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Silicea

Infektionskrankheiten mit Silicea behandeln

Silicea ist ein homöopathisches Heilmittel, dem eine Siliziumverbindung in Pulverform zugrunde liegt, nämlich kolloidales Kieselsäureanhydrid. Die chemische Formel – SiO2 – zeigt, daß es sich um Siliziumdioxyd (Quarz) handelt. Diese Substanz besteht in der Hauptsache aus Sand bzw. Kieselerde. In der Industrie ist die Halbleitertechnik ein wichtiger Verwendungsbereich für Silizium. Als homöopathisches Mittel ist Kieselerde unter dem Namen Silicea terra, kurz Silicea, bekannt. Es unterstützt die Wundheilung und das rasche Abheilen von eitrigen Wunden. Das Mittel zeigt auch in der Behandlung von durch Kälte und Nässe begünstigten Infektionskrankheiten große Wirkung. Silicea als Tuberkulosemittel hat den Vorteil, andere biochemische Salzverbindungen ergänzen zu können.

HNO und Pneumologie

Schnupfen und Erkältungen, Sinusitis, chronische Otorrhoen und Otorrhagien, Schmerzen in den Ohren sind einige der typischen Silicea-Krankheitsbilder. Gut behandeln lassen sich zum Beispiel auch Rhinopharyngitis und Entzündungen des Rachenraums oder der Nasenschleimhäute bei kleinen Kindern. Die Einnahme von Silicea bei rezidivierenden Atemwegserkrankungen im Winter hat sich als wirkungsvoll erwiesen.

Augenheilkunde

Mit Silicea lassen sich Lidrandentzündungen und Augenentzündungen behandeln, die zu gereizten und geröteten Augen führen. Dieses Homöopathikum ist ideal, um sich von eitergefüllten Furunkeln und Geschwülsten am Auge oder Lid zu befreien, dem sogenannten Gerstenkorn.

Gynäkologie und Urologie

Silicea lindert Entzündungen der Vaginalschleimhäute und Eileiter. Zur Einnahme dieses Mittels wird übrigens auch bei Entzündungen des Endometriums (Gebärmutterschleimhaut), bei Blasenentzündungen (Zystitis) und Blasenkrämpfen geraten. Ferner können bestimmte Nierenerkrankungen durch eine Therapie auf Basis von Kieselerde problemlos geheilt werden.

Dermatologie

Silicea wird bei furunkelähnlicher Akne verschrieben, bei Panaris, Furunkeln und nässenden Dermatosen. Weiße Flecken auf Finger- und Fußnägeln verschwinden, auch splitternde und gefurchte oder verformte Finger- und Fußnägel lassen sich wirkungsvoll behandeln.

Rheumatologie

Silicea wirkt positiv bei Menschen, die an Algodystrophie leiden, eine Dystrophie und Atrophie von Gliedmaßenabschnitten, die zu den Komplexen regionalen Schmerzsyndromen (CRPS) gehört, es lindert starke Gliederschmerzen, hilft bei der Adoleszentenkyphose (Scheuermannsche Kyphose), Knochenkaries (Cholesteatom), Rachitis und entzündlichen Erkrankungen der Gelenke wie Arthritis. Krampfartige Schmerzen im Bereich von Steißbein und terminalem Mastdarm, wie sie bei der Kokzygodynie auftreten, und Osteoporose, von der vor allem ältere Menschen betroffen sind, lassen sich mit Silicea sehr gut behandeln.

Mund- und Zahnheilkunde

Der Silicea-Typ ist anfällig für Zahnfäule, Karies und fokale Infektionen an den Zähnen, die oft die Ursache für Verformungen des Kau- und Kieferapparates sind. Bei Angina, die häufig im Winter oder in der Übergangszeit auftritt, ist Silicea ein gern verschriebenes Konstitutionsmittel.

Magen-Darm-Heilkunde

Silicea hilft bei Durchfall und atonischer (muskelschlaffer) Verstopfung, die durch schlechte Verdauung und das Symptom der Malabsorption ausgelöst werden können. Hervorragend ist Kieselerde bei Oxyuriasis mit starken Schmerzen im Bauchraum sowie bei chronischem Husten.

Verhaltensauffälligkeiten

Homöopathen verschreiben Silicea bei allgemeiner Ermüdung und Erschöpfungszuständen, bei Konzentrationsschwierigkeiten und Schlafstörungen. Schüchternen oder oft gestressten und aufgeregten Patienten wird dieses Mittel gerne empfohlen.

Dosierung bei Infektionen der Atemwege und des HNO-Bereichs

Bei Ausfluß von Eiter aus dem Ohr, wie er bei verschiedenen Formen der Otitis möglich ist, nimmt man in den ersten beiden Monaten der Therapie täglich jeweils eine Gabe von Silicea C30. In den beiden Folgemonaten setzt man die Therapie mit einer monatlichen einzunehmenden Dosis fort. Bei Atemwegserkrankungen genügt es, einmal pro Woche eine Gabe Silicea C30 unter die Zunge zu legen und zergehen zu lassen.

Dosierung bei Augenerkrankungen

Bei Augenerkrankungen wird die gleiche Dosis empfohlen wie bei Infektionen im HNO-Bereich. Reagiert der Patient stark auf Silicea, ist das Arzneimittel in einer schwächeren Dosierung vorzuziehen.

Dosierung bei urologischen und gynäkologischen Beschwerden

Über vier Monate hinweg einmal pro Woche eine Dosis Silicea C30 lutschen, um Infektionen und Entzündungen an Gebärmutterhals, Gebärmutter und Scheide (Metritis und Endometritis) zu behandeln. Gleiches gilt für die Behandlung von Harnwegserkrankungen.

Dosierung bei Dermatosen

Um Furunkel und Panaritien abheilen zu lassen, nimmt man zu Beginn der Behandlung 5 Globuli Silicea C15 oder C9, sobald die Symptome nachlassen 5 Globs. Silicea C9, am vorletzten Tag der Behandlung 5 Globs. Silicea C15, am letzten Behandlungstag schließlich 5 Globs. Silicea C30. Zur Behandlung einer Pilzinfektion an den Fußnägeln nimmt man drei ganze Monate lang einmal wöchentlich eine Gabe Silicea C15. Akne heilt am besten ab, wenn man das Homöopathikum Silicea zwei- bis dreimal täglich nimmt. Der Erwachsene nimmt 2 Tabletten (oder 10 Kügelchen), Kinder ab sechs Jahren erhalten eine Tablette (oder 5 Kügelchen).

Dosierung bei Rheumaerkrankungen

Nimmt man vier Monate hindurch einmal wöchentlich eine Gabe Silicea C15, gehen infektiöse und entzündliche Rheumaerkrankungen zurück. Die Wirkung von Silicea kann verstärkt werden; wenn das Mittel mit dem Homöopathikum Calcium phosphoricum assoziiert wird.

Dosierung bei stomatologischen Beschwerden

Bei Mund- und Zahninfektionen hilft die tägliche Einnahme von 5 Globs. Silicea. Die Behandlungsdauer beträgt ungefähr einen Monat.

Dosierung bei Magen-Darm-Erkrankungen

Bei Durchfall oder Verstopfung, die im Zusammenhang mit dem Syndrom der Malabsorption ausgelöst werden, legt man einmal pro Tag eine Gabe Silicea C9 unter die Zunge. Eine Behandlungsdauer von drei Monaten ist empfehlenswert. Bei Oxyuriasis nimmt man ebenfalls drei Monate eine tägliche Gabe Silicea, aber in der Potenz C30.

Dosierung bei Verhaltensauffälligkeiten

Eine wöchentliche Gabe Silicea C30 bringt Hilfe bei Verhaltensauffälligkeiten, wie siie durch Ermüdung, Streß, Schlaflosigkeit und Kopfschmerzen ausgelöst werden können. In Verbindung mit den Homöopathika Tuberculinum und Natrium muriaticum wirkt Silicea übrigens gegen allgemeine Ermüdungserscheinungen.

Assoziierte Einzelmittel und Indikationen – “Silicea”

Indikationen

  • Akne
  • Prostataleiden
  • Algodystrophie (Morbus Sudeck)
  • Mandelentzündung, Angina (tonsillaris)
  • Asthenie, Schwäche, Kraftlosigkeit
  • Blepharitis, Lidrandentzündung
  • Bronchitis
  • BCGitis, BCG-Erkrankung
  • Obstipation, Verstopfung, Darmträgheit
  • Blasenentzündung, Zystitis (Cystitis)
  • Kopfschmerz, Kephalgie (Cephalgie)
  • Dacryocystitis, Tränendrüsenentzündung
  • Ekzem, Ausschlag
  • Furunkel
  • Hyperhidrose
  • Grindflechte, Impetigo contagiosa
  • Schlaflosigkeit, Schlafstörung
  • Scheuermann-Krankheit, Morbus Scheuermann
  • Mykose, Pilzinfektion
  • Gerstenkorn, Hordeolum
  • Osteitis, Knochenentzündung
  • Osteopenie
  • Otitis, Ohrenentzündung
  • Oxyuriasis, Enterobiasis
  • Panaritium, Umlauf, Nagelgeschwür
  • Parodontose, Zahnbettschwund
  • Zahnfleischentzündung, Pyorrhoea alveolaris, Alveolarpyorrhoe, Parodontitis marginalis
  • Rhinopharyngitis, Entzündung des Nasen-Rachen-Raums
  • Sinusitis, Nasennebenhöhlenentzündung
  • Somnambulismus, Mondsucht, Schlafwandeln
  • Staphylodermie, staphylogene Hautinfektion
  • Lampenfieber
  • Trauma, Unfallverletzung
  • Gedächtnisstörungen, Störung der Merkfähigkeit
  • Vaginitis, Scheidenentzündung
  • Warze

 

Gut zu wissen: In Kombination mit anderen homöopathischen Tuberkulosemitteln, darunter Natrium muriaticum und Tuberculium, wirkt Silicea noch stärker.

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Bewertung: 2.8 ( 136 Stimmen)
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5 Beiträge zu “Silicea

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Pathologie und Homöopathie sind zwei fest miteinander verbundene Wissenschaften. Während die medizinische Disziplin "Pathologie" die Lehre von den abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper und deren Ursachen (Krankheitslehre) beschreibt, versteht sich die Homöopathie als eine sanfte Methode zur Heilung von Krankheiten. Die klassische Homöopathie ist eine auf dem Ähnlichkeitsprinzip fußende, ganzheitliche Heilmethode (Similia similibus curentur oder „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“), die den Patienten in seiner Gesamtheit betrachtet. Jede Krankheit findet so ihre eigene, auf den Patienten abgestimmte Therapieform.