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Graphites

Bei Dermatosen, Magen-Darm-Beschwerden und Frauenleiden Graphites

Graphit ist, wie der Name vermuten läßt, ein Homöopathikum aus dem Mineral Graphit. Dabei handelt es sich um ein natürliches Mineral und eine der Erscheinungsformen des chemischen Elements Kohlenstoff in Rohform. Der Name leitet sich aus dem Griechischen graphein ab, was schreiben bedeutet, und spielt damit auf die Tatsache an, daß Graphit auf Papier oder anderen rauen Oberflächen durch Abreibung der einzelnen Blättchen leicht eine graue Ablagerung hinterläßt. Eine häufige Anwendung für Graphit ist der Bleistift. Da es sich im natürlichen Zustand um einen festen Stoff handelt, kann er in der Homöopathie auf vielfältige Weise eingesetzt werden. Am beliebtesten ist homöopathisches Graphit in Form von Streukügelchen, den sogenannten Globuli. Zwecks Zubereitung des Heilmittels wird das Mineral zu Pulver vermahlen, mazeriert und im weiteren potenziert.

Anwendungsgebiete in der Dermatologie

Graphit findet ein breites Anwendungsspektrum in der Dermatologie. Gerne wird es bei nässendem Ausschlag eingesetzt. Das Homöopathikum Graphit wird vorzugsweise bei allen möglichen nässenden und suppenden Hautläsionen verordnet, die eine gelbliche, klebrige und zähe Flüssigkeit absondern, deren Textur einen fast an Honig erinnert. Häufig verkrustet diese Flüssigkeit und sieht dann fast goldgelb oder auch gelb-braun aus. Die Absonderungen lösen bei den Betroffenen starken Juckreiz aus und hinterlassen ein brennendes Gefühl auf der Haut. Durch Wärme und beim Waschen der betroffenen Hautareale verschlimmern sich die Symptome, bei Kälte hingegen verbessern sie sich.

Graphit wird auch dann verschrieben, wenn die Haut stark verdickt ist und einen trockenen und aufgerauhten Aspekt zeigt. Patienten, bei denen die Diagnose Keratose vorliegt, das heißt eine Verdickung der Haut, benötigen eine Behandlung mit Graphit. Bilden sich auf einer Narbe unschöne Wülste durch Bindegewebswucherung, sogenannte Keloide (“wildes Fleisch”), sollte man ebenfalls eine Behandlung auf Basis von Graphit erwägen. Warzen, insbesondere solche, die sich am Nagelbett bilden, können sehr gut mit Graphit behandelt werden. Schließlich und endlich wird dieses Homöopathikum genutzt, um diverse Hautleiden zu behandeln. Dazu gehören eine rissige Haut, Grindflechte, Hautwolf, Einrisse in den Mundwinkeln (Mundwinkelrhagade), Fleischnarben (Keloide), die Lidrandentzündung und das Chalazion oder Hagelkorn, um nur einige zu nennen.

Anwendungsgebiete in der Gastroenterologie

Graphit ist besonders wirksam, um Beschwerden im Bereich des Verdauungstrakts zu behandeln. Wenn ein Patient Blähungen und übelriechenden Atem zeigt und unter häufigen Magenkrämpfen leidet, dann wird eine Behandlung mit Graphit erforderlich. Im Allgemeinen lassen solche Krämpfe übrigens mit fortschreitender Verdauung nach. Abgesehen von diesen Symptomen beschreiben manche Patienten regelmäßige Verstopfung, die mit der Zeit nicht mehr als störend, sondern eher als normal empfunden wird. Der Patient kann Hämorrhoiden haben, die bei der geringsten Anstrengung und bei zu hartem Stuhlgang zu bluten beginnen. Analfissuren durch starke Verstopfung sind keine Seltenheit. Auch wird Graphit empfohlen, wenn die Diagnose auf Reizmagen, akute Darmentzündung oder Zwölffingerdarmgeschwür lautet.

Indikationen in der Gynäkologie und Endokrinologie

Graphit ist ein in der Gynäkologie weit verbreitetes Heilmittel, es hilft in der postmenopausalen Phase wie in dem von der Regelblutung geprägten Lebensabschnitt der Frau gleichermaßen. Bestimmte parallel zur Monatsblutung auftretende Beschwerden lassen sich durch die Einnahme von Graphit problemlos behandeln. Typischerweise machen sich diese Beschwerden durch Juckreiz an den Innenseiten der Oberschenkel und Weißfluß bemerkbar. Manchmal ist die Frau in dieser Zeit heiser. Wenn der Menstruationszyklus verlängert ist, die Blutung dagegen nur spärlich eintritt, dann ist eine Behandlung mit Graphit erforderlich. Graphit ist besonders geeignet, um das prämenstruelle Syndrom, Juckreiz im Schambereich und Funktionsstörungen der Schilddrüse zu behandeln.

Der Frau in den Wechseljahren sollte Graphites verschrieben werden, sobald sich die ersten Hitzewallungen einstellen. Zu Hitzewallungen und Schweißausbrüchen kann es im übrigen auch bereits vor Eintreten der Wechseljahre kommen. Weitere Anzeichen für die Hormonumstellung sind ein blasses Gesicht und die Neigung zu Übergewicht bzw. in manchen Fällen auch Adipositas. Diese gynäkologischen Beschwerden sind von endokrin bedingten Hormonschwankungen begleitet, meistens legen sie sich nämlich auf die Schilddrüse. Typische Anzeichen für eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) sind ständige Müdigkeit, permanentes Frösteln und unerklärte Gewichtszunahme.

Empfohlene Dosierung bei Hauterkrankungen

Um suppende und nässende Hautläsionen zu behandeln, nimmt man täglich 5 Globuli Graphites C30 in einer Einzelgabe. Damit das Mittel Wirkung zeigt, muß die Behandlung 2 Wochen lang durchgeführt werden. Zur Behandlung des intertriginösen Ekzems, auch Hautwolf genannt, beginnt der Patient mit zwei Dosen täglich. Sobald Besserung eintritt, kann die Einnahme auf einmal pro Tag reduziert werden. Ein Chalazion bzw. Hagelkorn mit entzündetem Lidrand erfordert die Einnahme von täglich 5 Globuli Graphites C15, und zwar über ganze vier Wochen. Klagt der Patient über verdickte und sich rau anfühlende Hautstellen, sollte ihm Graphites C7 oder C9 verordnet werden. Erwachsene nehmen am besten 10 Globuli täglich, verteilt auf zwei Einnahmen. Die Behandlung wird 2 Monate lang durchgeführt, damit die Haut vollständig abheilen kann.

Empfohlene Dosierung bei Magen-Darm-Beschwerden

Bei Magen-Darm-Erkrankungen, Verdauungsstörungen sowie Analfissuren ist es empfehlenswert, zweimal täglich 5 Globuli Graphit C9 zu nehmen. Um wirksam zu sein, sollte die Behandlung ungefähr 2 Monate dauern. Leidet der Patient nicht nur unter Verstopfung und einer Fissur, sondern daneben auch unter Juckreiz und nässenden Hautläsionen, greift er dreimal täglich zu einer Gabe Graphites.

Empfohlene Dosierung bei Frauenleiden

Um mit plötzlichen Hitzewallungen in der prä-menopausalen Phase besser klar zu kommen, nimmt die Betroffene drei Monate hindurch täglich 5 Globuli Graphites C9 in einer einzelnen Gabe. Diese Dosis empfiehlt sich ebenfalls für die Behandlung von Menstruationsbeschwerden. Zur Regulierung des Menstruationszyklus’ wird die Dosis stufenweise angepaßt. Am 20. Zyklustag greift die Betroffene zu einer Dosis Graphites C9 und am Tag darauf zu einer Dosis Graphites. Danach folgt eine Pause. Beendet wird die Behandlung am 33. Tag mit der Einnahme einer Dosis Graphites in der Potenz C30. Zur Behandlung von Schilddrüsenunterfunktion während der Wechseljahre ist eine wöchentliche Dosis Graphites C15 genau richtig.

 

Assoziierte Einzelmittel und Indikationen – “Graphites”

Indikationen

  • Blepharitis, Lidrandentzündung
  • Hitzewallungen
  • Chalazion, Hagelkorn
  • Obstipation, Verstopfung, Darmträgheit
  • Dyspepsie, Reizmagen
  • Dysthyreose, Schilddrüsenfehlfunktion
  • Ekzem, Ausschlag
  • Enterocolitis, Darmentzündung
  • Analfissur
  • Schrunde, Hautriß
  • Hämorrhoiden
  • Grindflechte, Impetigo contagiosa (Impetigo)
  • Intertrigo, intertriginöses Ekzem, Wundsein, Hautwolf
  • Wechseljahre, Klimakterium, Menopause
  • Gerstenkorn, Hordeolum
  • Mundwinkelrhagade, Faulecke
  • Pruritus, Juckreiz
  • Prämenstruelles Syndrom (PMS)
  • Magengeschwür
 

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Gut zu wissen: Die homöopathische Behandlung mit Graphit ist überaus wirksam, wenn sie rechtzeitig erfolgt. Die Assoziation des Mittels mit anderen homöopathischen Arzneien verbessert die Wirkung bei vielen  Krankheitsbildern.

 

 

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Bewertung: 2.8 ( 63 Stimmen)
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5 Beiträge zu “Graphites

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  4. Die Dosierungsempfehlung ist absolut fahrlässig!!!
    1. sollten Laien chronische Leiden nicht selbst behandeln
    2. besteht die Gefahr einer Arzneimittelprüfung
    3. eine C30 gibt man keinesfalls 4x täglich!

    homöopathische Tierärztin
    Karin Schmid

    • Sehr geehrte Frau Schmid!

      Herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Bitte beachten Sie, unsere Artikel sind rein indikativ, sie ersetzen nicht den Arztbesuch. Auf keinen Fall sollten sie zur Selbstbehandlung herangezogen werden. Hierauf weisen wir übrigens an verschiedenen Stellen ausdrücklich hin. Die Dosierungsempfehlung, auf die Sie Bezug nehmen, war in der Tat falsch und ist inzwischen korrigiert. Wir bitten für den Fehler um Entschuldigung.
      Ihr Homöopathiewelt-Team

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Pathologie und Homöopathie sind zwei fest miteinander verbundene Wissenschaften. Während die medizinische Disziplin "Pathologie" die Lehre von den abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper und deren Ursachen (Krankheitslehre) beschreibt, versteht sich die Homöopathie als eine sanfte Methode zur Heilung von Krankheiten. Die klassische Homöopathie ist eine auf dem Ähnlichkeitsprinzip fußende, ganzheitliche Heilmethode (Similia similibus curentur oder „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“), die den Patienten in seiner Gesamtheit betrachtet. Jede Krankheit findet so ihre eigene, auf den Patienten abgestimmte Therapieform.