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Causticum

Causticum in Neurologie, Rheumatologie, Dermatologie

Causticum oder Ätzkalk ist ein stark wirkendes Heilmittel der Klassischen Homöopathie Hahnemanns. Das nach dem Begründer der modernen Homoopathie benannte Mittel Causticum hahnemanni setzt sich aus verschiedenen chemischen Ausgangsstoffen zusammen. Causticum ist eine von Samuel Hahnemann entwickelte Zubereitung, dem ein Destillat aus gebranntem Marmorkalk und doppelt schwefelsaurem Kali (geschmolzenes Kaliumhydrogensulfat oder “Ätzkalk”) zu gleichen Teilen zugrunde liegt. Um die Urtinktur zu erhalten, wird diese Zubereitung in destilliertem Wasser aufgelöst. Causticum wird wie alle homöopathischen Mittel durch Potenzierung und Dynamisierung erhalten und von erfahrenen Homöopathen zur Behandlung verschiedener Krankheitsbilder eingesetzt.

Causticum in der Neurologie

Causticum ist ein Mittel zur Behandlung von Erkrankungen oder Funktionsstörungen, die das Nervensystem, Gehirn, Rückenmark und die Nervenstränge betreffen. Solche neurologischen Störungen machen sich durch Neuralgien, Schwindel, Kopfschmerzen, Krämpfe, epileptische Anfälle sowie diversen Formen von Paralysen und Paresen bemerkbar. Erfahrene Homöopathen machen sich die therapeutischen Eigenschaften dieses Mittels in der Behandlung von Patienten zunutze, die unter Lähmungen des Gesichts und der Stimmbänder leiden. Causticum wird gerne verordnet, um Muskelschwäche (Parese) der Zunge, Blase oder Schließmuskel zu behandeln.

Causticum in der Rheumatologie

Caustikum hilft Patienten, die unter Rheuma leiden und über Schmerzen in den Gelenken klagen. Das Mittel wird verschrieben, wenn der Patient angibt, daß seine Gelenke, insbesondere die Knie, bei dem Versuch sie zu bewegen knacken, steif werden und stark schmerzen. Indiziert ist Causticum, wenn es darum geht, Arthrose, rheumatoide Arthritis (auch chronische Polyarthritis), Arthralgien und Gelenkschmerzen aller Art sowie Synovitis, eine Entzündung der Gelenkschleimhaute, zu behandeln.

Causticum in der Dermatologie

Bestimmte Dermatosen erfordern für ihre korrekte Behandlung die Verordnung von Causticum. Tatsächlich erweist sich dieses homöopathische Mittel in der Therapierung von Hautausschlag wie Akne, Pusteln und Papeln sowie Ekzemen als äußerst hilfreich. Die therapeutische Wirksamkeit verspricht Menschen, die unter Warzen, Pruritus, Verbrennungen, Hautgeschwüren und Juckreiz am ganzen Körper leiden, erfolgreiche Linderung.

Indikationen im HNO-Bereich

Mit Causticum kann man Krankheitsbilder heilen, die auf Stimmlosigkeit (Aphonie), Heiserkeit, Laryngitis oder Otalgien, also generell Ohrenschmerzen, zurückzuführen sind. Der Verlust der eigenen Stimme, Stiche, Brennen und andere Gefühle, die Kitzeln und Juckreiz in der Kehle auslösen, Schmerzen im Innenohr wie am Außenohr lassen sich mit diesem Mittel wirkungsvoll behandeln. Gleiches gilt bei chronischen Nießanfällen und Ohrenrauschen.

Indikationen in der Urologie

Causticum hat sich bei der Behandlung von Erkrankungen und Funktionsstörungen des Urogenitalsystems als hilfreich erwiesen. Eine schmerzende Blase, häufiger Harndrang und ungewollte Blasenentleerung beim Husten oder Naseputzen lassen sich mit Causticum ideal behandeln. Die gleichen Symptome können übrigens auf eine Cystitis, Zystitis, Blasenentzündung oder auch auf eine Funktionsstörung der Blase als Folge einer Lähmung zurückzuführen sein. In diesem Fall leidet der Patient unter Inkontinenz.

Verhaltensauffälligkeiten

Wer unter Störungen der Persönlichkeit leidet, dem kann Causticum sehr gut helfen. Dieses Homöopathikum ist in der Tat für Menschen geeignet, die unter Depressionen leiden. Angst, Melancholie, Verzweiflung und Trauer lassen sich mit Causticum sehr gut abbauen. Frauen, die kurz vor ihrer Regelblutung besonders traurig oder gereizt sind, können ohne weiteres auf Causticum zurückgreifen. Causticum kann schließlich Menschen verordnet werden, die sich leicht von Emotionen leiten lassen und häufig melancholisch sind. Furcht und ständige Angst im Dunkeln gehören zu den Leitsymptomen von Causticum.

Dosierung bei nervlich bedingten Leiden

Bei neurologischen Krankheitsbildern wie Gesichtslähmung oder Lähmung der Stimmbänder wird empfohlen, in Abhängigkeit der Stärke der Symptome zwei- bis viermal täglich fünf Globuli Causticum C15 zu nehmen.

Dosierungsempfehlung bei Rheuma

Bei Gelenkschmerzen lautet die Dosierungsempfehlung auf 5 Globs. Causticum C9, die ein- oder zweimal täglich genommen werden. Bei arthrosespezifischen Schmerzen sollte der Betroffene drei Globs. Causticum C7 nehmen, und zwar dreimal pro Tag, sofern die Schmerzen von Gelenksteife begleitet sind.

Dosierungsempfehlung bei Dermatosen

Warzen behandelt man mittels täglicher Einnahme von zweimal 5 Globs. Causticum C9, bei Juckreiz und Ekzembildung nimmt man besser dreimal täglich je 5 Globs. Causticum C15.

Dosierung bei Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten

Ist die Laryngitis von Stimmverlust begleitet, sollte der Betroffene dreimal täglich 5 Globs. Causticum C4 nehmen. Klagt der Patient im Zusammenhang mit trockenem Husten über Schmerzen in Kehle und Kehlkopf, wird ihm Causticum C9 verordnet, von dem je nach Intensität der Symptome drei- bis sechsmal am Tag eine Gabe genommen wird. Bei Störungen der Stimmbildung wie Dysphonie sollte der Betroffene zwei- bis viermal täglich je 5 Globs. Causticum C15 nehmen.

Dosierung bei urologischen Leiden

Nach einer Blasenuntersuchung verordnet der erfahrene Homöopath Patienten, die an Inkontinenz leiden, in der Regel Causticum C15, von dem morgens und abends je eine Gabe genommen wird. Zur Neuerziehung der Blasenfunktion bei Inkontinenz wird eine unterstützende Dosis von 5 Globuli verschrieben, die zwei- bis viermal täglich genommen werden.

Dosierung bei Verhaltensauffälligkeiten

Bei Verhaltensauffälligkeiten, die sich durch bewußte oder unbewußte Angst in bestimmten Situationen manifestieren, wie zum Beispiel Angst im Dunkeln oder Angst vor dem Zubettgehen, hat sich die Einnahme von 5 Globuli Causticum C30 in wöchentlichen Abständen bewährt.

Assoziierte Einzelmittel und Indikationen – “Causticum”

Assoziierte Einzelmittel

  • Alumina
  • Ammonium muriaticum
  • Barium carbonicum
  • Bryonia alba
  • Calcium fluoratum
  • Chelidonium majus
  • Conium maculatum
  • Crurare
  • Gelsemium sempervirens
  • Hydrastis canadensis
  • Hypericum perforatum
  • Kalium sulfuricum
  • Magnesium carbonicum
  • Magnesium muriaticum
  • Opium
  • Plumbum metallicum
  • Pyrogenium
  • Raphanus sativus niger
  • Ratanhia
  • Tuberculinum residuum
  • Viola tricolor

Indikationen

  • Angst
  • Arthralgie, Gelenkschmerz
  • Arthrose
  • Obstipation, Verstopfung, Darmträgheit
  • Blasenentzündung, Zystitis (Cystitis)
  • Dysphonie
  • Ekzem, Ausschlag
  • Laryngitis, Kehlkopfentzündung
  • Dupuytren’sche Erkrankung oder Kontraktur
  • Gesichtslähmung
  • Pruritus, Juckreiz
  • Ptosis, Ptose, herabhängende Augenlider
  • Tendinitis
  • Tracheitis, Luftröhrenentzündung
  • Warze
  • Gürtelrose, Herpes Zoster

 

Causticum hahnemanni in der Apotheke

 

Gut zu wissen: Mit Causticum lassen sich auch lokale Infektionen der männlichen wie weiblichen Geschlechtsorgane behandeln. Beim Mann sind es Hodenschmerzen, bei der Frau Weißfluß, bei denen sich die Einnahme von Causticum als außerordentlich hilfreich erweist.

 

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5 Beiträge zu “Causticum

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Pathologie und Homöopathie sind zwei fest miteinander verbundene Wissenschaften. Während die medizinische Disziplin "Pathologie" die Lehre von den abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper und deren Ursachen (Krankheitslehre) beschreibt, versteht sich die Homöopathie als eine sanfte Methode zur Heilung von Krankheiten. Die klassische Homöopathie ist eine auf dem Ähnlichkeitsprinzip fußende, ganzheitliche Heilmethode (Similia similibus curentur oder „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“), die den Patienten in seiner Gesamtheit betrachtet. Jede Krankheit findet so ihre eigene, auf den Patienten abgestimmte Therapieform.