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Colocynthis

Colocynthis, ein hochwirksames Spasmolytikum

Das homöopathische Heilmittel Colocynthis geht aus einem Kürbisgewächs hervor, der Koloquinte oder Bittergurke. Für die Zubereitung des Homöopathikums wird die Frucht dieser am Boden kriechenden oder auch kletternden Pflanze verwendet. Um sie verarbeiten zu können, muß die geerntete Frucht aber zuerst getrocknet werden. Als Heilpflanze kennt man die Koloquinte übrigens vor allem im Mittelmeerraum. Das getrocknete Fruchtfleisch der Koloquinte, genauer gesagt, ihre Samen, liefern die Urtinktur die im weiteren mehrfach verdünnt werden muß, um ihr ihre Toxizität zu nehmen. Die Koloquinte enthält nämlich sogenannte freie Cucurbitacine, Triterpene mit bitterem Geschmack, die bei Überdosierung im schlimmsten Fall tödlich wirken können. In verschütteltem und dynamisierten Zustand ist das Präparat hingegen von größtem Nutzen für die homöopathische Behandlung verschiedener Krankheitsbilder. Colocynthis wirkt bei Bauchschmerzen beruhigend und kann Magen-Darm-Beschwerden und Nierenfunktionsstörungen behandeln. Das Mittel hat sich auch in der Neurologie, Gynäkologie und Urologie bewährt.

Indikationen in der Gastroenterologie

Bei Schmerzen im Bauchraum erfährt der Patient dank Colocynthis schnell Erleichterung. Die Schmerzen können auch durch Koliken hervorgerufen sein, etwa durch Leberkoliken, die sich weder durch Druck noch Bewegung oder Verzehr von Speisen beruhigen lassen. Die krampfartigen Schmerzen treten in allen Hohlorganen des Bauches auf – im Magen, aber auch in der Gallen- und Harnblase und im Darm.

Indikationen in der Neurologie

Mit Hilfe von Colocynthis werden rheumaähnliche Schmerzen wirkungsvoll gelindert. Bei Ischiasschmerzen, die sich in Ruhephasen verschlimmern, dagegen auf starken Druck und Wärme positiv reagieren, braucht man Colocynthis. Das Mittel wirkt bei Schmerzen, die durch Gesichtsneuralgien verursacht werden. Wärmstens empfohlen wird es, wenn die Nervenschmerzen vor allem die linke Seite des Gesichts und den Augenbereich betreffen. Bei periodisch auftretenden und krampfähnlichen neuralgischen Schmerzen ist die Einnahme von Colocynthis ebenfalls angezeigt.

Empfohlene Dosierung bei Nierenerkrankungen und Harnwegsinfekten

Eine Kur mit Colocynthis hilft sehr gut gegen stechende Schmerzen, wie sie durch Nierenkoliken ausgelöst werden,  bei denen der Patient den Eindruck hat, man würde ihm einen Messerhieb in die Lendenwirbel versetzen. Harnwegsbeschwerden, die sich in stark verfärbtem Urin oder auch in starkem Harndrang äußern, können mittels Colocynthis sehr gut behandeln werden.

Weitere Anwendungsbereiche

Colocynthis wird in der Gynäkologie eingesetzt, um menstruationsbedinge Schmerzen zu nehmen. Es wird daneben auch bei einseitigen, aber besonders heftigen Kopfschmerzen empfohlen. Schließlich und endlich kann es mit anderen homöopathischen Heilmitteln assoziiert werden, um Schmerzen im Brustraum sowie bestimmte Atemwegsbeschwerden zu behandeln.

Empfohlene Dosierung in der Gastroenterologie

Bei heftigen Bauchschmerzen oder Leberkoliken alle 30 Minuten 5 Globuli Colocynthis C7 oder C9 nehmen, bis die krampfartigen Schmerzen nachlassen. Wenn der Patient auf das Heilmittel nur wenig reagiert, kann eine höhere Potenz gewählt werden. Für den Fall, daß Colocynthis einem Säugling oder Kleinkind verordnet wird, löst man das Mittel vorab in ein wenig Wasser auf und läßt es eine halbe Stunde lang ruhen. Danach kann man die Arznei über das Trinkfläschchen verabreichen.

Empfohlene Dosierung in der Urologie

Unter Neuralgien leidende Patienten nehmen sechsmal pro Tag 5 Globuli Colocynthis C15 oder C30. Die Behandlung darf erst dann eingestellt werden, wenn die im Zusammenhang mit der Erkrankung auftretenden Schmerzen abgeklungen sind.

Empfohlene Dosierung bei Nierenerkrankungen und Harnwegsinfekten

Bei Schmerzen in der Nierengegend, im Lendenwirbelbereich und bei Harnwegserkrankungen legt man halbstündlich 5 Globuli Colocynthis C15 unter die Zunge und läßt sie dort langsam schmelzen. In dem Maße, wie die Symptome verschwinden, können auch die Einnahmeabstände vergrößert werden.

Andere Dosierungen

Bei Menstruationsschmerzen (Dysmenorrhoe) nimmt man Colocynthis in der gleichen Dosis und Häufigkeit wie bei  Nierenschmerzen angegeben. Andere Krankheitsbilder können mit Colocynthis therapiert werden. Die Dosierung hängt von der Schwere der Erkrankung ab und ist individuell auf den Gesundheitszustand des Patienten abzustimmen. Grundsätzlich sollte man dieses Mittel nicht eigenmächtig nehmen, sondern sich vielmehr an einen erfahrenen Homöopathen oder Heilpraktiker wenden. Hinweisgebend sei angemerkt, daß die Einnahme von Colocynthis außerhalb der Mahlzeiten erfolgen sollte. Auf den Konsum von Genußmitteln sowie anregenden Substanzen, darunter Tabak, pfefferminzhaltige Erzeugnisse und scharfe Gewürze, sollte während der Behandlung möglichst verzichtet werden.

 

Assoziierte Einzelmittel und Indikationen – “Colocynthis”

Indikationen

  • Leberkolik
  • Nierenkolik
  • Drei-Monats-Kolik, Säuglingskolik
  • Femoralgie
  • Durchfall, Diarrhoe
  • Menstruationsschmerz, Dysmenorrhoe
  • Gastritis, Magenschleimhautentzündung
  • Neuralgie, Nervenschmerz
  • Ischialgie, Ischiassyndrom
  • Magengeschwür
 

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Gut zu wissen: Colocynthis bringt selbst bei stärksten Schmerzen unmittelbar Erleichterung. Es ist eines der hilfreichsten krampflösenden Arzneimittel der Homöopathie.

 

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1 Beitrag zu “Colocynthis

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,

    mein Baby ist 5 Wochen alt und leidet ab und zu an Bauchschmerzen, verursacht durch Blähungen. Meine Hebamme hat mir vor etwa mehr als einer Woche Globulis Colocynthis C30 gegeben und meinte er solle 3x täglich á 3 St. bekommen. Daran habe ich mich bisher auch gehalten. Nun habe ich meine Zweifel, weil ich mitbekommen habe, dass Säuglinge höchstens 5 Globulis/Tag bekommen sollten. Und ausserdem sollten Babys Colocynthis D6 verabreicht bekommen. Können Sie mir bitte sagen, was der Unterschied zwischen C30 und D6 ist? Und wie hoch die tatsächliche Dosierung von Colocynthis C30 für Säuglinge sein soll? Für Ihre Mühe möchte ich mich im Voraus bedanken.

    Es grüßt Sie freundlich
    Lena P.

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Pathologie und Homöopathie sind zwei fest miteinander verbundene Wissenschaften. Während die medizinische Disziplin "Pathologie" die Lehre von den abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper und deren Ursachen (Krankheitslehre) beschreibt, versteht sich die Homöopathie als eine sanfte Methode zur Heilung von Krankheiten. Die klassische Homöopathie ist eine auf dem Ähnlichkeitsprinzip fußende, ganzheitliche Heilmethode (Similia similibus curentur oder „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“), die den Patienten in seiner Gesamtheit betrachtet. Jede Krankheit findet so ihre eigene, auf den Patienten abgestimmte Therapieform.