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Arthralgie, Gelenkschmerz

Arthralgie homöopathisch behandeln

Unter dem Begriff “Arthralgie” (seltener auch “Arthrodynie”) faßt der Mediziner alle Schmerzen zusammen, die man in einem oder mehreren Gelenken empfindet. Es handelt sich um ein Symptom, nicht aber um ein eigenes Krankheitsbild. Klagt ein Patient über Schmerzen in mehreren Gelenken, dann spricht der Arzt von einer Polyarthralgie. Grundsätzlich kann man zwei Arten von Arthralgien unterscheiden: chronische Gelenkschmerzen und akute Gelenkschmerzen. Zu der akuten Arthralgie zählen durch einen Unfall oder eine Sportverletzung ausgelöste Schmerzen im Gelenk. Hierzu gehören unter anderem Verstauchungen und Prellungen. Arthralgien sind oft unspezifisch und lassen sich von den Patienten vielfach nicht präzise beschreiben und erklären. Die Ursachen sind extrem vielgestaltig, der psychologische Aspekt sollte nicht vernachlässigt werden. Allgemeinerkrankungen und z. B. Überanstrengung bzw. Überbelastung können Arthralgien begünstigen. Die chronische Arthralgie unterscheidet sich von dem akuten Gelenkschmerz insofern, als die Symptome auf Dauer bestehen. Als häufige Beispiele für chronische Arthralgien kann man Gicht, Arthrose und rheumatoide Polyarthritis anführen. Es gibt auch chronische Arthralgien, bei denen genetische Faktoren eine erhebliche Rolle spielen. Eine spezifischere Form oder auch Weiterentwicklung der Arthralgie ist die Arthritis, durch Entzündungen auch infektiösen Ursprungs ausgelöste Schmerzen in den Gelenken.

Wie sich die Arthralgie bemerkbar macht

Die Arthralgie macht sich durch mehr oder weniger starke Schmerzen in den Gelenken bemerkbar: in einem einzelnen Gelenk oder in mehreren Gelenken. Je nachdem, welche Auslöser sie haben, können diese Schmerzen anders geartet sein. Bei dem einen Patienten verschlimmern sich die Schmerzen durch Belastung und Bewegung, bei dem anderen nehmen sie ganz im Gegenteil zu, sobald das schmerzende Gelenk geschont wird.  Oft präsentiert sich der Schmerz durch eine gewisse Steifigkeit der Muskeln des betroffenen Gelenks. Er kann vorübergehend und von kurzer Dauer sein, in bestimmten Abständen stets erneut auftreten oder sich auf Dauer manifestieren. Bei der entzündlichen Form kann der Schmerz eine Stunde und länger anhalten. In bestimmten Fällen erreicht der Schmerz mehrere Körperzonen.

In der Regel ist eine Arthralgie äußerlich nicht sichtbar, der Gelenkschmerz geht ohne Gelenkschwellung und ohne Hautrötung einher. Geschwollene Gelenke, gerötete Haut und brennender Schmerz können Anzeichen dafür sein, daß die Arthralgie in eine Arthritis übergegangen ist. In ernsteren Fällen schränkt der Schmerz die Bewegungsfähigkeit des Betroffenen ein, in ganz schweren Fällen ist dieser gänzlich bewegungsunfähig (schwere Arthrose im Knie). Tritt der Schmerz vorwiegend nachts auf, kann sich der Schlaf beeinträchtigt sehen.

Wie werden Gelenkschmerzen homöopathisch behandelt?

Wie eine Arthralgie behandelt wird, hängt in erster Linie davon ab, was zu dem Schmerz geführt hat. In der Regel wird bei Arthralgien Rhus toxicodendron empfohlen, ein homöopathisches Heilmittel, das sich vor allem bei rheumatischen Leiden bewährt hat. Je nachdem, wie stark die Schmerzen sind, kann der Patient ein- bis viermal täglich zu fünf Globuli greifen. Ein anderes hilfreiches homöopathisches Heilmittel ist Luesinum C7. Luesinum paßt vor allem zu Schmerzen in den Schädelknochen, in den Rippen- und Schienbeinknochen, wenn diese sich vor allem nachts bemerkbar machen. Die genaue Dosierung ist mit dem behandelnden Arzt zu besprechen.

Damit eine homöopathische Behandlung möglichst große Erfolge bringen kann, werden die eingesetzten Mittel so präzise wie möglich der Person, dem von ihr beschriebenen Krankheitsbild und der daraus herausgearbeiteten Symptomatik angepaßt. Durch Bewegung und Belastung ausgelöster Schmerz zum Beispiel kann sehr gut mit täglich fünf Kügelchen Bryonia alba C5 gelindert werden. Macht sich der Schmerz dagegen vor allem in ruhender Position bemerkbar, etwa morgens beim Aufstehen, dann paßt Rhus toxicodendron C9 (5 Globuli pro Tag) besser. Es gibt auch Gelenkschmerzen, die sich durch Feuchtigkeit verschlimmern. In einem solchen Fall ist das Dulcamara C9 (5 Globuli täglich) das beste Mittel. Caulophyllum thalictroides C5 wird empfohlen, um Arthralgien in den Fingergelenken zu behandeln. Die Behandlung dauert in der Regel 3 Monate mit dreimal täglich 5 Globuli.

Wann einen Arzt aufsuchen?

Leichte und vorübergehende Schmerzen in den Gelenken können durch Schmerzmittel oder einfache Gesten wie Auflegen von Eiswürfeln erleichtert werden. Hartnäckige und immer wiederkehrende Schmerzen sowie Schmerzen, die unerträglich stark sind, sollten besser einem Arzt vorgestellt werden. Seit einer Woche andauernder Schmerz oder morgendlicher Schmerz, der mindestens eine Stunde lang anhält, sollte mit einem Mediziner besprochen werden, um korrekt behandelt werden zu können. Zeigt sich eine sichtbare Schwellung des Gelenks oder der Gelenke, ist die Haut an der schmerzenden Stelle gerötet und warm oder gehen die Schmerzen mit einer offenen Wunde am Gelenk einher, ist ärztlicher Rat mehr als empfehlenswert. Auch, wenn sich zu dem Schmerz Begleiterscheinungen wie extreme Müdigkeit, Fieber und Schüttelfrost gesellen, muß ein Arzt zu Rate gezogen werden. Während der Schwangerschaft schließlich sollte jeder Schmerz in den Gelenken dem behandelnden Arzt gemeldet werden, damit dieser eine korrekte Diagnose stellen kann.

Assoziierte Einzelmittel und Indikationen – “Arthralgie, Gelenkschmerz”

Assoziierte Einzelmittel

  • Bryonia alba
  • Dulcamara
  • Rhus toxicodendron

Indikationen

  • Arthrose
  • Zervikalsyndrom (Cervicalgie)

 

Gut zu wissen: In der Homöopathie ist immer wieder von Rhus toxicodendron zu hören, wenn chronische Gelenkschmerzen gelindert und Rheumaerkrankungen behandelt werden sollen. Dieses Heilmittel eignet sich für den Einsatz im Rahmen einer Langzeitbehandlung, nimmt aber auch sehr gut punktuellen Schmerz.

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Pathologie und Homöopathie sind zwei fest miteinander verbundene Wissenschaften. Während die medizinische Disziplin "Pathologie" die Lehre von den abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper und deren Ursachen (Krankheitslehre) beschreibt, versteht sich die Homöopathie als eine sanfte Methode zur Heilung von Krankheiten. Die klassische Homöopathie ist eine auf dem Ähnlichkeitsprinzip fußende, ganzheitliche Heilmethode (Similia similibus curentur oder „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“), die den Patienten in seiner Gesamtheit betrachtet. Jede Krankheit findet so ihre eigene, auf den Patienten abgestimmte Therapieform.