Retrouvez-nous
Homéopathie Facebook Homéopathie Twitter
Werbung

Ekzem, Ausschlag

Ekzeme homöopathisch behandeln

Ein Ekzem ist eine entzündliche, aber nicht-infektiöse Hautveränderung, eine Reaktion der oberen Hautschichten auf eine Reizung. Ekzeme machen sich in Form von Ausschlag auf der Haut bemerkbar und können durch verschiedene Auslöser hervorgerufen werden. Ekzeme, manchmal auch als Dermatitis bezeichnet (ein allerdings weiter gefaßter Begriff), können grundsätzlich an allen Körperregionen auftreten, sogenannte “Prädilektionsstellen” sind aber Hände, Armbeugen und Ellbogen, Gesicht und Hals. Es gibt verschiedene Formen von Ekzemen, das häufigste ist das sogenannte atopische oder endogene Ekzem, auch Neurodermitis oder chronisch konstitutionelles Ekzem genannt. Die Neurodermitis gehört wie Heuschnupfen und allergisches Asthma zu den “atopischen” Krankheitsbildern und ist erblich bedingt. Besteht in der Familie die Veranlagung zu einer atopischen Erkrankung, so sind die Risiken groß, daß die Erkrankung ausbricht. Besonders anfällig für atopische Ekzeme sind Säuglinge und Kleinkinder. Der zumeist harmlose Hautausschlag kann mit homöopathischen Mitteln sehr gut behandelt werden. In der Regel bildet er sich ab einem Alter von vier bis sechs Jahren nach und nach von alleine zurück.

Welche Formen von Ekzemen es gibt

Zur Klassifizierung von Ekzemen lassen sich verschiedene Kriterien ansetzen. Ob nun aber eine Neurodermitis circumscripta, ein Stauungsekzem, ein seborrhoisches Ekzem (Kopfgneis), eine Intertrigo (intertriginöses Ekzem, Hautwolf) oder eine Dyshidrose (Dyshidrotisches Ekzem oder Pompholyx) vorliegt – sie alle lassen sich grundsätzlich auf drei Grundtypen zurückführen: das atopische Ekzem, das allergische Kontaktekzem oder das toxische Kontaktekzem. Das allergische ebenso wie das toxische Kontaktexzem, auch Kontaktdermatitis genannt, ist eine Überreaktion auf einen körperfremden (exogenen) Stoff, das Allergen. Hierbei reagieren die körpereigenen Abwehrzellen des Immunsystems mit einer Unverträglichkeitsreaktion auf den fremden Stoff, es kommt zu Ausschlag. Ein Kontaktekzem in besonders schwerer Form und mit stärkstem Juckreiz kann der Neurodermitis ähneln und mit ihr verwechselt werden. Während das allergische Kontaktekzem aber durch exogene (äußere) Faktoren ausgelöst wird, ist die Neurodermitis endogen, also körperbedingt. Ein Ekzem hat zahlreiche Auslöser, häufig können Faktoren wie emotionaler Streß oder ein Insektenstich die Ursache sein.

Sind vor allem die unteren Gliedmaßen von dem Ausschlag betroffen, spricht man von einem Stauungsekzem bzw. einer chronisch-venösen Insuffizienz. Ursache ist eine Störung der Blutzirkulationsstörung in den Venen. Eine seltenere ekzematöse Form der Hautbildveränderung ist das nummuläre Ekzem, eine Dermatitis mit münzähnlichen oder ovalen Flecken, von der vor allem ältere Menschen betroffen sind. Bei extrem trockener Haut und in der kalten Jahreszeit kann dieser Ekzemtyp gehäuft beobachtet werden. Juckreiz und Bläschenbildung an den Fußsohlen, an den Seitenflächen der Finger und der Handinnenseite deuten auf eine Dyshidrosis (auch: Dyshidrose) hin. Wieder andere Ekzeme machen sich überwiegend durch Ausschlag auf der Kopfhaut und im Gesicht bemerkbar. Ursache kann ein seborrhoisches Exzem (Morbus Unna) sein.

Ekzeme und ihre Symptome

Um welchen Ekzemtyp es sich auch handelt, alle haben die folgenden Symptome gemein: Hautrötungen und Flecken, Juckreiz, Austrocknung der Haut, nässende Wunden, Bildung von Hautschuppen, Hauteinrisse und Krustenbildung, Bläschenbildung, Hautpigmentierung, Verdickung und Verhornung der oberen Hautschicht. Je nach Ekzemform kann der Hautausschlag in verschiedenen Körperregionen zum Ausbruch kommen. So tritt ein atopisches Ekzem vor allem im Gesicht, in den Arm- und Kniebeugen, an den Ellenbogen auf.

Neurodermitis bei Säuglingen erkennt man an großen, geröteten Flecken, an den Daumen, am ganzen Oberkörper, im Nacken und auf den Schultern, im Gesicht und auf den Wangen. Ab einem Alter von etwa zwei Jahren ist der Hautausschlag vor allem an Ohren, Knöcheln, Knien, Handgelenken und Armbeugen feststellbar. In der Pubertät dann können zu den bereits genannten Symptomen Hautrötungen und Ausschlag an Fußsohlen, um die Augen herum und in den Kniebeugen hinzukommen. Das Ekzem im Erwachsenenalter schließlich macht sich vor allem durch Rötungen und Flecken an Händen, Füßen, Knöcheln und im Nackenbereich bemerkbar.

Die Symptome der seborrhoischen Dermatitis, eine chronische Hauterkrankung, die insbesondere im Bereich des Kopfes auftritt, haben mit den weiter oben aufgeführten Symptomen nicht viel gemein. Ihre Kennzeichen sind vielmehr unangenehmer Geruch, fettige Ablagerungen und starke Schuppenbildung auf der behaarten Kopfhaut, entzündlicher Grind und Krustenbildung von gelblicher Färbung.

Hauteinrisse, Bläschenbildung an Fußsohlen, Fingern und Handinnenflächen sind die ersten Anzeichen eines dyshidrotischen Ekzems. Bei einer chronisch-venösen Insuffizienz, dem Stauungsekzem, sieht man dunkelbraune Flecken an Beinen und Knöcheln, die Haut ist entzündlich und schuppt mehr oder weniger stark. Bei großflächigem und anhaltendem Juckreiz trotz Kratzens, bei verhärteten und plaqueförmigen Hautrötungen im Nacken, am Hals, an Schienbeinen und Knöcheln, kann man von einer Neurodermitis circumscripta (Synonyme sind Vidal-Krankheit oder Lichen simplex chronicus) ausgehen. Das Kontaktekzem erkennt man ganz leicht an nässenden Bläschen, die sich auf der Haut bilden.

Erstbehandlung des Ekzems im Vorfeld zum Arztbesuch

Die Ekzembehandlung steht in Abhängigkeit der Pathogenese, also des Verlaufs beziehungsweise der Entwicklungsphase der Erkrankung. Im erymathösen Stadium ist die Haut gerötet, geschwollen, es zeigen sich erste Bläschen. Im weiteren Verlauf bilden sich papulöse Ekzeme (Bläschen-Ekzeme), es stellt sich starker Juckreiz ein. In beiden Stadien der Erkrankung sollte man so oft wie nötig 5 Globs. Apis mellifica C15 nehmen, sofern der bestehende Juckreiz durch Auflegen kalter Kompressen gelindert werden kann. Bei besonders starkem Juckreiz und Bläschen nimmt man besser 5 Globs. Croton tiglium C15. Ist großer Ärger oder Streß Auslöser des Ekzems, greift man zu Staphisagria C15 (5 Globuli), wird der Juckreiz durch Kratzen verstärkt, helfen 5 Globs. Urtica urens C5. In allen Fällen sollte die Therapie durch 5 Globuli Poumon histamine (Lungenhistamin) 15 CH ergänzt werden, das so oft wie nötig genommen werden kann.

Nässende Wunden versorgen

Im akuten und nässenden Stadium sind die Bläschen mit Flüssigkeit gefüllt und platzen auf, es entstehen erosiv-nässende Rötungen. Am meisten Wirkung bringen die folgenden homöopathischen Mittel: Petroleum bei übelriechendem Exsudat und Juckreiz, Mezereum C15 bei Krustenbildung, Graphit 30 CH, wenn die Hautrötungen vor allem an Armbeugen, Kniekehlen, Achselhöhlen und Leistengegend auftreten und gelbliche Absonderungen ähnlich flüssigem Honig zeigen. Einem Kind, dessen Ohrmuscheln von der Ekzembildung betroffen sind, gibt man am besten Tellurium metallicum C5, bei nässenden und verkrusteten Stellen auf den Wangen und im Gesicht hilft Viola tricolor C5.

Für alle beschriebenen Mittel gilt: 5 Globuli, viermal pro Tag. Der Arztbesuch sollte aber nicht auf sich warten lassen. Ekzeme im Gesicht und auf der Kopfhaut können wirkungsvoll mit Antimonium crudum behandelt werden. Zur Behandlung des dyshidrotischen Ekzems in allen Stadien der Erkrankung kann man Anagamos nehmen. Zeigt die betroffene Hautregion gelbliche Verdickungen und Bläschen, wird Mezereum empfohlen. Sind die Ekzeme besonders großflächig und schmerzen stark, sollte man besser auf Cantharis zurückgreifen.

Wann einen Arzt aufsuchen?

Säuglinge, Babys und Kinder im Vor- und Grundschulter erkranken häufiger als Erwachsene an Ekzemen und Ausschlag, da ihr Immunsystem noch nicht voll ausgebildet ist. Stellen sich bei einem Säugling oder Kleinkind eines oder mehrere der oben beschriebenen Symptome ein, bilden sich auf der Haut nässende oder eitrige Pusteln, hat das Kind Fieber, dann sollte man umgehend einen Kinderarzt aufsuchen. Ein an einem Ekzem erkrankter Erwachsener, der trotz Therapie keine Besserung feststellt, muß sich in ärztliche homöopathische Behandlung begeben. Gleiches gilt, wenn sich Blasen bilden oder die Haut stark austrocknet.

Assoziierte Einzelmittel und Indikationen – “Ekzem”

Assoziierte Einzelmittel

  • Antimonium crudum
  • Apis mellifica
  • Croton tiglium
  • Graphit, Graphites
  • Mezereum
  • Lungenhistamin, Poumon histamine
  • Delphinium staphisagria
  • Tellurium metallicum
  • Urtica urens
  • Viola tricolor

Indikationen

 

Tipp: Abgesehen von der Haut kann das Ekzem die Schädigung weiterer Organe zur Folge haben. Das alleinige Auftragen von Salben zur Heilung von ekzematösem Hautausschlag genügt folglich nicht – die Erkrankung muß ursächlich behandelt werden. Hierbei helfen homöopathische Mittel gut und schnell.

 

VN:F [1.9.11_1134]
Bewertung: 2.7 ( 28 Stimmen)
Ekzem, Ausschlag, 2.7 out of 5 based on 28 ratings

7 Beiträge zu “Ekzem, Ausschlag

  1. Hallo erstmal.
    am besten ist wenn ich mich kurz vorstelle.
    mein Name ist Cornelia Smith ich bin 35 jahre alt und ich habe im sommer am 11.07.2012 mein Tochter josephine zu Welt gebracht.sie ist mein erstes kind und mein ganzes Glück.
    von Geburt an hatten wir massive Probleme.
    mein Kind litt an den dreimonatskoliken.uns wurde ein schreikind diagnostiziert.
    wir waren in der schreiambulanz und unsere kleine bekommt seit der Geburt spezialnahrung wegen ihren koliken (novalac BK).mit dem stillen hat es erst auch nicht geklappt und als es funktioniert hatte.bekam ich eine schwere mastitis.diese wurde medikamentös behandelt und kurz darauf hatte ich nicht ausreichend Milch um meine Tochter satt zu bekommen.von da an kam immer etwas anderes dazu.sie bekam milchschorf.der von Seiten des Arztes nicht zwingend behandelt werden musste.sie hatte eigentlich schon sehr früh hautprobleme.sie hatte sehr stark hinter den Ohren gerochen.der Arzt verschrieb uns eine pilzcreme und dann wurde es erst besser.dann war es weg und nach einer Woche war dieser starke Geruch hinter den Ohren wieder da.es war auch etwas verkrustet was mir auffiel wenn ich es gesäubert habe.von da an kam jeden tag etwas mehr hinzu in den achseln pellt sie.anders wüsste ich es jetzt nicht zu beschreiben in der halsfalte an den armen an den ellen in den kniebeugen.ist es sehr trocken und stark gerötet.sie hat aber am ganzen körper stark trockene hautstellen. am linken knie in der Innenseite hat sie eine Ca.50cent Grosse nässende wunde die ich trocken versorgt habe. (nur mit einer kompresse)der Kinderarzt verschrieb mir eine Cortisonsalbe für die extremen stellen aber da habe ich mich erst geweigert diese zu nehmen.er meinte dann zu mir das es unterlassung der sorgfaltspflicht und kindesmisshandlung sei wenn ich die creme nicht nehme.mit einem schlechten Gefühl bin ich dann nach Hause und dann zum hautarzt in die akut Sprechstunde.da waren wir so schnell wieder draussen wie wir drinnen waren.die kleine wurde kurz angeschaut.dann eine fettcreme verschrieben und ein neuer Termin der dann ausfürlicher sein soll Ende Januar.
    ich glaube das war das Wichtigste zusammen gefasst.
    vielleicht nehmen sie sich die Zeit und lesen meinen doch etwas lang geratenen Kommentar an sie.aber ich weiss nicht mehr weiter.mein Kind hat hier zig salben und cremes und sieht von Tag zu Tag schlimmer aus.und es scheint das sie starken juckreiz hat.ich bezeichne es immer als zerfleddert.vielleicht nehmen sie sich die Zeit um mir einen rat zu geben.
    achso Allergien in der Familie sind kaum ausgeprägt.mein mann und ich leiden an hausstauballergie.und zwei Fälle von Asthma.aber keine weiteren Allergien.
    meine Tochter und ich würden uns sehr freuen wenn sie einen Rat für uns hätten.
    vielen dank ihre josephine

    • Gehen sie mit Ihrem Kind zu einem guten Homöopathen. Eine Behandlung der verschiedenen Stellen symptomatisch bringt keinen Erfolg. Kinder mit starkem Milchschorf auf dem Kopf sind Allergiker. Vielleicht liegt eine Unverträglichkeit in der Nahrung. Schreikinder leiden häufig unter nicht erkannten Allergien und sind so unruhig aufgrund Juckreizzuständen. Starke Kolliken deuten auch auf eine allergische Reaktion im Darm hin. Mein Sohn hatte auch diverse Ekzeme als Säugling durch die Gabe von wenigen homöopathischen Globuli wurden alle Erscheinungen innerhalb weniger Tage verbessert. Die folgende Konstitutionsbehandlung mit hochpotenzierten homöopathischen Mitteln brachte Heilung innerhalb weniger Wochen.
      Viel Erfolg

      • Hallo,
        in Deutschland ist meist die erste Nahrung für Säuglinge mit Möhren. Ich habe nach einiger Recherche gefunden, dass Möhre / Karotte in den USA als eine der Hauptallergieauslöser gilt. Es gibt sehr viele Erfahrungsberichte im Net über die Anwendung von Globuli, in denen von Erfolg berichtet wird. Eine Hautärztin sagte mal, Kleinkinder haben keine Neurodermitis, weil sie keinen Stress haben, es handelt sich eher um Nahrungsmittelunverträglichekeiten, oder auch Weichspüler, Waschmittel, Nuckel, Creme mit Lanolin (Wollfett) usw., die Hautausschläge und Ekzeme machen.

    • Hallo, es gibt ein Fachkrankenhaus in Leutenberg Schloss Friedensburg. Dort gibt es spezielle Kinder-Therapien (auch Säuglinge).
      Die Behandlungen sind cortisonfrei.

  2. Pingback: Natrium muriaticum, Natriumchlorid in der Homöopathie | Homöopathiewelt

  3. Hallo, ich kann mich meiner Vorgängerin nur anschliessen. Mit Salben kann man nur die Symptome behandeln. Da ich auch 2Kinder habe, bin ich mit denen ziemlich schnell bei einer guten Heilpraktikerin gelandet und inzwischen die ganze Familie. Ich selber war auch mit einer Pilzerkrankung bei Ihr, nachdem mein Hautarzt mir Schampoos verschrieben hat und es immer wieder kam. Ursache war dann am Ende eine Unverträglichkeit… Ich wünsche ganz viel Glück und Besserung.

  4. Pingback: Herpes simplex mit homöopathischen Mitteln behandeln | Homöopathiewelt

Eine Antwort abgeben

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht Pflichtfelder sind mit * markiert.

*

Sie können folgende HTML-Tags und Attribute benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Pollenfluganzeige
Pollenflugkalender
Werbung
Aktuelle Kommentare
Copyright © 2011 - 2014 Homöopathie - Alle Rechte vorbehalten | Linkpartner | Impressum - Kontakt
Pathologie und Homöopathie sind zwei fest miteinander verbundene Wissenschaften. Während die medizinische Disziplin "Pathologie" die Lehre von den abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper und deren Ursachen (Krankheitslehre) beschreibt, versteht sich die Homöopathie als eine sanfte Methode zur Heilung von Krankheiten. Die klassische Homöopathie ist eine auf dem Ähnlichkeitsprinzip fußende, ganzheitliche Heilmethode (Similia similibus curentur oder „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“), die den Patienten in seiner Gesamtheit betrachtet. Jede Krankheit findet so ihre eigene, auf den Patienten abgestimmte Therapieform.