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Curare

Mit Curare neurologischen Störungen entgegenwirken

Das homöopathische Heilmittel Curare darf ausschließlich durch erfahrene Heilpraktiker verordnet und zur Anwendung gebracht werden. Bei Überdosierung kann das Mittel für den Patienten gefährlich werden. Ein dermaßen vorsichtiger Gebrauch der Curare ist gerechtfertigt, denkt man an die Verwendung des Pfeilgiftes in der traditionellen Medizin.

Ursprung und Geschichtliches zu Curare

Curare ist eine Sammelbezeichnung für Pfeilgifte, die aus verschiedenen, vorwiegend pflanzlichen, Organismen der Arten Chondodendron und Strychnos gewonnen werden. Diese Pflanzen findet man vor allem in den tropischen Wäldern Perus, Kolumbiens und Brasiliens. Stammpflanzen für das Homöopathikum Curare sind demnach Chondodendron tomentosum, eine von Panama bis Bolivien und Brasilien verbreitete Liane mit samtartigem Stengel, 12 cm langen Blattstielen und leicht ledrigen, 10-15 cm breiten und ebenso langen Blättern, und Strychnos toxifera, ein Kletterstrauch aus dem tropischen Südamerika, der unter anderem den Wirkstoff D-Tubocurarin enthält.

Curare ist ein muskelentspannendes Gift. Seine lähmende Wirkung besteht in der Reizübertragung von den Nerven zu den Muskeln, in der Lähmung der Atemmuskeln und somit Erstickung: Innerhalb kürzester Zeit stirbt das getroffene Opfer an Atemlähmung. Curare ist bei Aufnahme über die Blutbahn, nicht aber über den Verdauungstrakt, tödlich, dabei wirkt es als Krampfgift auf das zentrale Nervensystem und lähmt die willkürliche Muskulatur. Von den südamerikanischen Eingeborenen wurde das Pfeilgift auf der Jagd eingesetzt, um das Wild zu lähmen, der Genuß der erlegten Beute hatte sich als ungefährlich erwiesen. Zu Unrecht dachte man früher, die indianischen Eingeborenenstämme hätten Curare eingesetzt, um die spanischen Conquistadores, die Eroberer, zu bekämpfen. Tatsache ist, daß die Substanz von der Amazonas-Bevölkerung zu keiner Zeit gegen den Menschen zum Einsatz gebracht wurde. Nach Europa gelangte das Mittel durch den französischen Forscher Charles-Marie de la Condamine, der die ersten Curarepflanzen um 1745 von einer Südamerika-Reise mit sich führte. Es folgten lange Jahre der Curare-Forschung, um das Gift und seine Wirkung besser kennenzulernen. Erst in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts war es soweit, daß sich Curare in der klinischen und neurologischen Medizin durchgesetzt hatte.

Pharmakologischer Nutzen von Curare

Harold Griffith ist der erste Arzt, der sich eine Zubereitung auf Basis von Chondodendron tomentosum zunutze machte, um bei einem chirurgischen Eingriff im Jahre 1942 die Muskeln zu entspannen. Seitdem wurden die verschiedenen Eigenschaften des Pfeilgifts umfassend erkannt und im Hinblick auf ihre sinnvolle Anwendung isoliert. Erst durch Curare hat die Entwicklung von muskelentspannenden Mitteln einen enormen Aufschwung erfahren. Jedes Arzneimittel, das in der Anästhesie eingesetzt wird und in der Lage ist, eine Muskelentspannung zu bewirken, geht somit auf Curare zurück. In der Pharmakologie unterscheidet man drei verschiedene Curare-Alkaloide: langsam, mittelmäßig und schnell resorbierte. Nach den Aufbewahrungsformen der Gifte werden sie in Tubo-Curare, Topf-Curare und Calebassen-Curare aufgeteilt. Hierfür werden die verschiedenen, chemisch verwandten Alkaloide in 2 Gruppen eingeteilt: auf der einen Seite die Curarine, die als Hauptträger der Curarewirkung gelten, auf der anderen die Curine, denen nur eine sehr geringe Curarewirkung zukommt. In die Homöopathie wurde Curare 1857 durch Schlosser eingeführt. Für das Heilmittel gibt es inzwischen vielfältige Anwendungsgebiete, die nicht nur neurologischer Art sind.

Hauptsächliche homöopathische Anwendungsgebiete von Curare

Dank seiner Aktivsubstanzen kann Curare verschiedenste Lähmungen und Schwächezustände behandeln. Allerdings darf das Mittel nur zum Einsatz kommen, wenn der Patient bestimmte Symptome zeigt. Von den Heileigenschaften dieser Substanz können zum Beispiel Patienten profitieren, die unter einer Lähmung des rechten Deltamuskels leiden, oder die im linken Arm Schmerzen und Ameisenkribbeln fühlen. Steife Muskeln und Schultern einschließlich Schmerzen in den Schulterblättern lassen sich mit Curare behandeln.

In Verbindung mit anderen homöopathischen Mitteln behandelt Curare die Parese, eine motorische Schwäche eines Muskels oder einer Muskelgruppe, Gesichts- und Augenmuskellähmungen, die Kieferklemme (Trismus) sowie die Polyneuropathie. Curare wirkt bei neurologischen Beschwerden, kann aber auch den psychischen Zustand bestimmter Patienten verbessern. Bei nervöser Depression, die den Kranken dazu führt, daß er sich von der Außenwelt abschließt und isoliert, wirkt das Mittel sehr gut. Erfolge wurden bei Epilepsie gefolgt von Bewußtseinsverlust und schwerer geistiger Verwirrung nachgewiesen. Im Greisenalter wirkt Curare allgemeiner Muskelschwäche und eingeschlafenen Gliedern entgegen. Es gibt aber noch mehr Beschwerden, bei denen Curare helfen kann.

Andere homöopathische Anwendungen von Curare

Curare wird verschrieben, um bestimmte Formen von Husten zu heilen: Wird die Stimme heiser, bleibt sie fast weg, führt der Husten zu stechenden Schmerzen im Kehlkopf und hindert den Patienten an einem erholsamen Schlaf, dann lautet die Lösung Curare. Eine Behandlung auf Basis dieses Mittels muß auch dann in Betracht gezogen werden, wenn der Husten von Erbrechen und Kopfschmerzen begleitet ist, wobei das Gesicht stark gerötet erscheint.

Starke Migränefälle lassen sich mit Curare-Tropfen sehr gut behandeln. Verursacht die Migräne Schwindelanfälle oder Ohnmachtsanfälle, wird die Krise durch Bewegungen des Kiefers verstärkt, dann kann Curare den Zustand des Patienten verbessern. Schmerzen am Kopf, die sich besonders gut mit Curare behandeln lassen, beginnen meist über dem rechten Auge und strahlen mit der Zeit in den hinteren Teils des Schädels aus. Es kann passieren, daß der Patient über einen steifen Hals klagt und sich erbrechen muß. Auch in diesem Fall muß der Griff zu Curare erwogen werden.

 

Assoziierte Einzelmittel und Indikationen – “Curare “

Assoziierte Einzelmittel

Indikationen

  • Lähmung
  • Parästhesie, “Ameisenlaufen”
  • Ptosis, Ptose, herabhängende Augenlider
 

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Gut zu wissen: Curare ist eine alkaloide Wirksubstanz, die aus verschiedenen Pflanzenarten des Amazonasbeckens gewonnen wird. Dieses Heilmittel ist die Antwort auf zahlreiche neurologische Störungen.

 

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Pathologie und Homöopathie sind zwei fest miteinander verbundene Wissenschaften. Während die medizinische Disziplin "Pathologie" die Lehre von den abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper und deren Ursachen (Krankheitslehre) beschreibt, versteht sich die Homöopathie als eine sanfte Methode zur Heilung von Krankheiten. Die klassische Homöopathie ist eine auf dem Ähnlichkeitsprinzip fußende, ganzheitliche Heilmethode (Similia similibus curentur oder „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“), die den Patienten in seiner Gesamtheit betrachtet. Jede Krankheit findet so ihre eigene, auf den Patienten abgestimmte Therapieform.