Retrouvez-nous
Homéopathie Facebook Homéopathie Twitter
Werbung

Colitis ulcerosa

Colitis ulcerosa homöopathisch behandeln

Unter dem Begriff Colitis ulcerosa versteht der Mediziner eine chronische Entzündung des Dickdarms mit Geschwürbildung. Die Erkrankung verläuft ähnlich dem Morbus Crohn, mit dem Unterschied, daß sie weniger gravierend ist. Die Colitis ulcerosa ist eine Autoimmunerkrankung, die entzündliche Läsionen an der Darmschleimhaut verursacht. In der Regel beginnt die Colitis ulcerosa anal und breitet sich dann zum Dickdarm hin aus, verschont aber stets den Dünndarm. Die chronische Darmentzündung betrifft ohne Unterscheidung des Geschlechts zumeist Jugendliche von 15 bis 25 Jahren sowie ältere Menschen zwischen 45 und 60 Jahren. Begründet ist diese zu einer Zerstörung der Zellen des Organismus führende chronische Pathologie in einer krankhaften Überreaktion des Immunsystems auf einen Fremdkörper oder auf ein Antigen. Bei diesen Antigenen kann es sich um Bakterien, Viren oder Parasiten (selten auch Antibiotika) handeln,

Colitis ulcerosa – Symptome

Hauptsymptome sind Stuhlinkontinenz und zwanghafter Stuhlgang, blut- und schleimdurchzogener Durchfall oder umgekehrt ausbleibende Stuhlgänge. Diese unterschiedlich stark ausgeprägten Symptome können mit Bauchschmerzen verbunden sein, vor allem während des Stuhlgangs. Es kann zu rektalen Blutungen außerhalb vom Stuhlgang und Schmerzen im Analbereich kommen, die falsche Bedürfnisse entstehen lassen und so Stuhlzwang verursachen, bei dem keine oder nur wenige Kotmengen abgesetzt werden. Stuhlinkontinenz, Fieber und deutliches Abmagern sind häufige Anzeichen der Erkrankung.

Diese Symptome können Komplikationen verursachen oder schwerere Krankheiten begünstigen. Bei Kindern führen häufige Durchfälle zu Wachstumsstörungen, die man meist erst an einer gestörten Gewichtskurve erkennt. Colitis ulcerosa kann auch das Risiko für anorektale Krebsformen (Mastdarmkrebs, Enddarmkrebs, Rektumkarzinom) erhöhen.

Schmerzbehandlung

Zu Beginn eines Schubs kaum spürbare Bauchschmerzen können mit Ipecacuanha C5 behandelt werden. Dreimal täglich genommen, lindert dieses Mittel die Schmerzen rasch und wirksam. Dies gilt insbesondere, solange kein weißer Zungenbelag – ein sicheres Anzeichen für einen beginnenden Schub der Erkrankung – auftritt.

Wenn die Schmerzen vor allem in der Afterregion besonders stark sind, wird Cantharis C4 oder C5 empfohlen. Falsche Bedürfnisse und zwanghafte Stuhlgänge gehen mit 3 täglichen Einnahmen zurück.

Behandlungsmöglichkeiten bei Blutungen

Gegen die Blutungen werden Ipecacuanha C5 und Arnica montana C5 (je dreimal täglich) empfohlen. Das homöopathische Mittel der Wahl in diesem Fall ist und bleibt aber China officinalis.

Maßnahmen gegen die Durchfälle

Auch bei den für die Erkrankung typischen häufigen Durchfällen ist China officinalis (Potenzen C9 – C15) eine bewährte Hilfe, sofern davon dreimal täglich 5 Globuli genommen werden. Bei der Einnahme von Phosphorus C9 bis C15 ist die Behandlung in größeren Abständen und längerfristig zu planen. Die Dosierung kann bei zweimaliger Einnahme (morgens und abends) auch in Niedrigpotenzen erfolgen.

Grundbehandlung

Um eine allgemeinere Wirkung zu erzielen, sind Arsenicum album und Phosphorus besonders beliebt. Sie stärken das Immunsystem des Patienten, dieser wird widerstandsfähiger gegenüber anderen viralen oder bakteriellen Angriffen.

Wann einen Arzt aufsuchen?

In Anbetracht des besorgniserregenden Charakters dieser Pathologie sollte sich der Betroffene bei jedem hämorrhagischen Durchfall veranlaßt sehen, einen Arzt hinzuzuziehen. Auch ohne Krankheitsschübe ist die gesamte Dauer der Behandlung hindurch regelmäßige medizinische Beobachtung notwendig. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind besonders wichtig bei Colitis ulcerosa. Der Behandlungsplan schließt ernährungsphysiologisch korrekte Lebensmittel ein, die den allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten verbessern. Um dem inhärenten Risiko von rektalen Krebserkrankungen so weit wie möglich vorzubeugen, wird ferner zu regelmäßigen Darmspiegelungen (Koloskopien) angeraten.

Assoziierte Einzelmittel und Indikationen – “Colitis ulcerosa”

Assoziierte Einzelmittel

  • Argentum nitricum
  • Ignatia amara
  • Ipecacuanha
  • Mercurius corrosivus
  • Mercurius dulcis
  • Mercurius solubilis
  • Nitricum acidum
  • Phosphorus
  • Tuberculinum residuum

Gut zu wissen: Die Homöopathie ist eine wirksame symptomatische Behandlung, aber ebenfalls Prophylaxe. Sie kann weitere Schübe der Krankheit und ernstere Komplikationen verhindern.

 

VN:F [1.9.11_1134]
Bewertung: 2.5 ( 11 Stimmen)
Colitis ulcerosa, 2.5 out of 5 based on 11 ratings

Eine Antwort abgeben

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht Pflichtfelder sind mit * markiert.

*

Sie können folgende HTML-Tags und Attribute benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Pollenfluganzeige
Pollenflugkalender
Werbung
Aktuelle Kommentare
Copyright © 2011 - 2014 Homöopathie - Alle Rechte vorbehalten | Linkpartner | Impressum - Kontakt
Pathologie und Homöopathie sind zwei fest miteinander verbundene Wissenschaften. Während die medizinische Disziplin "Pathologie" die Lehre von den abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper und deren Ursachen (Krankheitslehre) beschreibt, versteht sich die Homöopathie als eine sanfte Methode zur Heilung von Krankheiten. Die klassische Homöopathie ist eine auf dem Ähnlichkeitsprinzip fußende, ganzheitliche Heilmethode (Similia similibus curentur oder „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“), die den Patienten in seiner Gesamtheit betrachtet. Jede Krankheit findet so ihre eigene, auf den Patienten abgestimmte Therapieform.