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Opium

Narkose- und Schlafmittel Opium

Opium ist eine psychotrope Substanz aus dem Milchsaft des Schlafmohns (Papaver somniferum) oder Blaumohns. Zur Gewinnung von Rohopium werden die getrockneten Fruchtkapseln benötigt. Um sie zu erhalten, wird die Mohnblume in unreifem Zustand gesammelt. Pharmazeutisch interessant im Mohn sind vor allem zwei große Gruppen von Alkaloiden, die Phenanthren-Alkaloide mit Codein, Morphin, Thebain und die Benzylisochinolin-Alkaloide mit Narcotin (=Noscapin), Papaverin und Narcein. Allein die Phenanthrene wirken aber auf das Nervensystem. Die Benzylisochinoline für ihren Teil haben gefäßerweiternde und krampflösende Eigenschaften.

Mohn macht schläfrig! Nicht umsonst trägt er auch den Namen Schlafmohn. Die Signale zum Schlafen setzen vor allem die besonders kraftvollen Alkaloide Codein und Morphin. Vor allem Morphin ist mehrheitlich in der Pflanze vorhanden, jede Mohnkapsel enthält ungefähr 10 bis 15 % davon. Im Kontakt mit der Luft trocknet der aus den Mohnkapseln abfließende Milchsaft und verfärbt sich bräunlich. Durch Abkratzen erhält man das Rohopium, eine teigige Masse, die sich zu Kügelchen verfestigt.

Schmerzstiller Opium

Opium ist ein natürliches Sedativum und Analgetikum. Wenn schulmedizinische Analgetika bei schwersten Schmerzen versagen, kann Opium beruhigend und schmerzhemmend wirken. Das im Opium enthaltene Morphin ist eines der Referenz-Analgetika, es entfaltet seine Eigenschaften durch Wechselwirkung mit speziellen Rezeptoren an den Enden der Nervenzellen. Die Substanz gehört zu den Opioidrezeptoren des Typs µ, die aktivierende Signale an Nervensystem, Rückenmark und Bauch (Darm) senden. Damit ersetzt Morphin endogene Peptide, Endorphine und Enkephaline, die den Schmerz betäuben und unterdrücken. Konkret bedeutet dies, Morphin kann selbst stärkste Schmerzempfindung unterbinden. Codein gehört wie Morphin zu den zentral wirkenden Analgetika. Beide sind reine Agonisten (sie docken an Rezeptoren an und aktivieren die Signalübertragung) und besitzen vergleichbare Wirkung. Im Vergleich zu anderen schmerzstillenden Mitteln besitzt Codein eine relativ geringe akute Toxizität und ist daneben frei von den typischen suchterzeugenden Opiat-Wirkungen.

Was Opium noch kann

Opium besitzt stark berauschende, narkotische Wirkung, die sich verschiedenartig äußern kann. Unter anderem führt die Substanz zu Schläfrigkeit (Somnolenz). Dadurch, daß Opium narkotisch und betäubend ist, wird es auch als Schlafmittel eingesetzt. Von vielen Heilprakikern und Homöopathen werden Opiate bei Schlaflosigkeit befürwortet. Seine krampflösende Wirkung verdankt Opium der Tatsache, daß der Milchsaft größere Mengen an Papaverin enthält. Opium zählt zu den schwach wirksamen Opioiden, weswegen es auch gern in der Phytotherapie zum Einsatz kommt. Seit ewigen Zeiten wird Opium in Form von benzoesäurehaltiger Opiumtinktur, Anisöl bzw. Elixir paregoricum genannt, gegen heftigen Durchfall eingesetzt. Opiumsamen werden vor allem bei Verstopfung empfohlen. In der Homöopathie schließlich wird Opium vor allem im Anschluß an eine Vollnarkose verordnet, um den Zustand durch Ausschaltung des Bewußtseins auszubalancieren. Hilfreich ist das Mittel ferner nach einem operativen Eingriff im Bereich der Darmpassage, um den Darmtransit wieder in Gang zu bringen.

Opium dosieren

Homöopathisches Opium gibt es in verschiedenen Varietäten, dementsprechend sind ihre Wirkungsspektren weit gefächert. Aus Opium wird Morphin und Codein gewonnen, aber auch Heroin. Somit ist eine Überdosierung extrem gesundheitsschädlich. Hinsichtlich des Umgangs mit der Substanz sollte man sich stets mit einem Mediziner oder Homöopathen beraten. Opium darf nur gering dosiert genommen werden, um eine Gewöhnung des Organismus bzw. Abhängigkeit zu vermeiden.

Opiate während und nach einer Vollnarkose dienen der Schmerzausschaltung. Lang wirksame Opiate decken häufig auch postoperativen Schmerz mit ab. Um die Benommenheit nach einer Vollnarkose verfliegen zu lassen bzw. schneller wieder auf die Beine zu kommen, kann man bis zum Abklingen der Symptome dreimal täglich 5 Globuli Opium C30 nehmen. Den Darmtransit bekommt man nach einem chirurgischen Eingriff leichter wieder in Gang, wenn man dreimal täglich 5 Globuli Opium C9 nimmt, und zwar bis sich die Situation normalisiert hat.

Assoziierte Einzelmittel und Indikationen – “Opium”

Assoziierte Einzelmittel

  • Antimonium tartaricum
  • Bryonia alba
  • China officinalis
  • Hypericum perforatum
  • Millefolium
  • Raphanus sativus niger
  • Delphinium staphisagria

Indikationen

  • Schlafapnoe, Atempause (nächtliche)
  • Obstipation, Verstopfung, Darmträgheit
  • Schlaflosigkeit, Schlafstörung
  • Prä- und postoperative Versorgung
 

Opium-Globuli in der Versand-Apotheke

 

Gut zu wissen: Heutzutage sind Opiate nicht mehr aus der Chirurgie und der Schmerzbehandlung wegzudenken. Bei schweren Krebsleiden mit unerträglichen Schmerzen werden dem Patienten schmerzlindernde Opiumderivate, sog. Opioide, oral verordnet oder rektal injiziert.

 

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1 Beitrag zu “Opium

  1. Pingback: Bleivergiftung, Saturnismus homöopathisch behandeln | Homöopathiewelt

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Pathologie und Homöopathie sind zwei fest miteinander verbundene Wissenschaften. Während die medizinische Disziplin "Pathologie" die Lehre von den abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper und deren Ursachen (Krankheitslehre) beschreibt, versteht sich die Homöopathie als eine sanfte Methode zur Heilung von Krankheiten. Die klassische Homöopathie ist eine auf dem Ähnlichkeitsprinzip fußende, ganzheitliche Heilmethode (Similia similibus curentur oder „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“), die den Patienten in seiner Gesamtheit betrachtet. Jede Krankheit findet so ihre eigene, auf den Patienten abgestimmte Therapieform.