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Magnesium phosphoricum

Schmerzbehandlung mit Magnesium phosphoricum

Magnesium phosphoricum ist ein wichtiges homöopathisches Heilmittel, auf der Grundlage des Wirkstoffes Magnesiumsalz. Andere bekannte Bezeichnungen für Magnesium phosphoricum sind phosphorsaures Magnesium und Magnesiumhydrogenphosphat. Gewonnen wird Magnesium phosphoricum aus gesättigter Phosphorsäure (Phosphorsalz). Magnesium ist ein hervorragendes Krampfmittel und Schmerzmittel. Ihm wird eine wesentliche Rolle in der Behandlung von neuralgischen und krampfartigen Schmerzen und Krämpfen bzw. Muskelkrämpfen zugeschrieben. Auf der gleichen Stufe wie Magnesium phosphoricum steht übrigens Colocynthis, beide besitzen in der Behandlung von Schmerzen vergleichbare Eigenschaften. Allerdings hat sich gezeigt, daß Magnesium phosphoricum als Funktionsmittel auch andere Leiden behandeln hilft, insbesondere neurovegetative Beschwerden.

Magnesium phosphoricum – Schmerztherapie

Magnesium phosphoricum ist für die Behandlung von anfallartigen und stechenden, persistierenden Schmerzen indiziert, wie sie bei schmerzhaften Zuckungen im Gesicht und bestimmten Formen der Trigeminus-Neuralgie (Nervus frontalis oder suprorbitalis) auftreten. Magnesium phosphoricum ist krampflösend und behandelt ganz vorzüglich krampfhafte Kontraktionen der Gesichtsmuskeln und Zucken der Augenlider.

Die schmerzstillenden und krampflösenden Eigenschaften von Magnesium phoshoricum erweisen sich bei funktionellen Schmerzen in der Herzgegend, insbesondere entzündliche Arterienerkrankungen an den Herzkranzarterien wie Angina pectoris oder Herzklopfen, als besonders wirksam. Das homöopathische Mittel M. phosphoricum ist in der Hauptsache für die Behandlung funktioneller Schmerzen wie schmerzhafte Muskelkrämpfe indiziert. Vielfach bewährt hat es sich in der Behandlung von Schreibkrämpfen, unter denen Schriftsteller und Musiker häufig leiden.

Sind rheumatische Schmerzen und Ischiasbeschwerden vor allem auf der rechten Seite des unteren Rückens angesiedelt und von Krämpfen begleitet, ist Magnesium phosphoricum ideal, um die Beschwerden zu lindern.

Daneben wirkt Magnesium phosphoricum bei Kopfschmerzen und Migräne sowie Zahnschmerzen, für welche der Verzehr von zu heißen oder zu kalten Lebensmitteln verantwortlich ist.

Magnesium phosphoricum – Verhaltensauffälligkeiten

Magnesium phosphoricum als krampflösendes Mittel ist für die Schmerztherapie bei Patienten indiziert, die zu Krämpfen neigen, vor allem jene Patienten, die ihre Schmerzen durch Schreien und lautes Weinen zum Ausdruck bringen. Mit Magnesium phos. lassen sich unter anderem Symptome lindern, die mit auffälligem Verhalten z. B. durch steife Gliedmaßen und Gelenke oder auch Asthmaanfälle nervösen Ursprungs zusammenhängen. Das Mittel hilft wirkt krampflösend und kann leichte Fälle von Epilepsie therapieren. Magnesium phosphoricum kann schließlich bei depressiven, ängstlichen, cholerischen und launenhaften Personen angstlösend wirken.

Gastroenterologie, Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts

Magnesium phosphoricum wird in der Gastroenterologie verwendet, um Magenkrämpfe, Durchfall und krampfartige Koliken zu behandeln, die mit derart starken Blähungen einhergehen, daß sich der Betroffene vor Schmerzen krümmt. Dieses homöopathische Mittel behandelt folglich mehrere Arten von Koliken, darunter auch die Drei-Monats-Kolik oder Säuglingskolik, Leberkoliken und Nierenkoliken. Magnesium phosphoricum wird vor allem empfohlen, wenn der Betroffene häufig aufstößt, trotzdem der Magen nicht voll ist. Es ist auch bei Blähungen oder aufgeblähtem Bauch indiziert.

Magnesium phosphoricum – Urologie

Die Behandlung auf Basis von Magnesium phosphoricum ermöglicht, leichtere Inkontinenz insbesondere bei solchen Patienten zu kontrollieren, die ständigen Harndrang verspüren, ob sie nun aufrecht stehen oder sich bewegen. Dieses Mittel ist auch für Patienten mit nächtlicher Enuresis angegeben.

Durch seine krampflösenden Eigenschaften wirkt Magnesium phosphoricum bei Krämpfen in der Harnblase, die eine mögliche Harnverhaltung oder Tenesmus verursachen.

Beim Mann wird Magnesium phosphoricum gegeben, um schmerzenden Harnablaß zu behandeln.

Nach einer Katheterisierung ermöglicht Magnesium phosphoricum, die vom Patienten in der Harnblase verspürten Schmerzen zu lindern.

Gynäkologie

Magnesium phosphoricum ist ein hervorragendes Analgetikum für die Linderung von Regelschmerzen. In der Gynäkologie werden alle Krämpfe verursachenden Schmerzen mit diesem Mittel behandelt. Mit Magnesium werden unter anderem auch Dysmenorrhoe und Nachwehen behandelt. Besonders angeraten ist Magnesium phosphoricum, wenn die Regelblutung membranöses, dunkles Blut zeigt, zu früh kommt und mit funktionell bedingten Schmerzen in den Eierstöcken (Ovarialgie) einhergeht.

Geburtshilfe

In der Geburtshilfe wird Magnesium phosphoricum während der Entbindung eingesetzt, um krampfartige Schmerzen, die nach der Geburtsarbeit auftreten können, zu lindern. Das Mittel wird vor allem bei besonders schmerzhaften und krampfartig verlaufenden Gebärmutterkontraktionen empfohlen.

Weitere Anwendungsgebiete

Magnesium phosphoricum kann genommen werden, um Cholesterinüberschuß im Blut (Hypercholesterinämie) und andere Krankheitsbilder, die chronisch werden können, zu regulieren. Es behandelt Akne, Schlaflosigkeit, chronische Bronchitis und zum Beispiel nervösen Juckreiz. Dank seiner neurovegetativen Wirkung kann Magnesium phosphoricum als Beruhigungsmittel bei vorübergehendem Streß genommen werden, zum Beispiel im Vorfeld zu einer Prüfung oder vor einem Zahnarztbesuch.

Dosierung in der Schmerztherapie

Zur Behandlung von neuralgischen Schmerzen wird Magnesium phosphoricum C4 genommen. Die Einnahme erfolgt stündlich zu je vier Kügelchen. Verspürt der Patient Besserung durch Wärme, starken Druck oder Krümmung des Körpers, nimmt er dreimal täglich oder nötigenfalls auch öfter 5 Globs. Magnesium phosphoricum C7.

Bei Krämpfen, die mit bohrenden und stechenden Schmerzen begleitet sind, wirkt Magnesium phosphoricum C7 noch stärker, wenn davon 7 Kügelchen in einem Glas mit heißem Wasser aufgelöst werden, das der Patient in kleinen Schlucken trinkt. Zur Behandlung besonders heftiger Krämpfe werden morgens, mittags und abends 3 Globs. genommen. In diesem Fall wird Magnesium phosphoricum mit Cuprum metallicum kombiniert. Zur Behandlung von Ischiasbeschwerden sollte Magnesium phosphoricum C4 genommen werden.

Empfohlene Dosierung bei Magen-Darm-Erkrankungen

Zur Behandlung von Koliken wird Magnesium phosphoricum C15 genommen. Bei Koliken, die von Magenkrämpfen begleitet sind, sollten die Potenzen C7 bis C9 in mehrfachen, dicht aufeinanderfolgenden Gaben genommen werden.

Beim Neugeborenen werden Koliken mit Magnesium phosphoricum C4 behandelt, das zum Zeitpunkt der Krise gegeben wird.

Dosierung bei gynäkologischen Erkrankungen

Sind die Regelschmerzen derart stark, daß sich der Betroffene krümmt, wird empfohlen, morgens und abends 5 Globs. Magnesium phosphoricum C9 zu nehmen, bis die Krämpfe nachlassen.

Dosierung zur Erleichterung der Geburt

Damit die Geburt so schmerzlos wie möglich verläuft, nimmt die Gebärende 5 Globs. Magnesium phosphoricum C9. Besonders entlastend wirkt das Mittel, wenn der Schmerz nur dann nachläßt, sobald sich die Gebärende in eine Position mit angezogenen Beinen begibt. Wenn die Nachwehen als zu heftig empfunden werden, kann eine weitere Einnahme von 5 Globuli post-partum erfolgen.

Assoziierte Einzelmittel und Indikationen – “Magnesium phosphoricum”

Assoziierte Einzelmittel

  • Aconitum napellus
  • Ammonium muriaticum
  • Asa foetida
  • Belladonna
  • Bryonia alba
  • Calcium carbonicum
  • Chamomilla vulgaris
  • Chelidonium majus
  • China officinalis
  • Chininum sulfuricum
  • Coffea cruda
  • Colocynthis
  • Cuprum metallicum
  • Dioscorea villosa
  • Gnaphalium polycephalum
  • Hyoscyamus niger
  • Hypericum perforatum
  • Ignatia amara
  • Kalium bichromicum
  • Kalmia latifolia
  • Magnesium carbonicum
  • Mephitis putorius
  • Moschus
  • Nux vomica
  • Paris quadrifolia
  • Platinum metallicum
  • Rhododendron chrysanthum
  • Sarcolacticum acidum
  • Spigelia anthelmia
  • Tellurium metallicum
  • Valeriana officinalis
  • Veratrum album

Indikationen

  • Geburt, Entbindung
  • Kolik
  • Dreimonatskolik, Säuglingskolik
  • Leberkolik
  • Nierenkolik
  • Reizdarmsyndrom
  • Krampf
  • Durchfall, Diarrhoe
  • Menstruationsschmerzen
  • Schluckauf
  • Neuralgie, Nervenschmerzen
  • Ischialgie
  • Spasmophilie
 

Magnesium phosphoricum in der Apotheke

 

Gut zu wissen: Zwar kann Magnesium phosphoricum verschiedene krampfartige und neuralgische Schmerzzustände behandeln, den sogenannten „kalten Schmerz” kann es aber nicht nehmen. Die meisten mit diesem Mittel behandelten Beschwerden lassen sich in der Tat durch Wärme lindern.

 

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