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Appetitstörungen

Appetitstörungen homöopathisch behandeln

Appetitstörungen und mangelnde Eßlust können die unterschiedlichsten Ursachen haben: Nahrung von schlechter oder wenig ansprechender Qualität, Abneigung gegen bestimmte Nahrungsmittel, bei Kindern noch nicht erfolgte Anpassung an den Geschmack einer neuen Speise, mangelnde Präsentation der Lebensmittel usw. Gelingt es nicht, die Situation in den Griff zu bekommen und zu korrektem Eßverhalten zu finden, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Allein er kann sagen, ob die Ursachen der Eßunlust psychischen/seelischen/funktionellen oder organischen Ursprungs sind.

Was sind Appetitstörungen?

Appetitstörungen bezeichnen ein Symptom im Zusammenhang mit Appetitlosigkeit oder umgekehrt zuviel Appetit. Kinder mit Eß- oder Appetitstörungen zeigen eine unterbrochene Gewichtskurve. Sobald die Gewichtskurve vor allem kleinerer Kinder nicht harmonisch steigt oder sogar abknickt, ist der Gang zum Arzt ein Muß. Eine steil abwärts gehende Kurve weist auf Anomalien biologischen Ursprungs oder auf ein prägendes Ereignis im Leben des Kindes hin. Eine solche Gewichtskurve zeigt eine Störung an, deren Ursache zu erkennen der Mediziner am ehesten in der Lage ist.

Eßstörungen können von Erkrankungen wie chronischen Infektionen im HNO-Bereich, Diabetes und Verdauungsproblemen herrühren. Sie können sich in exzessivem Verzehr von Lebensmitteln manifestieren: Das Kind ist stets und ständig hungrig und nimmt beachtliche Essensmengen zu sich. Bei Angst ist dieser Hunger noch stärker. Dann kommt es zu wahren Heißhungerkrisen, zu Freßattacken, das Kind schlingt und stopft sich mit Essen geradezu voll.

Appetitstörungen – Symptome

Zu Appetitstörungen kann es bereits nach Vollendung des ersten Lebensjahrs kommen. Dann wird das Kind selektiver in der Akzeptanz der Speisen, die aufgenommene Nahrungsmenge kann deutlich zurückgehen. Dadurch kommt es zu einer Verlangsamung der Gewichtszunahme. Bei einem Kind mit gesundem Eßverhalten stellen die Eltern fest, daß ihr Kind seinen „Babyspeck“ verliert, es ist voller Energie und wird immer aktiver. Das unter Appetitstörungen leidende Kind dagegen ist schwächlich und schnell übermüdet, trotzdem seine Augen lebhaft leuchten. Sein Wachstum ist relativ langsam, die Füße schwitzen dauerhaft. In schwereren Fällen zeigen sich Symptome einer Mangelernährung, der kleine Körper ist extrem mager, der Bauch dagegen ist wie aufgebläht und der Kopf des Kindes erscheint unverhältnismäßig groß. In manchen Fällen ist das Kind anfällig für chronische Verstopfung und verdaut nur schwer.

Appetitstörungen und Eßunlust können zu Mangelerscheinungen führen, eine Folge von unausgewogener Ernährung. Es fehlt dem Betroffenen an Proteinen, Lipiden, Glukose, Vitaminen. Mangelernährung führt zu schweren Folgen für den Organismus und erhöht ganz drastisch das Risiko schwerer Krankheiten. Die Bulimiekrisen können selbst beim Kind zu schwerem Übergewicht führen. In einem solchen Fall kann Fettleibigkeit die Folge sein.

Homöopathische Behandlungsmöglichkeiten

Um Appetitstörungen homöopathisch zu behandeln, wird meist mit hochpotenzierten Mitteln (Potenzen C9 bis C15) gearbeitet. Die Einnahme erfolgt auf Wochenbasis und in Abhängigkeit der individuellen Symptome. Bei dem unter Verdauungsproblemen und Verstopfung leidenden Kind, das immer größer werdender Eßunlust und eine Tendenz zu Magersucht zeigt, sich aber gleichzeitig von Schokolade, Zucker und stärkemehlhaltigen Nahrungsmitteln angezogen fühlt, kann man Lycopodium zur Behandlung einsetzen.

Ist das Kind dagegen eher rachitisch und sehr schnell ermüdet, zeigt es ein besonders langsames Körperwachstum, ist sein Körper extrem mager, ist Silicea das am ehesten geeignete Mittel, um den Appetit wiederzubringen. Manchmal fehlt es dem Kind nicht am Appetit, aber es zieht eindeutig salzige Nahrungsmittel vor. Es kommt auch vor, daß allein der Oberkörper abmagert und der Patient oft wegen krümeligem, trockenen Stuhl unter Verstopfung leidet. In beiden Fällen wird Natrium muriaticum verschrieben, um das metabolische Gleichgewicht wiederherzustellen.

Falls sich die Appetitstörungen in Heißhunger und Bulimiekrisen manifestieren oder das Kind besonders mager, aber überaktiv ist, oder auch, wenn es ständig ängstlich ist und diese Angst durch Hungergefühl und in ruhigen Momenten verschlimmert wird, darf Jodum genommen werden, um diese Symptome zu erleichtern. Manchmal ist das Kind wahrhaft gefräßig. Es zieht gesalzte, stark gewürzte und geräucherte Nahrung Salaten und frischem Gemüse vor, kann aber auch magersüchtig sein. In diesem Fall wird Calcium phosphoricum verordnet.

Assoziierte Einzelmittel und Indikationen – “Appetitstörungen”

Assoziierte Einzelmittel

  • Lycopodium clavatum
 

Gut zu wissen: Heißhunger läßt sich beruhigen, indem man jeweils am Sonntag eine Gabe Antimonium crudum C9 nimmt. Außerdem ist es möglich, durch Angst ausgelösten nervösen Hunger zu beruhigen. Ignatia C7, dreimal täglich 5 Globuli genommen, sind in diesem Fall genau richtig.

 

 

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Pathologie und Homöopathie sind zwei fest miteinander verbundene Wissenschaften. Während die medizinische Disziplin "Pathologie" die Lehre von den abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper und deren Ursachen (Krankheitslehre) beschreibt, versteht sich die Homöopathie als eine sanfte Methode zur Heilung von Krankheiten. Die klassische Homöopathie ist eine auf dem Ähnlichkeitsprinzip fußende, ganzheitliche Heilmethode (Similia similibus curentur oder „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“), die den Patienten in seiner Gesamtheit betrachtet. Jede Krankheit findet so ihre eigene, auf den Patienten abgestimmte Therapieform.