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Berberis vulgaris

Berberis vulgaris – Ein kleines, aber wichtiges Mittel

Berberis vulgaris, die Gewöhnliche Berberitze, wird auch Sauerdorn, Essigbeere oder Echte Berberitze genannt. Es handelt sich um ein beliebtes Ziergehölz aus der botanischen Familie der Berberidaceae (Sauerdorngewächse). Der Wuchs des dornenbesetzten Strauchs ist mit maximal 3 Metern recht niedrig. Auffällig an der Berberitze sind ihre eiförmigen (ovoiden) roten Beerenfrüchte, die in Trauben an der Pflanze hängen. Sie sind genießbar, aber relativ sauer im Geschmack. Um die Urtinktur für das Homöopathikum Berberis vulgaris zu erhalten, wird mit der Stammrinde (Berberidis cortex), der Wurzelrinde (Berberidis radicis cortex) oder der ganzen Wurzel (Berberidis radix) gearbeitet. Diese Pflanzenteile enthalten die für den Homöopathen wirklich interessanten Wirkstoffe: Berberinalkaloide. Am Ende einer recht komplizierten physikalisch-chemischen Prozedur zur Extraktion dieser Wirksubstanzen steht die homöopathische Urtinktur. Diese wird in mehreren Arbeitsschritten verdünnt und bis zum Erhalt der gewünschten homöopathischen Arzneidroge potenziert.

Dem Sauerdorn Berberis vulgaris (Kürzel: berb.) werden verschiedentliche therapeutische Eigenschaften zugeschrieben, die ihn zu einem wichtigen homöopathischen Heilmittel machen. Berberis vulgaris gibt es in verschiedenen Darreichungsformen, am häufigsten verwendet werden Streukügelchen bzw. Globuli und Tropfen.

Anwendungen in der Urologie

Berberis vulgaris ist ein beliebtes Medikament bei Blasenbeschwerden und Steinleiden im Harntrakt (Urolithiasis), beim Mann wie bei der Frau. Durch Wanderung der Steine in der Harnblase entstehen teilweise heftige Schmerzen. Die Betroffenen klagen über kolikartige Unterbauchbeschwerden, die seitlich in die Lendenregion und zum Rücken ausstrahlen können und manchmal auch ein brennendes Gefühl im Bauchraum und Übelkeit verursachen. Insbesondere chronische Steinleiden können sich durch dumpfen Druck auf Höhe der linken Niere bemerkbar machen. Beim Wasserlassen treten Schwierigkeiten auf, der Urinstrahl ist unterbrochen. In nicht wenigen Fällen zeigt sich der Urin mehr oder weniger gefärbt, mitunter auch durch Blutspuren. Orange- bis Rotfärbung ist ein sichtbares Anzeichen für ein Steinleiden. Beim männlichen Patienten können die Schmerzen in Richtung Hodensack oder Skrotum ausstrahlen. In einem solchen Fall kann es für den Betroffenen zu einer Beeinträchtigung der Lebensqualität kommen, wenn die Beschwerden derart stark sind, daß sie den Geschlechtsverkehr unmöglich machen.

Anwendungen in der Hepato-Gastroenterologie

Patienten mit Erkrankungen der Speiseröhre, des Magens, des Darms, der Leber, der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse finden in Berberis vulgaris ein wirkungsvolles Heilmittel für ihr Leiden. Lebererkrankungen sind eine häufige Folge des mangelnden Abbaus von Stoffwechselprodukten durch eine gestörte Verdauung. An Leberleiden oder Gallenleiden erkrankte Menschen klagen über ständige Übelkeit. Der Speichel ist dick bis zähflüssig, nach der Nahrungsaufnahme ist der Betroffene häufig besonders schläfrig. Durchfälle ebenso wie Verstopfung sind für ihn keine Seltenheit. Bei diesen Anzeichen sollte man sofort an Berberis vulgaris denken. Frauen sind von urologischen Erkrankungen weniger betroffen als Männer, bleiben aber auch nicht verschont. Wenn der Schmerz Scheide, Damm und äußere Schamlippen erreicht, kann eine Verkrampfung beim Geschlechtsverkehr die Folge sein, so daß der Orgasmus ausbleibt.

Anwendungen in der Rheumatologie

Berberis vulgaris ist ein beliebtes Rheumamittel. Berberis wirkt lindernd bei Schmerzzuständen aufgrund von rheumatischen Erkrankungen aller Art. Besonders hilfreich scheint das Mittel, wenn sich zusätzlich zu den Schmerzen in den Gelenken Komplikationen wie Entzündungen des Harntrakts einstellen. Hierbei macht sich der Homöopath die starke Heilwirkung von Berberis bei Defekten im Bereich des Stoffwechselhaushalts, z. B. bei einer gestörten Harnsäure-Ausscheidung, zunutze. In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, daß eine Überproduktion von Urin zu Rheuma und Gicht führen kann, wenn sich die überschüssige Harnsäure in Form von Kristallen in Gewebe und Organen festsetzt. Die Patienten leiden unter kolikartigen Schmerzen, die in andere Körperbereich ausstrahlen, es bilden sich Entzündungen und Galle- und Harnwegsbeschwerden. Mit der Zeit bilden sich Steine, die im gesamten Gallen- und Harntrakt vorkommen können: In der Niere (Nephrolithiasis) oder Galle (Cholelithiasis), im Harnleiter (Ureterolithiasis), in der Blase (Zystolithiasis), seltener auch in der Harnröhre.

Anwendungen in der Dermatologie

In der Dermatologie wird Berberis vulgaris gern verordnet, um Dermatosen zu behandeln, bei denen sich auf der Haut kreisförmige, halbmondförmige oder ringförmige Entzündungen bilden. Das Mittel hat sich auch bei Röschenflechte (Pityriasis rosea Gibert) bewährt, einem nicht ansteckenden Hautausschlag, bei dem rötliche, stark juckende Flecken den ganzen Körper überziehen. Sobald sich Symptome dieser Erkrankung zeigen, sollte unbedingt an eine Behandlung mit Berberis vulgaris gedacht werden.

Empfohlene Dosierung bei urologischen und rheumatischen Beschwerden

Die Behandlung mit Berberis-Globuli erfolgt in der Potenz C5. Morgens und abends werden je 5 Globuli der Arznei genommen. Zu Behandlung von Rheuma wird Berberis morgens und abends in den Potenzen C6 bis C30 genommen. Die Einnahme erfolgt, bis sich der Zustand des Patienten gebessert hat.

Empfohlene Dosierung bei Beschwerden mit Bezug zur Hepato-Gastroenterologie

Zur Behandlung von Beschwerden mit Bezug zur Hepato-Gastroenterologie wird meist Berberis vulgaris D6 verschrieben. Morgens und abends werden je 20 Tropfen in ein wenig Wasser verdünnt und vor den Mahlzeiten geschluckt. Noch größer ist die Wirkung, wenn die Lösung einige Sekunden im Mund belassen wird, bevor sie heruntergeschluckt wird. Die Behandlungsdauer kann bis zu drei Monate dauern, je nachdem, wie ernst die Krankheit ist. Sobald sich der Gesundheitszustand des Patienten verbessert, kann die Dosierung nach und nach verringert und schließlich gestoppt werden. Zwecks Behandlung hepato-vesikulärer Beschwerden wird Berberis vulgaris mit anderen Heilmitteln kombiniert.

Empfohlene Dosierung bei Hautleiden

Zur Behandlung von entzündlichen Hauterkrankungen kann man Berberis vulgaris in Form von Globuli oder Tropfen nehmen. Die empfohlene Dosis liegt bei 10 Globuli täglich in zwei Gaben, die vorzugsweise morgens und abends genommen werden. Entscheidet man sich für flüssige Berberis-Präparate, sollte man zur Einnahme 20 Tropfen in ein wenig Wasser verdünnen. Die üblichen Potenzen für Berberis-Tropfen sind D3 bis D6.

 

BERBERIS VULGARIS ist bei medpex erhältlich

 

Assoziierte Einzelmittel und Indikationen – “Berberis vulgaris”

Indikationen

  • Arthralgie, Gelenkschmerz
  • Dyspepsie, Reizmagen, Verdauungsstörungen
  • Ekzem, Ausschlag
  • Herpes simplex, Fieberbläschen
  • Lithiasis, Steinleiden
  • Lumbalgie, Ischias-Syndrom, LWS-Syndrom
  • Mykose, Pilzinfektion
  • Röschenflechte, Rosenflechte, Pytiriasis rosea
  • Kleienpilzflechte, Kleieflechte, Pityriasis versicolor
  • Psoriasis, Schuppenflechte

 

Gut zu wissen: Berberis vulgaris ist ein außerordentlich wirksames Heilmittel, wenn es korrekt zur Anwendung gelangt. In bestimmten Fällen muß es mit anderen homöopathischen Arzneimitteln assoziiert werden, um seine volle Wirkung entfalten zu können.

 
 
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1 Beitrag zu “Berberis vulgaris

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Pathologie und Homöopathie sind zwei fest miteinander verbundene Wissenschaften. Während die medizinische Disziplin "Pathologie" die Lehre von den abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper und deren Ursachen (Krankheitslehre) beschreibt, versteht sich die Homöopathie als eine sanfte Methode zur Heilung von Krankheiten. Die klassische Homöopathie ist eine auf dem Ähnlichkeitsprinzip fußende, ganzheitliche Heilmethode (Similia similibus curentur oder „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“), die den Patienten in seiner Gesamtheit betrachtet. Jede Krankheit findet so ihre eigene, auf den Patienten abgestimmte Therapieform.