hin zur Entbindung vorsichtig umgehen. Die meisten sollte man schlicht vermeiden. Homöopathische Präparate dagegen stellen für die schwangere Frau oder ihr Kind im Mutterleib keine Gefahr dar. Dank homöopathischer Mittel kann darüber hinaus die Geburtsarbeit wie die Ausstoßung der Nachgeburt deutlich erleichtert und in ihrer Dauer verkürzt werden.

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Pathologie und Homöopathie sind zwei fest miteinander verbundene Wissenschaften. Während die medizinische Disziplin "Pathologie" die Lehre von den abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper und deren Ursachen (Krankheitslehre) beschreibt, versteht sich die Homöopathie als eine sanfte Methode zur Heilung von Krankheiten. Die klassische Homöopathie ist eine auf dem Ähnlichkeitsprinzip fußende, ganzheitliche Heilmethode (Similia similibus curentur oder „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“), die den Patienten in seiner Gesamtheit betrachtet. Jede Krankheit findet so ihre eigene, auf den Patienten abgestimmte Therapieform.