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Antimonium tartaricum

Antimonium tartaricum in Dermatologie und Pneumologie

Antimonium tartaricum steht für das homöopathische Mittel Brechweinstein bzw. Kaliumantimonyltartrat, ein Salz der Weinsäure. Die Analyse der chemischen Formel des Ausgangsstoffs zeigt, daß es sich um eine Verbindung aus Weinstein (Calcium-/Kaliumtartrat) und Antimonoxid handelt. Bei der homöopathische Grundsubstanz handelt es sich um eines der wichtigen Antimonsalze, dessen Nutzung in der Medizin möglich ist.

Antimonium tartaricum – Indikationen bei Atemwegserkrankungen

Zu den wichtigsten therapeutischen Anwendungsbereichen des Akutmittels Antimonium tartaricum zählt die Lungenheilkunde. Das auch unter den Bezeichnungen Tartarus stibiatus oder Tartarus emeticus bekannte homöopathische Arzneimittel kann eingesetzt werden, um Bronchiolitis, chronische Atemwegserkrankungen, Asthma, chronische Bronchitiden und akute Bronchitiden zu behandeln. Antimonium tartaricum paßt zu solchen Atemwegserkrankungen, bei denen nach einer Operation im Bereich der Bauchdecke die Atmung erschwert ist und die tieferen Atemwege durch festsitzende Bronchialsekrete verstopft sind. Antimonium tartaricum ist besonders dann angezeigt, wenn diese Erkrankungen zusammen mit den nachstehend aufgeführten Symptomen auftreten. Der Patient zeigt hörbare Atmungsschwierigkeiten. Tief in Lunge und Bronchien klebender Schleim führt zu rasselnder und keuchender Atmung. Der Patient muß häufig husten, aber ohne Auswurf. Er ist zu schwach, um die sich in der Lunge ansammelnden Sekrete abzuhusten und auszuwerfen. Auf der Zunge des Kranken erkennt man milchig weißen, pastösen Belag. Das Homöopathikum Antimonium tartaricum kann bei noch weiteren schlimmen Krankheitsfällen eingesetzt werden. Die Beschwerden äußern sich in blauen Ringen um die Augen, bläulich gefärbten Lippen (Zyanosen) und sichtbaren Bewegungen der Nase während der Atmung.

Antimonium tartaricum – Dermatologische und andere Indikationen

Antimonium tartaricum hat wundheilende Wirkung, kann somit auch bei bestimmten Hautleiden eingesetzt werden. In der Dermatologie ist dieses homöopathische Mittel in erster Linie angezeigt, um Windpocken, Akne und eitrige Pusteln (zumeist mit dauerhaft blau gefärbten Rändern) sowie bestimmte Ausschläge zu behandeln.

Antimonium tartaricum – Dosierung und Einnahme

Als Konstitutionsbehandlung bei Asthma werden vor dem Schlafengehen fünf Globuli Antimonium tartaricum C15 genommen. Diese Behandlung sollte drei Monate dauern und darf auf keinen Fall unterbrochen werden. Hilfe bei Bronchiolitis und akuten Asthmaanfällen bringt Antimonium tartaricum C5 (alle 30 Minuten fünf Globuli). In diesem Fall wird Antimonium tartaricum mit Ipecacuanha und Blatta orientalis assoziiert. Die Mittel werden abwechselnd genommen, zuerst Antimonium tartaricum C5, nach zehn Minuten Blatta orientalis C5, nach weiteren zehn Minuten schließlich Ipecacuanha C5. Nach weiteren zehn Minuten beginnt die Einnahme von vorne. Dieser 10-Minuten-Rhythmus wird aufrecht erhalten, bis die Krise abklingt. Diese Behandlung sollte zwei Tage dauern, die Einnahmeabstände können in dem Maße vergrößert werden, wie sich die Krise nachläßt. Um akute Bronchitis mit “feuchtem” Husten zu behandeln, vier- bis sechsmal pro Tag zu fünf Globuli Antimonium tartaricum C9 greifen. Diese Einnahmeempfehlung richtet sich vor allem an Patienten mit stark verschleimten Atemwegen. Die Hustensekrete kleben förmlich an der Luftröhre und den Bronchien und lassen sich kaum abhusten. Zur Behandlung chronischer Bronchitis mit tief und heftig verschleimten Atemwegen, bei welcher der Kranke nur unter Mühen abhusten kann, wird stündlich zu fünf Globuli Antimonium tartaricum C9 gegriffen, bis die Symptome nachlassen.

Nach einem abdominal-chirurgischen Eingriff verstopfte Luftröhrenäste (z. B. nach einer Laparotomie) helfen fünf Globuli Antimonium tartaricum C5 die Bronchien freizuräumen. Die Einnahmehäufigkeit liegt bei dreimal pro Tag. Insbesondere bei Ateminsuffizienz ist es wichtig, daß sich der Patient präzise an die Vorschriften des behandelnden Homöopathen oder Arztes hält, um Erleichterung zu erfahren. In der Behandlung von Windpocken und pustulöser Akne fünf Globuli C9 zum Frühstück und Abendessen nehmen. Die Behandlung dauert insgesamt drei Monate.

 

ANTIMONIUM TARTAR. bei medpex

 

Einzelmittel und Indikationen – “Antimonium tartaricum”

Assoziierte Einzelmittel

  • Aralia racemosa
  • Arsenicum album
  • Tuberculinum aviaire, Tuberculinum avis
  • Blatta orientalis
  • Calcium carbonicum Hahnemanni, Calcarea carbonica, Calcium ostrearum
  • Carbo vegetabilis
  • Corallium rubrum
  • Croton tiglium
  • Drosera rotundifolia
  • Eugenia jambosa
  • Hepar sulfuris calcareum
  • Ipecacuanha
  • Kalium carbonicum
  • Mercurius solubilis
  • Mezereum
  • Pertussinum
  • Pyrogenium
  • Rhus toxicodendron
  • Selenium metallicum
  • Sulfur jodatum
  • Vaccinotoxinum

Indikationen

  • Akne
  • Asthma
  • Bronchiolitis
  • Bronchitis
  • Windpocken, Varizella
 

Gut zu wissen: Sobald sich Symptome einer Asthmakrise bemerkbar machen, kann dem Patienten Antimonium tartaricum verordnet werden. Die positiven Ergebnisse werden nicht auf sich warten lassen und der Zustand des Patienten dürfte sich binnen weniger Stunden verbessern. Je später Antimonium tartaricum genommen wird, desto geringer wird seine Wirksamkeit sein. Dann ist der Übergang zu einer allopathischen Behandlung in Betracht zu ziehen.

 

 

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Bewertung: 4.4 ( 8 Stimmen)
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2 Beiträge zu “Antimonium tartaricum

  1. Ich leide an Asthma und chron. obstr. Bronchitis. Meine Ärztin hat mir im Zusag. mit einer akuten Erkältung Antimonium Tart. C30 empfolhlen. Meine Beschwerden wechseln von besser bis wie gehabt. Deshalb meine Frage: Wie ist Ihrer Meinung nach die beste Einnahmestrategie?
    MfG! B. Ditt

  2. Hallo Herr oder Frau Ditt,

    im Prinzip ist es so, solange Sie keine Beschwerden haben würde ich es nicht nehmen, alsbald dann die Probleme wieder auftauchen ist es Zeit die Dosis zu wiederholen.
    Alles Gute und liebe Grüße aus Südtriol

    Stefan

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Pathologie und Homöopathie sind zwei fest miteinander verbundene Wissenschaften. Während die medizinische Disziplin "Pathologie" die Lehre von den abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper und deren Ursachen (Krankheitslehre) beschreibt, versteht sich die Homöopathie als eine sanfte Methode zur Heilung von Krankheiten. Die klassische Homöopathie ist eine auf dem Ähnlichkeitsprinzip fußende, ganzheitliche Heilmethode (Similia similibus curentur oder „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“), die den Patienten in seiner Gesamtheit betrachtet. Jede Krankheit findet so ihre eigene, auf den Patienten abgestimmte Therapieform.