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Sticta pulmonaria

Atemwegserkrankungen mit Sticta pulmonaria behandeln

Sticta pulmonaria ist die lateinische Bezeichnung für das Lungenmoos, auch Lungenflechte genannt. Zur Herstellung des Homöopathikums wird die als Epiphyt auf bestimmten Bäumen wie der Buche oder Eiche wachsende Flechte verarbeitet. Die Lungenflechte (die botanische Bezeichnung ist Lobaria pulmonaria) bildet mächtige lappige Blätter von olivgrüner bis rötlichbrauner Farbe. Aus diesen Blättern, Thalles genannt, gewinnt der Homöopath die Urtinktur für das spätere Arzneimittel. Die Pflanze wächst in feuchten, niederschlagsreichen Lagen vom borealen Bereich bis in Berglagen im Mittelmeerraum. Man findet sie auf der Rinde von Bäumen, vorwiegend Ahorn, Buche und Eiche, und auf Felsgestein. In der Homöopathie wird Sticta pulmonaria (Kürzel: stict.) in der Regel in Form von Streukügelchen (Globuli) auf Laktose- und Saccharoseträger angeboten. Um Allergien zu vermeiden, gibt es das Mittel aber auch als Ampullen, Tropfen, Pulver und Zäpfchen, die laktose- und glutenfrei sind.

Leitsymptome

Sticta pulmonaria wird hauptsächlich im Zusammenhang mit Atemwegserkrankungen verordnet. Das Mittel paßt zu der Nebenhöhlenentzündung, deren Symptome eine verstopfte Nase, ein dumpfes Gefühl im Bereich der Stirn und Schmerzen im Gesicht sind. Es kann verordnet werden, sobald sich die ersten Anzeichen einer Erkältung oder eines Schnupfens einstellen und die Nase zu laufen beginnt.  Sticta hilft erfolgreich gegen Luftröhrenentzündung mit all ihren Symptomen, darunter eine trockene Kehle und Reizhusten.

Sticta pulmonaria paßt gut zu bestimmten mentalen Störungen, darunter geistige Verwirrung und die Unfähigkeit, sich zu konzentrieren. Die Arznei wird empfohlen, wenn der Patient eine unkontrollierte, heitere Plauderbereitschaft zeigt und nicht in der Lage ist, über längere Zeit zu schweigen. Der Sticta-Typ zeigt ein dauerndes und starkes Verlangen zu reden, egal ob jemand zuhört oder nicht. Ebenfalls verabreicht werden kann das Mittel bei starken Migränen, die sich in Verbindung mit Lärm oder Licht noch verschlimmern.

Klinische Indikationen

Sticta pulmonaria wirkt nächtlichem Reizhusten entgegen, der zudem von starken Kopfschmerzen begleitet ist.  Bei Heuschnupfen und unablässigen Niesanfällen, bei denen der Betroffene einen starken Druck vom Nasenrücken bis in die Stirnhöhlen verspürt, hilft Sticta einwandfrei. Die Lungenflechte wird bei Katarrhen empfohlen, wenn die Nase unablässig läuft und die Augen und der ganze Kopf stark schmerzen.  Häufig paaren sich diese Symptome mit Husten und einem unerträglichen Druck im Brustbereich.

Die Homöopathie kennt für Sticta pulmonaria noch weitere Anwendungsgebiete, darunter akute Rheumaschmerzen mit anschwellenden und sich heiß anfühlenden Gelenken. Sticta pulmonaria bringt dem Patienten mit entzündeten kleinen Gelenken und chronischer Bursitis am Knie Erleichterung. Der Homöopath verschreibt das Mittel auch gern bei Sehstörungen oder Schmerzen in den Augenhöhlen. Bei Schläfrigkeit nach den Mahlzeiten und  Schlaflosigkeit durch unablässige Hustenanfälle, bei Nervosität und sogar nach einem operativen Eingriff beim Kind kann diese Arznei Wunder wirken.

Empfohlene Dosierungen

Zur Behandlung von Atemwegserkrankungen und Lungenleiden ohne weitere Komplikationen lautet die homöopathische Empfehlung auf die drei- bis viertägige Einnahme von Sticta pulmonaria C5 (alle zwei Stunden werden 5 Globuli genommen). Die Einnahmeabstände werden in dem Maße verlängert, wie die Symptome der Erkrankung abklingen. Die gleiche Behandlung ist bei der Allergie mit einer verstopften Nase angebracht.

Die Assoziation von Sticta pulmonaria mit Bryonia alba C7 bis C9 bringt übrigens sehr gut Ergebnisse. In diesem Fall wird empfohlen, von beiden Mitteln alle vier Stunden 5 Globuli zu nehmen, und die Einnahmeabstände zu vergrößern, sobald sich der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten bessert. Sticta pulmonaria C15 wird gerne mit Arum triphyllum und Aconitum napellus kombiniert, um die allergische Nasenschleimhautentzündung zu behandeln. Die Behandlung unterstützt die Arbeit der Bronchien und lindert den Druck, der auf der Nase lastet.

In Assoziation mit Sambucus nigra ist Sticta pulmonaria angezeigt, um im Winter und bei trockenem Wetter die allergiebedingt verstopfe Nase zu behandeln. Sticta wirkt insofern positiv auf die Nasenschleimhäute, als es die Sekretbildung reguliert und die Atemwege freiräumt.

Assoziierte Einzelmittel und Indikationen – “Sticta pulmonaria”

Assoziierte Einzelmittel

  • Aconitum napellus
  • Arum triphyllum
  • Bryonia alba
  • Sambucus nigra

Indikationen

  • Schlaflosigkeit, Schlafstörungen
  • Rhinitis, Schnupfen, Nasenschleimhautentzündung, Katarrh
  • Rheumatismus
  • Sinusitis, Nasennebenhöhlenentzündung
  • Prä- und postoperative Versorgung
  • Husten
  • Tracheitis, Luftröhrenentzündung

Gut zu wissen: Sticta pulmonaria ist nicht nur bei HNO-Erkrankungen angezeigt, auch bei Beschwerden des Verdauungsapparates hat sich das Mittel bewährt. Tatsächlich kann sich das Lungenmoos bei Magenbrennen und saurem Aufstoßen als hilfreich erweisen. Es ist ferner angezeigt, um Verstopfung zu behandeln, bei der sich im Zuge der Stuhlentleerung ein starker Schmerz in der Analregion einstellt.

 

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Bewertung: 3.5 ( 30 Stimmen)
Sticta pulmonaria, 3.5 out of 5 based on 30 ratings

2 Beiträge zu “Sticta pulmonaria

  1. Vielen Dank für die Beschreibung. Hab’s gerade von meiner Ärztin verordnet bekommen. Dann bin ich natürlich immer neugierig warum sie das wählte. Die Beschreibung passt genau auf mein Krankheitsbild und unterstützt mich in der Einnahme.

  2. bei meinem Sohn (4) wirkt dieses Mittel wirklich super. Er hatte ganz argen Reizhusten und hat wirklich ganz viel gehustet. Nach 3 mal nehmen ist der Reizhusten viel besser, er schläft durch und der Husten löst sich nach 2 Tagen. Toll!!!

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Pathologie und Homöopathie sind zwei fest miteinander verbundene Wissenschaften. Während die medizinische Disziplin "Pathologie" die Lehre von den abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper und deren Ursachen (Krankheitslehre) beschreibt, versteht sich die Homöopathie als eine sanfte Methode zur Heilung von Krankheiten. Die klassische Homöopathie ist eine auf dem Ähnlichkeitsprinzip fußende, ganzheitliche Heilmethode (Similia similibus curentur oder „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“), die den Patienten in seiner Gesamtheit betrachtet. Jede Krankheit findet so ihre eigene, auf den Patienten abgestimmte Therapieform.